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Baby entzogen: Ein Urteil, das Aufsehen erregt

Baby entzogen: Ein Urteil, das Aufsehen erregt
Kommentar Von Jana Tallevi
09.07.2020

Das Jugendamt nimmt Eltern das Kind weg. Diese wehren sich. Warum es so schwer ist, einer Seite einen Vorwurf zu machen.

Am Anfang steht das Leid der Eltern, die nicht verstehen können, warum ihr kleines Baby nicht bei ihnen bleiben darf. Man muss gar nicht selbst Mutter oder Vater sein, um nachvollziehen zu können, was damals im Januar 2019 in den beiden vorging. Dass der Verstand ihnen vor der Geburt vielleicht sagte, die mit dem Jugendamt besprochene Lösung mit der Pflegefamilie sei eine gute und vernünftige, ist das eine.

Dass sich die Familie wehrt, ist nachvollziehbar

Doch als sie ihr Kind in den Händen hielten, war eben alles ganz anders, das Glück als kleine Familie ganz nah. Dass sie sich in diesem Moment umentschieden, damit hätten die Profis beim Jugendamt rechnen können. Die Situation, die sie in der Klinik erlebten, war sicher ein Stück weit traumatisch. Dass sie sich dagegen wehrten, ist nur nachvollziehbar.

Noch immer darf das Kind nicht bei seiner Familie leben

Die Anwältin der Familie hat es aber selbst gesagt: Mit diesem Urteil haben die Eltern ihr Kind nicht zurück. Nach wie vor gilt die Einschätzung des Familiengerichts, dass das Kind nicht bei ihnen leben darf. Hier geht es allein um einen Fehler im Vorgehen aufseiten der Behörden. Einen Fehler, der aber ebenso verständlich ist: Nicht vorstellbar, welche Vorwürfe es von allen Seiten geben würde, wäre dem kleinen Baby doch etwas passiert.

Baby entzogen: Ein Urteil, das Aufsehen erregt

Hier geht es zum Artikel: Gerichtsurteil: Jugendamt im Landkreis Augsburg nahm Eltern ihr Baby voreilig weg

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