Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Die Enge hat endlich ein Ende

Stadtbergen

09.07.2010

Die Enge hat endlich ein Ende

Die Kinder sangen und bedankten sich für die neuen Räume im Stadtberger Elias-Holl-Kindergarten. Foto: Mirela Delic
Bild: Mirela Delic

"Wer will fleißige Handwerker sehn?", hieß es in dem Lied, welches die Kinder zur Eröffnung des neuen Anbaus ihres Kindergartens in der Elias-Holl-Straße vortrugen. Aber das war noch nicht alles.

"Wer will fleißige Handwerker sehn?", hieß es in dem Lied, welches die Kinder zur Eröffnung des neuen Anbaus ihres Kindergartens in der Elias-Holl-Straße vortrugen. Stadtbergens Bürgermeister Ludwig Fink und seine Stellvertreter Paulus Metz und Paul Reisbacher kamen, um den neuen Teil des Gebäudes feierlich einzuweihen.

Die neuen Räume kosteten die Stadt Stadtbergen 80 000 Euro. Gleichzeitig wurde der gesamte Kindergarten für 108 000 Euro durch eine neue Wärmeisolierung energetisch saniert. Der Anbau wurde wegen der großen Raumnot im Kindergarten notwendig.

Nun stehen weitere 43 Quadratmeter "für die individuelle Förderung der Kinder zur Verfügung", erklärte Fink. Der Kindergarten wurde 1976 in Betrieb genommen und ist einer von sieben in Stadtbergen. "Jetzt kann unser ältester Kindergarten in schönstem Licht erstrahlen", betont Fink.

Die Enge hat endlich ein Ende

"Der Anbau ist sehr wichtig", meint auch Barbara Prusinovsky, Leiterin des Kindergartens. "Die Räume ermöglichen es uns, in Kleingruppen gezielt zu arbeiten." Das wäre nun entweder altersstrukturiert oder nach dem individuellem Entwicklungsstand der Kinder möglich. Auch würde sich durch mehr Platz die Situation beim Mittagessen deutlich entspannen. Für die Kinder sei der Bau der neuen Räume auch etwas Besonderes gewesen. "Es waren viele Handwerker da. Für die Kinder war das sehr spannend", erzählt die Leiterin.

Fink war der Anbau ein persönliches Anliegen: Stadtbergen habe zahlreiche Familien mit Kindern mit erhöhtem Förderbedarf, viele davon mit Migrationshintergrund. "In diesen Räumen wird nun die Einzelförderung von Kindern im sprachlichen und sozialen Bereich stattfinden."

Doch der Anbau ist nicht die einzige Renovierung, über die sich die Kinder freuen dürfen. Nach den Sommerferien soll der Bau einer neuen Fahrzeugrennstrecke begonnen werden, da die Alte dem Umbau weichen musste. Auch der Rasen soll neu gesät, und neues Gartenspielgerät angeschafft werden.

Zug ist nicht aufzuhalten

Die Planung des Baus sei nicht schwierig gewesen, sagt Fink. Zuerst gab es noch die Überlegung, den Kindergarten um eine fünfte Kinderkrippe in Stadtbergen zu erweitern. Aber jetzt beginne die konkrete Planung für einen Bau zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt, um in ihren Gebäuden eine Kindertagesstätte anzusiedeln. Dort sei auch ein Mehrzweckraum für die individuelle Förderung der Kinder geplant. Die Kosten sollen sich auf über eine Million Euro belaufen. Für Fink sei es besonders wichtig eine Betreuung der "Kleinsten" zu ermöglichen. "Der Zug in diese gesellschaftliche Richtung hat mit Volldampf Fahrt aufgenommen und niemand wird ihn aufhalten können." (mdc)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren