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Dinkelscherben

19.11.2019

Bürgerversammlung: Verkehr macht den Dinkelscherbern zu schaffen

Mehrere Fragen bei der Bürgerversammlung in Dinkelscherben drehten sich um das Thema Verkehr. Vor kurzem belegte eine Studie, dass der in den vergangenen zehn Jahren zugenommen hat. Braucht es deshalb eine Umfahrung? 
Bild: Marcus Merk

Plus Bürgermeister Edgar Kalb stellt sich den Fragen der Bürger. Die beschweren sich über viele Autos und wenig Parkplätze. Auch die Umfahrung ist ein Thema. 

Eine Menge Baustellen und Projekt gibt es derzeit in Dinkelscherben. Wie steht es um die Pläne zur Umfahrung? Wann hat die Chlorung des Trinkwassers ein Ende? Und wie steht es um die Sanierung des Spitals? Unter anderem auf diese Fragen ging Bürgermeister Edgar Kalb bei der jüngsten Bürgerversammlung ein. Die Bürger interessierten sich besonders für das Thema Verkehr.

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Parken In Dinkelscherben gebe es viel zu wenig Parkplätze, kritisierte eine Bürgerin. Besonders im Bereich des Pfarrzentrums. Dort gibt es immer wieder Veranstaltungen, außerdem ist hier ein Kindergarten. Allerdings kaum Parkplätze, bemängelte die Bürgerin. Edgar Kalb erklärte, dass im Gemeinderat schon einmal über zusätzliche Stellplätze in diesem Bereich diskutiert wurden. Allerdings sei der Antrag im Gemeinderat abgelehnt worden. In einer der kommenden Sitzungen wird sich der Rat nun aufgrund des Antrags der Bürgerin erneut mit dem Thema befassen. Fehlende Parkplätze kritisierte eine Bürgerin auch im Bereich des Friedhofs. Das Problem hier: Eigentlich gibt es Stellplätze, doch besonders am Wochenende würden sie nicht nur von Friedhofsbesuchern benutzt. Bürgermeister Kalb erklärte, dass die Stellplätze öffentlich seien. Zusätzliche Parkmöglichkeiten hielt er an dieser Stelle nicht für sinnvoll.

Einen weiteren Vorschlag zum Thema Parken hatte ein anderer Bürger. Er schlug ein Parkhaus unterhalb des Marktplatzes vor. Das könne die angespannte Verkehrssituation beruhigen, so der Bürger. Ein Vorschlag, der auf wenig Anklang stieß. Keine Hand ging nach oben, als darüber abgestimmt wurde, ob der Gemeinderat sich mit dem Thema befassen sollte. Kalb hielt den Vorschlag für „eine nicht-machbare, utopische Idee“. Die Kosten dafür seien nicht zu finanzieren.

Bürgerversammlung: Verkehr macht den Dinkelscherbern zu schaffen

Diskussion um eine Umgehungsstraße für Dinkelscherben

Umgehung Angesprochen wurde auch die seit Jahren diskutierte Umgehungsstraße. Ein Bürger meinte, der Lastwagenverkehr vor seiner Haustür sei „nicht mehr zumutbar“. „Da zittert das ganze Haus“, sagte er. Auch andere beschwerten sich über den zunehmenden Verkehr in ihren Straßen. Durch das Gewerbe im Osten des Orts sind vor allem die Siefenwanger und die Bahnhofstraße betroffen. Bürgermeister Kalb erklärte, dass derzeit geprüft werde, inwiefern eine Umgehung tatsächlich Entlastung bringen könnte. Er machte aber auch klar: „Eine neue Straße ist ein Projekt von zehn bis 30 Jahren.“ Eine Bürgerin erklärte, man solle zunächst abwarten, welche Pläne die Bahn verfolge. Diskutiert wird seit Langem über ein drittes Gleis zwischen Dinkelscherben und Gessertshausen. Auch eine neue Bahnstrecke entlang der Autobahn A8 steht im Raum. Eine Entscheidung gibt es allerdings noch nicht. Immer wieder wurden die Pläne zur Umgehung außerdem von Naturschützern kritisiert.

Bahnhofsareal Neben den Fragen der Bürger ging Kalb auch auf aktuelle Projekte in der Gemeinde ein. Zum Beispiel ging es um das Bahnhofsareal. Ein Entwurf für einen neuen Gastrobetrieb mit Hotel liegt vor. Allerdings gehe es dabei um „sehr, sehr viel Geld“. Im Raum stehen Sanierungskosten von Rund 3,5 Millionen Euro. Da es nur wenig Fördergelder gebe, sei die Gemeinde derzeit auf der Suche nach einem Investor. Allein könne die Kommune die Kosten nicht stemmen.

Baugebiete Auch um mehr junge Menschen in die Marktgemeinde zu locken, entstehen einige neue Baugebiete. Im kommenden Jahr stehen die neuen Bauplätze in Breitenbronn an. In den Folgejahren sollen Baugebiete in Ettelried, Oberschöneberg sowie in Dinkelscherben am Söldnerfeld und unterhalb des Freibads realisiert werden.

Chlorung Noch immer muss das Trinkwasser in Dinkelscherben gechlort werden. Derzeit sei man noch damit beschäftigt, sogenannte Totleitungen zu entfernen. Die allermeisten Mängel, die von den zuständigen Behörden kritisiert wurden, habe man bereits behoben.

Spitalsanierung Der Plan zur Sanierung liegt auf dem Tisch. Nun müssen unter anderem noch Gemeinderat und Landkreis zustimmen. Im kommenden Jahr soll der erste Teil des Gebäudekomplex saniert werden, sagt Kalb.

Termine Neben der Bürgerversammlung in Dinkelscherben stehen noch weitere Veranstaltungen in den Ortsteilen an. Zu finden Sie sie unter www.dinkelscherben.info

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