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Neusäß

29.11.2019

Bürgermeister erteilt einer Tram durch Neusäß eine Absage

Auf welchem Weg wird die Straßenbahn das Stadtgebiet von Neusäß erschließen? Der Bürgermeister sieht die Präferenz bei der Linie 5.
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Auf welchem Weg wird die Straßenbahn das Stadtgebiet von Neusäß erschließen? Der Bürgermeister sieht die Präferenz bei der Linie 5.
Foto: Marcus Merk

Bürgermeister Greiner sieht in der Zukunft eher die Verlängerung der Linie 5. Das „Schuster-Areal“ in zentraler Lage nimmt hingegen Fahrt auf.

Die Neusässer Bürger sind anscheinend informiert über die Vorhaben ihrer Stadt und vielleicht auch zufrieden, denn zur Bürgerversammlung für Alt-Neusäß waren gerade einmal etwa 25 Bürger gekommen. Bürgermeister Richard Greiner berichtete von großen Projekten. Hier stand zunächst das Uniklinikum direkt vor den Toren der Stadt Neusäß im Fokus. Aus Neusässer Sicht sei laut Greiner die Uniklinik zu begrüßen. Wichtig war der Stadt die Bereitstellung eines ausreichend dimensionierten Parkraums.

Diese Bitte wurde gehört: auf den bereits im ersten Bauabschnitt geplanten 150 Parkplätzen werden weitere 150 als Parkdeck aufgestockt. Wie Greiner weiter berichtete, konnte durch sinnvolle Nachverdichtung überall im Stadtgebiet Wohnraum geschaffen werden. Auch das „Schuster-Areal“ nimmt jetzt Fahrt auf. Schlussendlich soll dort die Stadtmitteentwicklung vorangebracht werden mit dem Neubau des Hotels sowie einem Stadthaus mit Gastronomie, Büros und Läden. Davor soll ein attraktiver Stadtplatz entstehen.

Nun steht der Neubau der Schule Westheim an

Weiter informierte Greiner über die Verbesserung der Kinderbetreuung sowie die Qualität des Schulstandorts Neusäß. Nach der Sanierung der vier Grundschulen steht nun der Neubau der Schule Westheim an. Hier muss nicht nur der Schulbetrieb, die Mittagsbetreuung, sondern auch die Belange der Feuerwehr sowie in der Turnhalle der Sportbetrieb der Vereine in Betracht gezogen werden. Aktuell befinde man sich hier im Planerauswahlverfahren, für das der Stadtrat 400.000 Euro bereitgestellt hat. Zusätzliche Kapazitäten mit einem Neubau müssen auch für die Mittagsbetreuung der Eichenwaldschule geschaffen werden.

Für die anschließende Fragerunde war nur ein Antrag gekommen. Der Name der „Hindenburgstraße“ wurde hinterfragt. In Augsburg sei dieses Thema höchst kontrovers angegangen worden, erklärte Greiner, es gelte somit das Thema noch zu bearbeiten und wolle dazu in der Bürgerversammlung in Westheim Stellung nehmen.

Auf die Frage, ob im Alpenviertel ein Teil der Parkplätze als E-Tankstellen ausgebaut werden könnte, erklärte Greiner, dies eher zurückhaltend zu betrachten, da hier bereits eine angespannte Parksituation herrsche.

„Unsere Straßenbahnen sind die Bahnhöfe“

Zum wiederholten Male kam auch das Thema Straßenbahn auf. Hier sieht Greiner eindeutig die Präferenz bei der Linie 5. Allerdings könne man hinsichtlich des Anbaus West des Uniklinikums und des Erweiterungsbedarfs der Bezirkskliniken flächenmäßig keinen Parkplatz mehr darstellen. Somit sei dies im Moment in Frage gestellt. Keine Lösung ist für Greiner jedoch die Linie 2, die durch Neusäß führen soll. „Unsere Straßenbahnen sind die Bahnhöfe, von welchen wir in sieben Minuten mitten in der Stadt sind“, erklärte er.

Wie die Verbindung zwischen dem Beethovenviertel und dem Schuster-Areal aussehen wird, wollte eine Neusässerin wissen. Nach Ansicht des Stadtrats sollen die Quartiere fußläufig das Industriegleis queren können. Allerdings könne erst im Zuge der Baumaßnahmen gesehen werden, in welcher Richtung man handlungsfähig wird, darüber oder darunter.

Wo bleibt der ursprünglich geplante Bahnhof im Güterverkehrszentrum, war eine weitere Frage. „Es geht vorwärts, wir sind verhalten optimistisch“, erklärte der Bürgermeister. Der Baubeginn stünde nach wie vor für nächstes Jahr im Raum.

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