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Gemeinderat

15.11.2019

Bekommt Westendorf einen Mini-Kreisverkehr?

Unübersichtliche Kreuzung in der Nähe der Schule soll entschärft werden

Die Vorüberlegungen zur Schulstraße und zur Nordendorfer Straße in Westendorf sind abgeschlossen. Im ersten Quartal des kommenden Jahres kann nun die Bürgerbeteiligung folgen. Mit dieser Folgerung schloss Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter das Thema der Gemeinderatssitzung, nachdem Steffen Arnecke und Christian Hanke vom Ingenieurbüro Steinbacher Consult den Status quo zur Straßenführung sowie zur Entwässerung erläutert hatten.

Die größte Herausforderung der Maßnahme liegt darin, dass sich auf halber Höhe der Schulstraße ein Knotenpunkt befindet, der im Ort als „Stachus“ bezeichnet wird. Der Grund: Hier zweigt nicht nur die Nordendorfer Straße von der Schulstraße ab, sondern auch die Mühlstraße und der Kapellenweg. Zu dieser unglücklichen Verkehrsführung kommt die Problematik hinzu, dass gerade diese Strecke hoch frequentiert ist: Am Ende der Schulstraße liegen der Friedhof, das Baugebiet und die Grundschule von Westendorf. Den Schulkindern und allen anderen Fußgängern eine größtmögliche Sicherheit zu gewähren sei der Planungsansatz gewesen, so Arnecke. Deswegen weist die Planung an manchen Stellen auch eine engere Fahrbahn und einen breiter gestalteten Gehweg aus.

Mit diesem Planungsstand können sich die Westendorfer voraussichtlich im ersten Quartal 2020 auseinandersetzen: Um den Westendorfer „Stachus“ übersichtlicher zu gestalten, soll ein Mini-Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 18 Metern und einer Fahrbahnbreite von fünf Metern eingesetzt werden. Dieser soll von der Schulstraße, der Nordendorfer Straße und dem Kapellenweg aus befahrbar sein. Die Mühlstraße wird als Grundstückzufahrt gestaltet, um den Schulkindern auf dieser Seite der Schulstraße einen durchgängigen Gehweg zu ermöglichen. Die Gehwege im Konzept liegen zwischen 1,25 und 1,5 Metern in der Breite. Die Fahrbahnbreite liegt zwischen 3,5 und 6,0 Metern.

Die Verkehrsschau, die Mitte September im Ort stattgefunden hat, endete mit einer grundsätzlichen Befürwortung der Planung sowie mit der Empfehlung für eine Tempo-30-Zone. Um diese Geschwindigkeitsbeschränkung optisch zu verdeutlichen, die mit einer Rechts-vor-links-Regelung einhergeht, schlug Arnecke bauliche Details wie beispielsweise Pflasterungen vor. Zudem stellte Arnecke die Idee zur Diskussion, ob eine Einbahnstraßenlösung für den Teil der Schulstraße zwischen dem Westendorfer Stachus und der Grundschule denkbar sei. Diese Einbahnstraßenlösung könnte die Problematik der Engstelle nivellieren, da direkt nach dem Kreisverkehr die Fahrbahn so eng ist, dass Bus und Pkw nicht aneinander vorbeifahren können.

Richter erklärte, dass bereits seine Ablehnung eines Kreisverkehrs nur wenig Erfolg hatte und auch die Einbahnstraßenlösung im Gremium abgelehnt worden sei. Allerdings wolle Richter mittels einer verkehrsrechtlichen Anordnung an der Engstelle nun Erfahrungswerte sammeln, wie problematisch ein reibungsloses Passieren in der Praxis ist.

Christian Hanke steuerte zwei Varianten bei, wie die Entwässerung der Schulstraße und der Nordendorfer Straße erfolgen könne. Der Rat einigte sich auf die Variante, bei der der Kanal auf 463 Meter die Schulstraße entlang bis zum Friedhof führt, dann abzweigt, das neue Mini-Baugebiet hinter dem Friedhof einschließt und Richtung Blankenburger Straße ins Schmüttlere oder direkt in die Schmutter führen könnte.

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