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05.10.2017

Die Kirchberghalle überragt alles

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Zur Eröffnung der Kirchberghalle war die VR-Bank noch Teil des Konzepts. Heute nutzt das Bayerische Rote Kreuz die Räumlichkeiten.
Bild: Steffi Brand

Für den Allmannshofer Bürgermeister Manfred Brummer ist es die letzte Amtszeit. Warum der Auszug der Bank ihn noch immer ärgert

Seine dritte und letzte Amtsperiode begann für Manfred Brummer, Bürgermeister von Allmannshofen, mit einer Großveranstaltung in der Kirchberghalle: Zur offiziellen Einweihung der Halle wurde auch die Kindertagesstätte präsentiert, die sich im selben Gebäude befindet. Auch sein größtes Ärgernis – der Auszug der VR-Bank – folgte am selben Ort. Der Rathauschef visiert für die Zeit bis April 2020 vor allem die Projekte an, die er ganz sicher umsetzen und fertigstellen kann. „Pünktlich zur Maifeier 2020 werde ich den Rathaus-Schlüssel dann übergeben“, verrät Brummer seine Zukunftspläne.

Was haben Sie in den letzten drei Jahren geschafft?

Das Kinderhaus am Kirchberg öffnete seine Tore bereits vor der offiziellen Einweihung der Kirchberghalle im Mai 2014. Seither gibt es regelmäßig ein buntes Veranstaltungsprogramm für Jung und Alt – in der Halle und drum herum.

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Das Baugebiet „Am Kirchsteig III“ wurde 2014 geplant, 2015 umgesetzt und 2016 bebaut. 15 Bauplätze standen dort zur Verfügung. Etwa ein Drittel davon ist an Bürger aus Allmannshofen verkauft worden. Auch die 19 Bauplätze im Baugebiet „Am Hartfeld“ sind bereits vergeben. Erst heuer wurde das Baugebiet erschlossen. Auch hier konnte etwa ein Drittel der Bauplätze an Bürger von Allmannshofen verkauft werden.

Da die Nachfrage nach Urnengräbern deutlich stieg, entschied die Gemeinde, für Urnengräber einen Platz auf dem Friedhof auszuweisen. Im Jahr 2016 wurde die Leichenhalle renoviert. Erst kürzlich wurde die Renovierung der Kirchenmauer und des Kirchenhofes fertiggestellt.

Die Lauschtour, die via Smartphone-App zu den unentdeckten Stellen der Klosteranlage Holzen führt, wurde bereits fertiggestellt. Der Holzenweg – ein 3,7 Kilometer langer Weg – soll in den nächsten Wochen fertig werden. Angelegt werden dabei nicht nur das Wegenetz, sondern unter anderem auch Geländer und Absturzsicherungen.

Das Kloster Holzen wird als Ort für Trauungen immer beliebter. Diese Entwicklung zeigt sich bereits seit 2012 und wird auch künftig eine Herausforderung bleiben, denn bei aktuell 60 Trauungen im Jahr ist das ein großer Zeitfaktor für Bürgermeister Brummer. Nur zu zweit – mit dem Zweiten Bürgermeister Markus Stettberger – sei es möglich, diese große Anzahl zu stemmen. Für Brummer zählt das Trauen von Ehepaaren allerdings zu den schönsten Aufgaben in seinem Job.

Was hat nicht so gut geklappt?

In puncto Mobilfunkverbindung gibt’s dringenden Verbesserungsbedarf im Ort, doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Die einzige Lösung, um den Empfang zu verbessern, wäre, eine eigene Station in den Ort zu bringen. „Idealerweise sollte diese in ein bestehendes Gebäude einziehen“, erklärt Brummer. Doch den passenden Ort zu finden gestaltet sich aktuell schwierig.

Die Tatsache, dass die VR-Bank noch bei der Einweihung ein Teil der Kirchberghalle war und dies inzwischen nicht mehr ist, sieht Brummer als „Niederlage“ an. Beim Verkauf des Geländes sei ein Nutzungsrecht bis 2024 vereinbart worden. Dennoch wurde der Schalter aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Dafür habe der Rathauschef durchaus Verständnis, doch dass nicht einmal der Bankautomat geblieben ist, das sieht er als persönliche Niederlage. „Man hätte über alles reden können“, erklärt der Rathauschef resigniert.

Ein Positives hatte der unschöne Rückzug der VR-Bank trotzdem: Allmannshofen hat seit Anfang April eine BRK-Beratungsstelle im Ort.

Was sind die größten Herausforderungen?

Aktuell befinden sich die Gemeinderäte in den Planungen zum Neubau des Bauhofes, der neben der Kläranlage entstehen soll. Geplant ist er mit Fahrzeugstellplätzen, Büro, Sozialraum, Dusche, Werkstatt und Maschinenlagerraum. Für heuer standen die Grundstücksverhandlungen an. Auch der Plan wurde ausgearbeitet. Nun muss das Verfahren noch genehmigt werden. Für das Frühjahr 2018 wünscht sich der Rathauschef den Baubeginn. Etwa 350000 Euro sind für das Projekt kalkuliert.

Zwei Maßnahmen der Straßeninstandsetzung sind noch in diesem Jahr geplant: Die 900 Meter lange Straße entlang der Außenmauer von Gut Schwaighof über Hahnenweiler bis nach Kloster Holzen soll neu asphaltiert werden. Laut Plan soll dies in den nächsten drei Wochen passieren. Auch auf der Waldstraße soll eine neue Verschleißschicht aufgebracht werden. Zeitplan: „Hoffentlich noch heuer“, erklärt Brummer.

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist für die Jahre 2018/2019 geplant. Die Idee ist, Glasfaser und Gas direkt ins Haus zu verlegen. Abhängig ist die Umsetzung von einer entsprechenden Förderung.

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