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Umwelt

10.04.2019

Ein Jubiläum, das es nicht geben sollte

Eine im wahrsten Sinne des Wortes saubere Truppe: Wenn die Helfer von der Wasserwacht und vom Kleingartenverein fertig sind, kann der Frühling kommen. Und auch die Kleinsten sind mit Begeisterung dabei.
Bild: Sonja Diller

Seit 50 Jahren macht die Wasserwacht in Langweid sauber. Was alles gefunden wird

Seit 50 Jahren macht die heimische Ortsgruppe der Wasserwacht in Langweid sauber. Seit zehn Jahren sind auch Vertreter des Kleingartenvereins Oberfeld mit dabei, wenn es wieder heißt: Ramadama, damit der Frühling nicht den achtlos weggeworfenen Müll überwuchern muss.

Auch im Jubiläumsjahr schwächelte die Truppe nicht und füllte nach stundenlanger Arbeit einen ganzen Container mit Restmüll. Papier und Glas wurden sorgfältig aussortiert und entsprechend entsorgt.

Bevor der Erfolg bei einem gemeinsamen Mittagessen auf Einladung der Gemeinde gefeiert werden konnte, mussten die 33 Helfer, die zum Müll-Einsammeln angetreten waren, ordentlich ran. Heute sind es nicht mehr die kompletten Haushaltsauflösungen oder Reifenlager, die früher schon mal aus dem Wald geschleppt wurden. Auch ein ganzes Auto wurde schon gefunden.

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Dafür liegen nun unzählige Plastikteile, Flaschen, Zigarettenkippen und Papier am Straßenrand und in Waldstücken. Die müssen mühsam aufgepickt und in großen Müllsäcken zum Wertstoffhof transportiert werden, berichtete Wasserwacht-Chefin Christel Meier vom Kampf gegen die Hinterlassenschaften der Dreckspatzen.

Besonders fleißig beim Aufräumen war auch in diesem Jahr wieder der Wasserwacht-Nachwuchs, freute sich Meier über das Engagement. „Warum schmeißen denn die Leute so viel weg?“, fragen sich die Kinder oft und schütteln den Kopf über so viel Unvernunft.

Doch nicht nur an einem Samstag im Jahr sind die Mitglieder der Wasserwacht in Langweid am Müllsammeln. „Rund um die Wasserwachtstation am Lech sind wir laufend am Saubermachen“, fürchtet sich Christel Meier jetzt schon vor der Grillsaison. Dann geht es nämlich richtig zur Sache am Lech. Auf den Kiesbänken bleibt der Rest vom Freizeitspaß einfach liegen oder die Mülltüten werden einfach in die Bäume und Sträucher gehängt.

Zwar grundsätzlich lobenswert sei auch die Sammelaktion einer Familie, die aber den eingesammelten Müll am Ende an der Wachstation abgeladen hat. Dabei war ein Zettel, auf dem zu lesen war, dass ein Papa mit seinen Kindern fleißig gewesen sei. „Wir sind keine Müllsammelstation und müssen dann sehen, wie wir die Säcke wieder loswerden,“ appelliert Meier an die Vernunft aller Freiluftfans.

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