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Instrumente

16.11.2017

Deshalb stimmt Welden in den Chor mit ein

Die Musikschule Holzwinkel und Altenmünster nimmt weiter Form an: Die Markträte stimmen zu

Die Musikschule Holzwinkel und Altenmünster hat einen weiteren Befürworter: Der Weldener Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung klar für die gemeinschaftliche Einrichtung ausgesprochen. Bürgermeister Peter Bergmeir ( SPD) sagt: „Eine Musikschule kann nur im Verbund der Gemeinden entstehen – einzeln sind wir zu schwach.“ Beraten wird derzeit nicht nur in Welden, sondern auch in Adelsried, Bonstetten, Emersacker und Heretsried. Altenmünster hat schon zugestimmt.

Kinder und Erwachsene sollen in der neuen Musikschule nicht nur Blasinstrumente, sondern zum Beispiel auch Klavier oder Geige von pädagogischem Fachpersonal lernen. „Sowohl den Bürgern als auch für die Mitglieder der Musikvereine ist es ein großes Anliegen, auch andere Instrumente zu lernen“, erklärt der Bürgermeister.

Wie Bergmeir versichert, stünden der Musikverein Reutern und die Harmoniemusik Welden hinter dem Projekt. Lediglich die Musikvereinigung Welden habe signalisiert, dass sie nicht interessiert sei. „Das ist auch nachvollziehbar, denn aus dessen Sicht ist das mit ihrer guten Jugendarbeit nicht notwendig“, sagt der Bürgermeister. Erfreulich sei es, dass sich der Vorsitzende der Musikvereinigung, Stefan Weishaupt, dennoch in den Vorstand der neuen Schule wählen lassen würde. Für Rätin Jasmin Berchtold (CSU) ein positives Signal: „Das zeigt doch, dass es keine Konkurrenz zwischen unseren Vereinen und der neuen Musikschule geben wird.“ Das sieht auch Michael Abold (SPD) so: „Wir sprechen ja von einem zusätzlichen Angebot an die Interessierten.“

Dass die Lehrer ihren Unterricht nach Bedarf in den verschiedenen Orten abhalten, findet Waltraud Pfenning (SPD) gut: „Wer nichts vor Ort hatte und extra beispielsweise nach Augsburg fahren musste, um sein Instrument zu lernen, für den ist es eine wahre Bereicherung.“

Wie viel Aufwand im Schnitt auf Welden zukommt, hat der Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen ausgerechnet. „Knapp 45 Stunden in der Woche ist die Empfehlung“, erklärt Bergmeir in der Sitzung. Losgehen soll der Unterricht ab dem 1. September 2018. Die Gründung des privatrechtlichen Vereins soll schon zum 1. Januar hin geschehen. „Je nach Engagement des Schulleiters sowie des ehrenamtlichen Vorstands ist nämlich ein Vorlauf von bis zu drei Monaten notwendig.“ Einen Vorschlag für den Vorstand gibt es bereits. Florian Maier (MV Altenmünster) soll Vorsitzender, Weldens Rätin Jasmin Berchtold die Stellvertreterin werden. Bis es zur Wahl kommt, steht allerdings noch einiges bevor. Erst müssen die sechs Gemeinderäte zustimmen. Bisher mit dabei ist Altenmünster. Und nun auch Welden: Mit einer Gegenstimme hat sich der Rat für eine weitere Planung der Musikschule entschieden.

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