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Stadtbergen

17.11.2017

Der Ortskern darf nicht abgehängt werden

Reiter und Rossmann in Stadtbergen haben geschlossen. Die SPD macht sich Sorgen um das Gewerbe in der Stadt.

Wie Stadtbergen wieder mehr Geschäftsleute anziehen soll und welche Rolle dabei der Verkehr in der Bismarckstraße spielt.

Nach dem Drogeriemarkt Rossmann hat auch die Metzgerei Reiter eine Filiale in der Stadt geschlossen: Die SPD Stadtbergen fürchtet nun, dass der Ortskern an Attraktivität verliert. Um gegenzusteuern, fordert sie deshalb eine Attraktivitätssteigerung der Bismarckstraße. Bereits in der Vergangenheit hätten dort Geschäfte geschlossen, die Stadtberger mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgten. Auch mehrere Zeitschriftenläden und Schreibwarengeschäfte haben aufgegeben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Mair schlägt vor, mit den Gewerbetreibenden das Gespräch zu suchen. Dort sollte die städtebauliche Entwicklung diskutiert werden. Das Ziel: Unternehmer finden, die sich im kleinteiligen Bereich engagieren. Eine über dem Durchschnitt ältere Generation wohne in diesem Bereich. „Dort gibt es die Möglichkeit, sich als erfolgreicher und wertiger Einzelhandelsstandort zu positionieren, obgleich an den Stadtgrenzen eine hohe Konkurrenz vorhanden ist“, ist Mair sicher.

Im Bereich der Bismarckstraße und die Bauernstraße seien nach einer Untersuchung eines Planungsbüros über 4000 Menschen zu erreichen, die sich im näheren Umfeld mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgen. „Vor allem die älteren Menschen benötigen die Versorgung vor Ort, unsere Vorschläge zu einer besseren Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr in das Gewerbegebiet und eines Discounters am Nestackerweg wurden in der Vergangenheit abgewiesen“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dieter Häckl. In Gesprächen mit den Menschen sei immer wieder auch der Wunsch geäußert worden, dass dort eine Kneipe oder ein Café zum Verweilen fehlt, sagt Yousri Bribech.

Der stellvertretende Vorsitzende sieht die Gefahr, dass Teile der Gesellschaft abgehängt werden. Er schlägt vor, die verkehrliche Situation dort zu untersuchen. Autofahrer müssen sich mit den Radfahrern eine Fahrbahn teilen, das Einparken im Zusammenhang mit der Straßenbahn und anderen Verkehrsteilnehmer verursache gefährliche Situationen. Die SPD schlägt vor, dass Bürgermeister Paul Metz (CSU) zielorientiert das jährliche Unternehmertreffen nutzt, um im Gespräch eine Steigerung der Attraktivität zu diskutieren. Das städtebauliche Gutachten sei eine gute Grundlage dafür, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Fromm. (AL, mcz)

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