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Geschichte

22.07.2019

Der Schwarze Vere soll zwei Gemeinden verbinden

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Eine Tafel mit dem Wahlspruch des Schwarzen Vere übergab Silvia Kugelmann an Ekkehard Stettner.

In Riedhausen wird das Freilichttheater-Stück gefeiert. Aus Rommelsried kommen besondere Geschenke

Ein kleines Dorf macht großes Theater: Es war ein fulminantes Spektakel, das die über 200 Mitwirkenden der Theatergruppe Riedhausen auf die Beine gestellt hatten. Unter freiem Himmel spielten sie mitten in der Gemeinde im Nordwesten des Landkreises Ravensburg das Leben des Räuberhauptmanns Franz Xaver Hohenleiter nach. Er wurde nachweislich in Rommelsried geboren und in Riedhausen mit seiner Bande gefangen genommen. In Biberbach an der Riß schmachtete er dann in einem Turm, wo ihn vor fast genau 200 Jahren der Blitz traf und richtete. An die besondere historische Beziehung zwischen Rommelsried und Riedhausen sollen in Zukunft eine Tafel und ein Baum erinnern. Bürgermeisterin Silvia Kugelmann übergab bei einem Empfang mit Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf eine Tafel, die die Entfernung von 164 Kilometern zwischen den Gemeinden zeigt. Sie hatte der Schwarze Vere zurückgelegt, ehe er im Raum Riedhausen sein Unwesen trieb. Die Tafel erhält einen festen Platz im Rathaus.

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Es gab noch weitere Gastgeschenke, die Kugelmann am Sonntagabend mit vielen Interessierten aus Rommelsried übergab: Ein junges Bäumchen mit dem Namen „Sieben Söhne des Himmels“, der im Herbst blühen soll und sieben bis acht Meter hoch wird. Dazu gab’s Rommelsrieder Erde – ganz symbolisch kann der Baum so auch im Heimatboden des Schwarzen Vere Wurzeln schlagen. Kugelmann brachte außerdem einen alten Mehlsack mit – in so einem hätte auch der Räuberhauptmann seine Beute transportieren können. Einen Räuber-Holzstock aus Rommelsried hatten die Laienschauspieler bereits erhalten. Kugelmann hofft, dass nach dem Freilichttheaterbesuch am Wochenende (und nicht wie irrtümlich berichtet schon vor einer Woche) weitere Bande zwischen den beiden Gemeinde geknüpft werden.

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