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Gersthofen

16.03.2017

Ein besonderer Hut macht mächtig Ärger

Was hecken die wohl nur aus, um an das Erbe zu kommen? Im Schwank „Da Roagaspitz“ spielen (von links) Lukas Kiermeyr, Walter Wagner, Peter Eder, Julian Poppe und Wolfgang Schwarzer.
Bild: Heidi Pfister, Gersthofen

 Amateurtheater präsentiert weiteres Stück von Peter Landstorfer. Bald ist Premiere. 

Gersthofen Und wieder wird fleißig geprobt: Ein Klassiker von Peter Landstorfer feiert im Theater Gersthofen in der neuen Saison Premiere. „Da Roagaspitz“ ist zwar kein neues Stück des Münchner Stückeschreibers und Theater-Enthusiasten, zählt aber durchaus zu den Klassikern seiner Amateur-Theaterstücke.

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Peter Landstorfer ist in den letzten Jahren gewissermaßen zum „Hausautor“ des Theaters Gersthofen geworden. Alle Stücke, welche in den vergangenen Jahren gezeigt worden sind, stammen aus seiner Feder. „Es waren unter anderem „D’ Wahllumpen“ (2011), „Da Pfennigfuchser“ (2012), „Da kahle Krempling“ (2013), „Da Austragsschwindel“ (2014) „Da Leftutti“ (2015) und „Bixlmadam“ (2016). Die Akteure bringen also schon reichliche Erfahrung mit diesem Autor mit. Humorvoll, heiter, durchaus mit Anspruch und in verständlicher Mundart geschrieben, trifft Landstorfer mit seinen Stücken immer wieder den Geschmack des Publikums.

Oftmals ausverkauft

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Bei so manchen Aufführungen andernorts gab es des Öfteren ein ausverkauftes Haus. In Zusammenarbeit mit den „Bühnenfreunden Augsburg“ laufen die Proben zum „Roagaspitz“ bereits seit Januar. Es geht dabei um einen Trachtenhut mit Federschmuck („Roaga“ bedeutet Reiher), der bei schwierigen Erbschaftsauseinandersetzungen eine Rolle spielt.

Der reiche Mühllechner ist verstorben. Zwar hat sich bis zuletzt sein Pflegesohn Florian um ihn gekümmert, der erbt aber nur den Roagaspitz, während Mühle, Wald und Geld an die drei Neffen des Verstorbenen gehen. Der anfängliche Spott der Vettern aber verwandelt sich gar bald in Neid, da sich der Hut überraschenderweise als Glücksbringer entpuppt.

Ein umsichtiges Testament

So werden intensive Versuche gestartet, um an das trachtlerische Schmuckstück zu kommen. Am Ende bieten die drei Neidhammel Florian sogar ihre Erbteile zum Tausch an. Zum Schluss zeigt sich, dass der Mühllechner sein Testament sehr umsichtig abgefasst hatte.

Die Gersthofer Akteure tun sich auch für ihre neueste Produktion mit den Theaterfreunden Augsburg zusammen. Peter Eder, Spielleiter beim Theater Gersthofen, bestätigt, dass sich die seit Jahren gepflegte Zusammenarbeit zwischen den beiden Amateur-Theatergruppen bestens bewährt hat. „Eine Gruppe alleine würde sich wohl sehr schwertun, Amateurtheater auf dem gewohnt hohen Niveau anzubieten – der Erfolg gibt uns recht und ermuntert zu weiteren Bemühungen“, sagte Eder schon bei der Jahreshauptversammlung.

Zu sehen sein wird „Da Roagaspitz“ am Samstag, 22. April, um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 23. April, um 17 Uhr in der Stadthalle Gersthofen. (AL,lig)

Karten sind zum Preis von zwölf Euro im Vorverkauf erhältlich bei Schreibwaren Nettel, Finanzservice Lenz und Weinladen Lemberger in Gersthofen.

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