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Kulturtage

13.10.2017

Der Clou sind die Doppelbilder

Hingucker in der Ausstellung „Acrylplus“ sind Doppelbilder: Bildträger sind Leinwand und Acrylglas, die in einigen Zentimetern Abstand montiert sind.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Kursteilnehmer der Künstlerin Edith Gruber zeigen außergewöhnliche Arbeiten zum Thema Acryl in Diedorf

Kunstausstellungen in Rathäusern haben drei verschiedene Vorteile zu bieten. Zum einen werden die Gänge und Treppenhäuser durch abwechslungsreiche Kunstwerke aufgewertet, zum anderen bieten sie für die ausstellenden Künstler eine Plattform. Drittens wird den Besuchern die Möglichkeit gegeben, sich über die Arbeiten regionaler Künstler zu informieren. Die Treppenhausausstellung im Rathaus Diedorf erfüllt noch ein viertes Kriterium: Sie bereichert die derzeit laufenden Kulturtage.

Den unterschiedlichen Möglichkeiten der Acrylmalerei haben sich die Teilnehmer der Kunstkurse von Edith Gruber der Vhs Augsburger Land gewidmet. Dabei kombinierten sie Materialien mit kontrastreichen Techniken. „Schicht für Schicht entstehen dabei überraschende Form- und Farbwelten, spannungsreiche Kompositionen, Bilder mit Tiefe, Raum und Dichte“, erklärte die Kursleiterin. Dabei orientierten sich die Hobbykünstler an Arbeiten prägender Künstler.

Als Highlight der Ausstellung machte die Kursleitung auf die neuen „Doppelbilder“ aufmerksam. Bildträger Leinwand und Acrylglas sind dabei in etwa sechs bis sieben Zentimetern Abstand zueinander montiert. Damit wird eine Bildtiefe suggeriert, die durch Malerei allein nicht zu erreichen ist und Effekte bietet.

Von Kreativität und Können erzählen auch die 120 Zentimeter großen Figuren auf Leinwand, welche in einem ganz besonderen Verfahren hergestellt wurden.

„Da die Bilder bereits einige Tage vor der Vernissage im Rathaus hingen, haben die Mitarbeiter des Rathauses die Werke bereits begutachtet“, erklärte Bürgermeister Peter Högg. Er selbst habe beim Erklimmen der Treppen den Eindruck gehabt, es wartete bereits jemand auf ihn vor seinem Büro, meinte er launig. Er freute sich besonders, dass diese Ausstellung die Diedorfer Kulturtage begleitet und darüber hinaus noch bis zum Jahresende zu sehen sein wird. „Es sind tolle Bilder, lassen Sie sie auf sich wirken“, machte er Lust auf einen kleinen Rundgang. Wenn auch anfangs immer beim Hängen das totale Chaos herrsche, so entstehe nach dem Aussortieren und Zuordnen der Bilder doch immer wieder eine gute Ausstellung, zeigte sich Edith Gruber zufrieden. In ihren Kursen nehmen sich die Teilnehmer stets große, bekannte Maler zum Vorbild wie Gerhard Richter oder Peter Casagrande.

Jedes Semester steht unter einem neuen Thema und einer neuen Technik. Für die fast lebensgroßen Figuren habe man sich Anregungen in Zeitschriften und Modehefte geholt. In einem Workshop in Violau, bei dem die Hobbykünstler mit Materialien wie Zement, Gips, Sand, Asche und Fliesenkleber arbeiteten, sind die Strukturbilder entstanden, die letztendlich weit wegführen von den grauen Bauutensilien, hin zu hellen sensiblen Kunstwerken.

Die Hobbykünstlergruppe um Edith Gruber ist in den Rathäusern der Region aber auch Institutionen wie dem Notburgaheim oder dem Klinikum-Süd ein willkommener Gast für Ausstellungen. „Im Klinikum-Süd beäugte sogar vor Eröffnung der Ausstellung eine kritische Jury die Bilder“, erzählte sie.

Letztendlich war diese aber sehr zufrieden mit dem, was sie sah, so- dass eine weitere Ausstellung dort im nächsten Jahr stattfinden wird. „Wir sind also auf dem richtigen Weg“, freuten sich Edith Gruber.

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