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Empfänge

15.01.2019

Biberbachs Motto: Gesundheit

Franziska Mair (links) und Lina Baumann waren 2018 möglicherweise die schnellsten Biberbacherinnen. Im Bobbycar fuhren sie der Konkurrenz davon.
Bild: Sonja Diller

Zum Start ins neue Jahr hat die Gemeinde den Bürgern einen Motivationstrainer verordnet

Müssen tut man gar nichts und ohnehin ist alles im Leben letztlich eine Frage der Perspektive. Mit seinen goldenen Regeln für ein besseres und gesünderes Leben gab der Biberbacher Markus Kratzer beim Neujahrsempfang der Gemeinde seinen Mitbürgern das Rüstzeug für ein wirklich gutes neues Jahr mit auf den Weg.

In der voll besetzten Schulaula brachte der Referent des Abends die Gäste nicht nur geistig in Wallung. Es hieß aufstehen, Muskeln entspannen und auf einem Bein stehend die Balance üben. Verweigerer gab es keine, dafür Ovationen für den leidenschaftlichen Sportler, der sich nach einem schweren Trainingsunfall aus dem Rollstuhl wieder auf die Beine gekämpft hatte und sogar einen Triathlon absolvierte. Als Lebenscoach zeigt er heute anderen, was sie tun können, um mit Körper und Seele im Einklang ihr Leben genießen können.

Gesundheit ist das Motto 2019 in Biberbach. Mit dem Programm „Vital dahoim“, das in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern im Sommer 2018 startete, soll herausgefunden werden, wie die Biberbacher sich fühlen und wie sie sich fit fürs Leben halten möchten. Eine Fragebogenaktion sei gerade abgeschlossen und die 640 eingegangenen Rückmeldungen werden nun ausgewertet, meldete Bürgermeister Wolfgang Jarasch bei seinem Rückblick auf das Jahr 2018.

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Von weniger Schulden, dafür mehr Biberbachern und einer ganzen Reihe von Projekten für das neue Jahr konnte er berichten. Die Erweiterung der Kita ist mit 2,5 Millionen Euro sicher das größte Vorhaben. Gleich danach kommt die Erschließung des zweiten Baugebiets mitten im Ortszentrum. Die Bauplätze, für die sich sehr viel mehr Bauwillige interessieren, als Grund zur Verfügung steht, sollen im Laufe des Jahres nach einem Punktesystem vergeben werden.

Der Biberbach-Erlebnispfad mit Freizeitangeboten zwischen Biberbach und Affaltern steht kurz vor der Fertigstellung und die Dorferneuerung startet nach Jahren der Vorbereitung mit dem Ausbau der Dorfhütte in der Zollsiedlung und der Verschönerung der Bushaltestelle in Eisenbrechtshofen. Endlich vorangehen soll es mit dem Hochwasserschutz in Affaltern, der bisher alles andere als eine Erfolgsgeschichte war. Es hatte sich herausgestellt, dass die Berechnungen der Planungsfirma für ein Regenrückhaltebecken fehlerhaft waren. Neue Planungsunterlagen lägen nun beim Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth, bisher mit offenem Ausgang, so der Bürgermeister.

Wenn alle so schnell wären wie zwei Biberbacherinnen, dann würde es sicher auf allen Ebenen weniger Probleme geben. Bei den Ehrungen verdienter Bürger konnte der Dritte Bürgermeister Wolfgang Bertele Lina Baumann als Vize-Jugendweltmeisterin und Franziska Mair als bayerische Meisterin in der Erwachsenenklasse der Amateure im Bobbycar-Rennsport auf die Bühne holen. In der Jugendklasse ist der kleine Flitzer im Originalzustand, bei den Erwachsenen wird das Minimobil ordentlich getunt und die Piloten düsen mit bis zu 50 Stundenkilometern die 400 Meter lange Strecke hinunter.

Schnell ist auch das Sportgerät der Tischtennis-Jugendmannschaft. Als schwäbische Bezirkspokalsieger und Meister in der Bezirksliga Nord holten sich Corinna Brummer, Noah Gmoser, Wichael Wipplinger und Patrizia Pietzsch die Anerkennung der Gemeinde ab.

Als „Helferin in allen Lebenslagen“ wurde Ulla Schmid aus Affaltern 2018 die bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste verliehen. Sie ist Gründungsmitglied des Fördervereins Wärmestube des SKM Augsburg, die täglich von rund 100 Menschen besucht wird. „Auch die Gemeinde Biberbach möchte dieses Engagement ehren“, unterstrich Bertele.

Wenn vor lauter Stress mal wieder die Köpfe rauchen im Jahr 2019, dann setzen sich die Biberbacher einfach die von Motivationstrainer Markus Kratzer verteilten roten Clownsnasen auf. Mit dem daraufhin garantierten Lächeln der Mitmenschen und der damit einhergehenden Entspannung sollte es dann klappen mit dem Biberbacher Jahresmotto „Gesundheit“. (sdk)

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