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10.03.2020

Braucht Diedorf einen Seniorenbeirat?

SPD Diedorf wünscht eigenes Gremium für die Gemeinde. Erfahrungen aus Stadtbergen sind dabei das Vorbild

Ein eigener Seniorenbeirat in der Gemeinde könnte nach Meinung des Diedorfer SPD-Ortsvereins die bereist bestehende „gute Seniorenarbeit durch Arbeiterwohlfahrt, Kirchen und sonstiger Träger“ sinnvoll ergänzen. Der Seniorenbeirat ist denn auch eine der Forderungen der SPD für die kommende Gemeinderatsperiode.

Viele Interessierte nutzten die Informationsveranstaltung des Diedorfer SPD-Ortsvereins zu diesem Thema. Stadtbergen habe bereits seit 2003 erfolgreich einen Seniorenbeirat etabliert, hieß es. Den SPD-Ortsvorsitzenden Thomas Schwarz freute es denn auch sehr, dass durch die Kontakte der Marktgemeinderätin Maria Prues der Vorsitzende des Stadtberger Seniorenbeirats, Raimund Strauch und Franz Schmid als dessen Stellvertreter als Referenten gewonnen werden konnten. Auch Dritter Bürgermeister Alexander Neff und Diedorfs Erster Bürgermeister Peter Högg interessierten sich für das Thema.

„Bei uns ist eigentlich jeden Tag in der Woche was los“, berichtete Strauch. Das Angebot reiche vom PC-Treff für Senioren über den Handarbeitsnachmittag, den Tanznachmittag bis hin zu Englischkursen für Senioren. Auch Spaziergänge und Ausflugsfahrten für Senioren werden monatlich veranstaltet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Strauch und Schmid betonten, dass ein Seniorenbeirat keine Konkurrenz zu den anderen in der Seniorenarbeit tätigen Freiwilligen darstelle, sondern dass hier konstruktiv zusammengearbeitet werde.

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Diedorfs AWO-Vorsitzende Herta Hurler informierte, dass einige der Aktivitäten auch bisher schon in Diedorf angeboten werden. „Wie läuft denn dann konkret die Zusammenarbeit des Seniorenbeirats in der Gemeinde ab?“ war dann eine der wesentlichen Fragen der anschließenden Diskussion. Laut Strauch stehen die durch die Senioren gewählten oder aus den Vereinen abgesandten Seniorenbeiräte als Ansprechpartner für alle zur Verfügung.

Diese bündeln und sammeln die Anfragen und kontaktieren dann die Seniorenbeauftragten des Gemeinde- oder Stadtrats oder auch den Bürgermeister selbst und bringen die Anliegen in die Entscheidungen ein. Gerade bei der seniorenfreundlichen Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Wegen oder anderer Infrastruktur oder bei Fragen der Mobilität könnten so die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung vertreten werden.

Dieses Modell konnten sich die Anwesenden sehr gut als Vorlage für Diedorf vorstellen. Laut Raimund Strauch werde gerade ohnehin bei der Sozialgesetzgebung beraten, einen Seniorenbeirat zur gesetzlichen Pflicht für alle Gemeinden zu machen. (AL)

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