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Landkreis Augsburg

11.09.2019

Das Augsburger Land hat die meisten E-Autos in ganz Schwaben

In Zusmarshausen entsteht eine große Stromtankstelle. 
Bild: Marcus Merk

Die Zulassungszahlen im Augsburger Land haben sich in zwei Jahren verdoppelt. Dennoch bleiben die Elektroautos im Landkreis ein Nischenprodukt.

Es tut sich was auf Baustelle für die weltweit größte Stromtankstelle. Das Sortimo-Pojekt in Zusmarshausen geht voran und im Landkreis nehmen immer mehr Elektrofahrzeuge Fahrt auf. 475 sind derzeit im Landkreis Augsburg zugelassen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch Ende 2016. Auch die Lademöglichkeiten wurden in den letzten Jahren deutlich ausgebaut: Mittlerweile betreiben die Lechwerke (LEW) im Landkreis 27 Ladestationen in 18 Kommunen. Da an den Stationen jeweils zwei E-Autos parallel geladen werden können, entspricht das 54 Ladepunkten. Auch die Ladevorgänge nahmen in den letzten Jahren deutlich zu: Während die Lechwerke an ihren Ladepunkten im gesamten Jahr 2016 noch rund 17600 Ladevorgänge verzeichneten, sind es in diesem Jahr bereits 39500. 

Insgesamt sind in Bayerisch-Schwaben derzeit rund 3000 Elektroautos zugelassen. Ende 2016 waren es noch rund 1.240. Die Zahlen stammen aus einer eigenen Erhebung, für die LEW bei den Landkreisen und kreisfreien Städten angefragt hat. Die meisten E-Autos innerhalb Bayerisch-Schwabens waren Mitte des Jahres im Landkreis Augsburg zugelassen. Die Zulassungszahlen stiegen dort in den vergangenen Jahren kontinuierlich an: Ende 2015 war es erst 152 Elektroautos.

Stromfahrzeuge sind nach wie vor die Ausnahme

„Die Zahlen zeigen: Die Elektromobilität in unserer Region nimmt richtig an Fahrt auf. Die Ladevorgänge nehmen zu, die Zulassungszahlen steigen und neue, reichweitenstarke Elektroautos kommen auf den Markt“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. Nach eigenen Angaben ist der Stromversorger der größte Betreiber von öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region.

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Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren führen die Stromfahrzeuge im Landkreis allerdings nach wie vor ein Nischendasein. Das ist in der Bestandsanalyse für 2019 nachzulesen, die das Kraftfahrt-Bundesamt kürzlich veröffentlicht hat. Danach ist die absolute Zahl der „Verbrenner“ unter den Autos stärker gestiegen als bei den Stromern. Diese haben wegen der geringen Ausgangszahl hohe prozentuale Zuwächse.

Die Zunahme von 51398 auf nunmehr 51618 Diesel entspricht einer Steigerung von 0,43 Prozent. Noch stärker gefragt sind die Benziner, von denen mehr als 110000 im Landkreis zugelassen sind. Das Plus von 2859 Fahrzeugen entspricht einer Zunahme von 2,73 Prozent. Der Gesamtbestand im Kreis wuchs um 3520 Autos.

Und wie geht es weiter? Wie Bosch-Chef Volkmar Denner jetzt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte, setzt die deutsche Autobranche für die Zukunft auf einen Mix. Den Prognosen des großen Automobilzulieferers zufolge wird im Jahr 2030 ein Viertel der neu zu gelassenen Autos batterielektrisch betrieben. Drei Viertel werden weiter einen Verbrennungsmotor unter der Haube haben. (AL/cf)

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