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Gersthofen

31.01.2019

Das neue Wahrzeichen von Gersthofen soll den Kuka-Turm überragen

So soll der Glass Tower der Firma Roschmann im Westen von Gershtofen einmal aussehen. 
Bild: Wunderle+Kögl Architekten

Plus Derzeit entsteht im Westen der Stadt Gersthofen der "Glass Tower" der Firma Roschmann. Er ist höher als der Kuka-Turm.

Die Tage des ehemaligen Kuka-Towers im Gersthofer Hery-Park als höchstes Gebäude der Stadt sind gezählt: Derzeit entsteht im westlichen Industriegebiet der Stadt (Baugebiet „Ihle“) ein „Glass Tower“. Er ist mit elf Stockwerken sogar um eine Etage höher als der kilometerweit sichtbare Turm aus dem Jahr 2003.

Bauherr des Hochhauses ist die Roschmann Group. „Da die Mitarbeiterzahl bei der Roschmann Group stetig steigt, ist der Neubau nur die logische Konsequenz aus dem beständigen Wachstum des Unternehmens“, sagt Marketing-Leiterin Carolin Roschmann. Die Investitionssumme des Neubaus beläuft sich Carolin Roschmann zufolge auf rund 20 Millionen Euro.

Fassade und Innenwände des Turms bestehen aus Glas

Geplant wurde das Gebäude von Wunderle + Kögl Architekten. Mit einer Fassade aus Glas und ebenfalls aus Glas bestehenden Innenwänden soll der neue Turm ein Hingucker werden, der sicher nicht nur den auf der benachbarten A8 vorbei Fahrenden auffallen wird. Und man sitzt ja gleichsam an der Quelle: „Das Glas des Towers stammt aus unserer Fertigung“, sagt Carolin Roschmann.

Die Firma Roschmann Konstruktionen aus Stahl und Glas GmbH wird in den Neubau umziehen. Auch das Büro, das das Engagement des Unternehmens in Amerika koordiniert und bearbeitet, zieht in den neuen Turm.

Der alte Standort bleibt aber nach wie vor bestehen. „Die Firma Roschmann Glas GmbH mit der gesamten Isolierglasproduktion wird am aktuellen Standort in der Dieselstraße im Gewerbegebiet Nord-West verbleiben und sich dort entsprechend entfalten.“ Es werde so der „Grundstein für weiteres Wachstum“ in Gersthofen gelegt, betont die Marketingleiterin.

Die Büroflächen werden vervierfacht

Auf dem neuen Grundstück in der Daimlerstraße werden sowohl neue Produktionshallen von insgesamt circa 10.000 Quadratmetern sowie daran anschließend ein elfstöckiges Bürogebäude mit circa 5000 Quadratmetern Fläche geschaffen. Die Büroflächen werden im Vergleich zum aktuellen Standort vervierfacht. Fertigstellung und Umzug sind für Ende 2019 beziehungsweise Anfang 2020 geplant. Von der dann zur Verfügung stehenden Gesamtfläche sollen noch rund 1100 Quadratmeter Produktionsfläche, unterteilt in maximal vier Hallen mit einer Fläche zwischen 288 und 432 Quadratmeter vermietet werden. Ebenso werden in den obersten drei Stockwerken des Turms noch 1200 Quadratmeter Büroflächen vermietet. Im Erdgeschoss ist zudem eine Gastronomie mit einer Dachterrasse im ersten Obergeschoss vorgesehen.

Der „ältere Bruder“ des Glass Towers – der Kuka-Turm, zu dem der Glass Tower durchaus Beziehung aufnimmt, wie Bürgermeister Michael Wörle betont – hat in den vergangenen Jahren eine wechselhafte Geschichte gehabt: Erbaut 2003 als Sitz des Schulungszentrums für des großen Roboterherstellers, wurde das Gebäude im Jahr 2016 verkauft, nachdem sich die Firma Kuka wieder zum Hauptsitz nach Augsburg-Lechhausen zurückgezogen hatte. Die Solidas Immobilien und Grundbesitz GmbH erwarb das Gebäude und richtete auch ihre Zentrale inzwischen darin ein.

Die neuen Mieter im Kuka-Turm

Rund 8700 Quadratmeter auf bis zu zehn Stockwerken im Turm, drei Stockwerken im Mittelbau sowie sechs im zweiten Flügel umfasst das Objekt. In der Tiefgarage gibt’s 73 Stellplätze, weitere 85 liegen oberirdisch an der dem Hery-Park zugewandten Seite des 6150 Quadratmeter großen Grundstücks. Mieterin im Kuka-Turm ist unter anderem die SDK-Versicherung mit Angeboten von privaten Krankenversicherungen bis hin zu Lösungen für Unternehmen. Weiter bietet dort die SportBrain Entertainment GmbH mit ihrer Augsburger Agentur Social-Mediaberatungen, Websites und Werbestrategien. Die SportBrain Agentur hat unter anderem ein 360-Grad-Video über die Arbeit hinter den Kulissen der Augsburger Allgemeinen produziert.

Eingezogen ist ebenfalls der Software-Dienstleister Wogra Consulting GmbH aus Augsburg – spezialisiert auf Digitalisierung, Softwaremodernisierung und die Optimierung von Geschäftsprozessen. In der ehemaligen Kantine des Kuka-Turms bringt seit Herbst 2018 das Sushi-Restaurant Watami japanisches Flair nach Gersthofen (wir berichteten).

Welche Auswirkungen das neue Hochhaus auf die Autofahrer haben könnte, lesen Sie in unserer Glosse: Das neue Wahrzeichen

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