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Biberbach

06.02.2020

Biberbach plant einen Parkplatz am Friedhof

Neben dem Biberbacher Friedhof soll ein großer Parkplatz angelegt werden, der ausreichend Stellflächen für die Nutzer der Kita und für Friedhofsbesucher bietet.
Bild: Sonja Diller (Archiv)

Plus Warum es vor der letzten Ruhestätte der Biberbacher Stellplätze braucht. An der ursprünglichen Planung wurde noch einiges geändert.

Neben dem Biberbacher Friedhof soll ein großer Parkplatz angelegt werden, der ausreichend Stellflächen für die Nutzer der Kita und für Friedhofsbesucher bietet. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte Architekt Franz Weiß seine Ideen zur Gestaltung vor. Im Dezember war darüber schon einmal im Gremium gesprochen worden. Damals war der Wunsch des Gemeinderates: Es sollen auf dem Grundstück möglichst viele Stellplätze und eine Zufahrt in den Friedhof entstehen.

Die vorgestellte Planung enthielt zwar alle Eckpunkte, aber noch nicht so, wie die Räte es sich vorstellen. Über das Tor müssen auch größere Fahrzeuge problemlos auf den Friedhof fahren können, somit war die vorgeschlagene Durchfahrtsbreite von 2,50 Metern nicht nur aus der Sicht von Leonhard Würz (CSU) viel zu schmal. Gabriele Mader (UFB) forderte anstatt einem zwei Behindertenparkplätze mit ebener Pflasterung. „Ein normales Granitpflaster funktioniert nicht“, so die Behindertenbeauftragte der Gemeinde.

Parkplatz: Baumaßnahmen am Friedhof Biberach kosten 120.000 Euro

Zusätzlich wurde bei den regulären Parkplätzen an der Breite geschraubt. „Auch für Menschen ohne Behinderung ist es angenehmer, wenn etwas mehr Platz zur Verfügung steht“, erinnerte Johann Ertl (SPD) an die älter werdende Gesellschaft. So umfasste der einstimmig gefasste Beschluss eine ganze Reihe von Änderungen an der Planung. Der Fahrweg wird asphaltiert, die Stellflächen in Rasenschotter ausgeführt. Rund 120.000 Euro wird die Anlage kosten, schätzt der Planer. Sollen Autofahrer, die den Parkplatz hinter dem Rathaus nutzen, künftig auch direkt auf die Kreisstraße fahren dürfen? Diese Frage stellte sich nach einem entsprechenden Vorschlag des Verkehrsexperten im Landratsamt.

Biberbach plant einen Parkplatz am Friedhof

Dieser war nach dem spektakulären Unfall in der Bibertalstraße, bei dem ein Lastkraftwagen in einen Hausgiebel gefahren war, nach Biberbach gekommen und hatte sich die Verkehrssituation angesehen. Im Moment sind die Parkenden durch die Einbahnstraßenregelung gezwungen, eine Runde über die Albrecht-Dürer-Straße zu drehen, bevor sie wieder auf die Hauptstraße fahren können. Und dabei soll es nach dem Willen des Gemeinderates auch bleiben. Denn der Verkehr auf der Ortsdurchgangsstraße habe durch die Umgehung zwar abgenommen, doch die Geschwindigkeit der Fahrer sei dieselbe geblieben, so Werner Sinninger (CSU). Es wäre sinnlos, durch eine Neuregelung eine erhöhte Gefahrenlage zu provozieren, so der Konsens im Rat.

Die weiteren Punkte der Beratung

  • Bauen Einfamilienhäuser in Albertshofen und in Biberbach passen ins Ortsbild und können gebaut werden; auch einer Terrassenüberdachung und Verglasung in Markt steht nichts entgegen, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Das Haus in Albertshofen fügt sich in den Ortsbereich ohne Bebauungsplan ein und die Erschließung ist gesichert. Der geplante Neubau in der Sebastian-Kneipp-Straße soll auf einem Hinterliegergrundstück entstehen. Dafür müssen geordnete Erschließungsverhältnisse und die nötigen Grunddienstbarkeiten nachgewiesen werden. Die Terrassenüberdachung stört keine Nachbarn und fand deshalb ebenfalls die Zustimmung des Gemeinderates.
  • Begegnungsstätte Sie ist noch nicht gebaut, doch schon jetzt sollen sich Interessierte melden, die die geplante Begegnungsstätte gegenüber des Hauses der Vereine nutzen möchten. Die auf Seniorenarbeit ausgerichtete Bürgergemeinschaft ist bereits als fester Nutzer eingeplant. Auch die Jugendgruppe der Gartenfreunde, deren Gartenhäuschen dem Neubau weichen muss, hat schon Bedarf angemeldet. Bürgermeister Wolfgang Jarasch forderte die Mitglieder des Gemeinderates auf, weitere Interessenten ausfindig zu machen. Für den Bau der Begegnungsstätte und des Dorfladens hat die Gemeinde beim Amt für Ländliche Entwicklung Fördergelder beantragt und auch zugesagt bekommen. Dort möchte man verständlicherweise aber auch ganz genau wissen, welche Projekte auf die Beine gestellt werden, so Jarasch.
  • Hütte Die Siedlerhütte im Ortsteil Zollsiedlung wird im Rahmen der Dorferneuerung aufgewertet. Der im Konzept enthaltene Sanitärcontainer wird am 13. Februar geliefert und kann am vorgesehenen Standort platziert werden. Die Gemeinde wird nun die nötigen Arbeiten direkt in kleinen Gewerken vergeben und hofft so, die Hütte in diesem Jahr fertigstellen zu können.
  • Stahlwerk Der Einladung aus Meitingen zum ersten Runden Tisch zu den Erweiterungsplänen der Lechstahlwerke wird der Bürgermeister folgen. Der Informationsaustausch war beim Besuch von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in Meitingen vereinbart worden. An der Einstellung der Gemeinde Biberbach werde sich dadurch allerdings nichts ändern, so Jarasch. Lärmminderung, Naturschutz und keine Aufsplitterung in Einzelverfahren seien die Forderungen des Marktes Biberbach, und diese werde man klar verfolgen.


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