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Natur

04.11.2017

Bienenfreundlich pflanzen

Am 19. Imkertag des Kreisverbandes Augsburg Land war die Situation der Honigbiene Thema. Im Bild (von links) Birgit Wimmer, Vorsitzende des Imker-Kreisverbandes, Vize-Landrätin Anni Fries, Peter Ziegelmeier, Bürgermeister von Fischach, Margit Jungwirth-Karl, Bürgermeisterin von Walkertshofen und Otmar Frey, Vorsitzender des Imkervereins Stauden.
Bild: Imker-Kreisverband

Imker-Kreisverband engagiert sich gegen das Insektensterben. Immer mehr Interessenten

Die Bedeutung und das Wohlergehen der Honigbienen sind inzwischen in aller Munde. Schon die Kinder kennen den unersetzlichen Beitrag der Bienen zur Bestäubung einer Vielzahl von Obstsorten. Derzeit sind die Bienen aber zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Krankheiten wie die Varroamilbe, Vergiftungen durch Herbizide und Insektizide sowie Nahrungsmangel im Sommer.

Zunehmend bekannt wird nun allerdings auch, dass diese Schwierigkeiten nicht nur der Honigbiene zu schaffen machen, sondern der gesamten Insektenwelt. Betroffen vom Insektensterben ist auch das ihr folgende Glied in der Nahrungskette: Die gesamte Vogelwelt ist bekanntlich ohne Insekten nachhaltig bedroht.

Der Imker-Kreisverband Augsburg-Land steuert dieser Entwicklung aber im Landkreis Augsburg nach Kräften gegen, so Kreisvorsitzende Birgit Wimmer beim 19. Imkertag des Imker-Kreisverbandes Augsburg Land in Fischach. Ein zunehmendes Interesse an Probeimkern ist feststellbar. Dadurch entwickeln sich entsprechend positiv die Mitgliederzahlen in den Imkervereinen. Mit rund 50 neuen Probeimkern im Landkreis, die in der Mehrzahl den ausbildenden Imkervereinen treu bleiben und selbst mit der Imkerei beginnen, ist eine klare Tendenz nach oben erkennbar. Und wer, wenn nicht der Imker, hat ein Auge auf die Nahrungsgrundlagen für Insekten! So ist es ein wichtiges Anliegen der Imker, für bienenfreundliche Anpflanzungen zu werben. Die Imker sind es denn auch, die schon längst auf die zunehmenden Hungerzeiten ihrer Haustiere im Hochsommer hinweisen, während andere Insekten bislang noch eher weniger Fürsprecher für ihre Nöte finden.

Aber nicht nur die Imker kümmern sich um das Wohl der Bienen und anderer Insekten, auch die Kommunen und Landwirte richten zunehmend ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Insektenwelt aus. In die vormals ausschließlich grünen Bepflanzungen am Feldrand oder auch die Grünstreifen an Straßenrändern mischen sich mehr und mehr bunte Blüten, die bis in den September hinein Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Insekten darstellen.

Ganz ohne Zutun von maßgeblichen politischen Seiten ist diese Entwicklung allerdings nicht: Ausgehend von den zuständigen Behörden in der EU über die Bayerische Staatsregierung bis hin zum Landkreis Augsburg werden Landschafts- und Tierschutzprogramme durch Schaffung entsprechender Stellen einerseits und durch finanzielle Unterstützung andererseits, verbunden mit entsprechender Aufklärungsarbeit, gefördert.

Der Imker-Kreisverband berät, was Honigbienen angeht, seine Mitglieder in den Ortsvereinen ebenso wie die die Öffentlichkeit. Durch Zusammenarbeit mit Kommunen beteiligt er sich aktiv daran, Grünflächen nachhaltig in Blühflächen zu verwandeln. Denn, so betonte die stellvertretende Landrätin Anni Fries anlässlich des 19. Imkertages des Kreisverbandes Augsburg Land: „Wir alle wissen, dass die Bewahrung unserer Natur eine der zentralen Aufgaben unseres Jahrhunderts ist.“ Das Umdenken finde langsam statt, aber es sei nicht mehr aufzuhalten“, glaubt daher die Vorsitzende des Imker Kreisverbandes, Birgit Wimmer. Schon in diesem Herbst sollte wieder über die Bepflanzung mit bienenfreundlichen Blumen in Gärten, auf öffentlichen Grünflächen und an Feldrändern im nächsten Jahr nachgedacht werden. (AL)

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