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Landkreis Augsburg

20.12.2020

Corona-Verstöße im Landkreis Augsburg: Polizei löst Treffen im Park auf

Zu viele Menschen haben sich in Gersthofen und Umgebung in den vergangenen Tagen getroffen. Die Polizei griff ein.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Immer wieder hat die Polizei in den vergangenen Tagen im Landkreis Augsburg Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. Nicht alle Kontrolleure waren echt.

Nächtliche Treffen zu sechst oder nachmittags im Park: Noch nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner im Landkreis halten sich bislang an die geltende Infektionsschutzverordnung. Die Polizei in Gersthofen verfolgt diese Verstöße konsequent - und zieht eine Bilanz aus 24 Stunden bis zum Samstagmorgen. In dieser Zeit wurden allein 34 Verstöße festgestellt.

Unter anderem geht es dabei um ein Treffen von sechs Personen aus fünf Haushalten im Park hinter dem City-Center am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr. Solche Treffen sind derzeit zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus nicht erlaubt. Auch vor einer Gaststätte in Neusäß kamen später an diesem Tag vier Personen aus drei Haushalten zusammen.

Corona-Regeln: Ruhestörung in der Gersthofer Innenstadt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Polizei dann mehrmals zu Fällen von Ruhestörungen, etwa vor einem Gastbetrieb in der Gersthofer Innenstadt, gerufen. Auch dort waren jeweils bis zu sechs Personen zusammen, die sich zudem nicht an die geltende Ausgangssperre gehalten hatten, die zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens gilt. In dieser Zeit darf die Wohnung nur verlassen werden, wenn dafür triftige Gründe vorliegen. Die Betroffenen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Die Polizei in Gersthofen kündigt zudem an, auch weiter konsequent und gleichzeitig verhältnismäßig und mit Augenmaß auf die Einhaltung der Regeln zu achten.

Gute Gründe, das Haus zu verlassen, hatten auch eine Frau und ein Mann nicht, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Diedorf von der Polizei aus Zusmarshausen kontrolliert wurden, wie die Polizei mitteilt. So gab die Frau an, ihren Wagen aus der Werkstatt abgeholt zu haben. Der Mann sagte, er habe seine Freundin nach Hause gebracht.

Anderen helfen oder mit dem Hund raus: Das geht trotz Ausgangssperre

Beides sind laut Polizei keine triftigen Gründe, um nach 21 Uhr die Wohnung zu verlassen. Die lägen vor, wenn etwa eine Runde mit dem Hund gedreht werden muss, wenn man aus beruflichen Gründen unterwegs ist oder Personen geholfen hat, die darauf angewiesen sind, wie älteren oder behinderten Verwandten. Nun werden wegen Ordnungswidrigkeiten Anzeigen gegen die Betroffenen erstattet.

In Gersthofen muss auch auf einigen Straßenzügen eine Maske getragen werden.
Bild: Roberto Pfeil/dpa/Symbolbild

Doch nicht immer sind die Kontrolleure der Regeln auch die, die sie zu sein vorgeben. Haben in Untermeitingen Unbekannte die Corona-Lage genutzt, um abzukassieren? Bürgermeister Simon Schropp jedenfalls ist über mehrere Kanäle zu Ohren gekommen, dass angeblich im Bereich der Untermeitinger Supermarktparkplätze das gemeindliche Ordnungsamt bei Verstößen gegen die Maskenpflicht Bußgelder in Höhe von 250 Euro in bar abkassiert haben soll.

Tipp: Immer den Ausweis von Kontrolleuren zeigen lassen

Wer dahintersteckt, war am Wochenende unklar. Sicher ist aber, dass es sich nicht um die zwei Teilzeit-Mitarbeiterinnen des Untermeitinger Ordnungsamts gehandelt haben kann. Die beiden Frauen hätten anderes zu tun, stellte Schropp klar. Das örtliche Ordnungsamt nehme definitiv keine derartigen Kontrollen vor.

Grundsätzlich gelte, dass man sich den Dienstausweis zeigen lassen solle. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden in Bayern tatsächlich mit Bußgeldern von 250 Euro belegt.

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