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Verkehr

24.11.2017

Bessere Bedingungen für die Radler in Gersthofen

Oft werden Radfahrer auf die Fahrbahn gezwungen.

Stadtplaner soll ein Konzept entwickeln. Dieses könnte auch den Stadtpark verändern

Sie fahren auf den Gehwegen, werden in der Augsburger Straße auf weiten Strecken auf die Fahrbahn gezwungen. Den Radfahrern leichter machen soll es künftig die Stadt Gersthofen. Deswegen sollen bei der Neuplanung der Stadtmitte auch die Wege für diese Verkehrsteilnehmer verbessert und Strecken abseits des Haupt-Autoverkehrs ausgewiesen werden.

In einem jüngst eingebrachten Antrag fordert die CSU-Fraktion die Ausarbeitung eines Rad- und Fußwegenetzes im Stadtzentrum. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wo wir unser Stadtzentrum neu planen“, erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Max Poppe den Mitgliedern des Planungsausschusses. „Konkret geht es uns um einen Streckenverlauf von der Schulstraße kommend über den neuen Stadtplatz und durch den Stadtpark, über eine umgestaltete Brahmsstraße kann die Route künftig sicher bis zum Schulzentrum führen.“ Dies wäre nach seiner Sicht der erste Baustein beim Ausbau. Die Wahl der Schulstraße sei in diesem Zusammenhang sinnvoll, weil die Donauwörther Straße künftig ja zur Staatsstraße aufgestuft werden und als Umleitungsstrecke bei Unfällen und Sperrungen auf der A8 dienen soll. Das künftige endgültige Radwegenetz soll dann dem CSU-Vorschlag zufolge sternförmig bis ins Zentrum führen – aber immer möglichst weit entfern vom lauten und starken Straßenverkehr.

Der Vorschlag geht dabei über die reinen Strecken für die Radler hinaus in die allgemeine Stadtplanung. Der Stadtpark sollte darüber hinaus modernisiert werden, „weg von einem pflegeintensiven Schaugarten hin zu einem Park, der von den Gersthofern kreativ genutzt wird“, so Poppe. Die Treppe zwischen Stadthalle und City-Center könnte verschwinden und der Park komplett barrierefrei werden. Der so entstehende „grüne“ Weg könnte über die Brahmsstraße und das Schulzentrum weiter in Richtung Augsburg führen.

Weil die Bahnhofstraße künftig zur Gemeindestraße abgestuft werden soll, lasse sich auch eine Radwegeverbindung in Ost-West-Richtung einrichten. Poppe: „Neben der Fahrbahn muss endlich auch Platz geschaffen werden für einen sicheren Radweg vom westlichen Stadtrand bis ins Zentrum.“

Radwege ein Teil des Gesamtverkehrskonzepts

Stadtplaner Roland Schmidt betonte: „Diese Vorschläge haben wir im Arbeitskreis Verkehr bereits besprochen.“ Es sei so weit vorgearbeitet worden, dass es in das vorgesehene Gesamtverkehrskonzept für Gersthofen einfließen kann. „Der Antrag der CSU zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht verständlich“, sagte Bernhard Happacher (FW). „Unser Faktionsmitglied Markus Brem hat von Anfang an im Arbeitskreis Verkehr darauf hingewiesen, unbedingt ein Radwegenetz zu schaffen.“ Dies sei vom Arbeitskreisvorsitzenden Stefan Buck (CSU) „zwei Jahre lang ignoriert worden“. Dieser konterte, es sei im Arbeitskreis nie ein Zweifel darüber gewesen, dass die Radwege ein Teil des Gesamtverkehrskonzepts seien. „Der Planungsausschuss ist das richtige Gremium für unseren Antrag“, so Buck.

Einstimmig stimmte der Ausschuss dem CSU-Antrag schließlich zu. Außerdem soll das Potenzial der Bahnhofstraße nach der Rückwidmung zur Gemeindestraße untersucht werden.

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