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Verkehr

14.11.2017

Ein gefährliches Eck – besonders für Kinder

Der Gemeinderat Emersacker diskutiert, wie er eine Gefahrenstelle entschärfen kann. Keine Mehrheit für Spiegel

Über einen Verkehrsspiegel im Wohngebiet Am Johannisfeld hat der Gemeinderat Emersacker in der jüngsten Sitzung diskutiert. Bürgermeister Müller zeigte anhand von Fotos die betroffene Straßenstelle, wo es eine 90-Grad-Kurve gibt und die Sicht durch Hecke und Sichtschutzmatten des Grundstückseigentümers eingeschränkt ist. Müller erklärte, dass die Straßenführung damals so geplant wurde, um schnelles Fahren in dem Wohngebiet zu unterbinden. Anwohner sehen in dieser Kurve allerdings eine Gefahrenstelle – insbesondere für Kinder.

Der Bürgermeister erklärte, dass es eine Ortsbegehung mit der Polizei gegeben habe. Diese habe abgeraten, einen Verkehrsspiegel anzubringen, denn dieser gaukle Sicherheit vor, die tatsächlich aber nicht bestehe. Personen erschienen in dem Spiegel näher oder ferner als man denkt. Zudem müsse der Spiegel von der Gemeinde unterhalten werden. Rechtlich gebe es keine Verpflichtung, dass so ein Spiegel aufgestellt werden müsse.

Gemeinderat Rudolf Roßmann erkundigte sich nach der Haftung der Gemeinde, wenn der Spiegel beispielsweise zugefroren sei. Müller erklärte, hierzu habe sich die Polizei nicht konkret geäußert. Er selbst gehe davon aus, dass sich die Verkehrsteilnehmer dann so zu verhalten hätten wie ohne Spiegel.

Hinzu kam die Überlegung, die Straße als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen, in dem es Gleichberechtigung unter allen Verkehrsteilnehmern gebe und als maximale Geschwindigkeit nur sieben Stundenkilometer erlaubt seien. Die anwesenden Anwohner sahen hierin keine Lösung.

Mit 2:10 Stimmen sprach sich der Gemeinderat schließlich gegen einen solchen Verkehrsspiegel aus. Es soll aber Kontakt zu dem Grundstückseigentümer an der Straßenecke gesucht werden, um zu besprechen wie die Situation verbessert werden kann.

Das waren weitere Themen der Sitzung:

Weil sich die Trockenbauarbeiten verzögert haben, sind immer noch nicht alle Bauarbeiten in der umgebauten Kinderkrippe fertiggestellt, berichtete Bürgermeister Müller. Im alten Gruppenraum werden noch Schallschutzelemente nachgerüstet. Die Kosten betragen etwa 4000 Euro. Die offizielle Einweihung mit kirchlichem Segen ist für den 21. Januar geplant. Andreas Ehinger erkundigte sich nach der Kostenentwicklung. Müller teilte mit, dass es keine Kostenerhöhungen gebe.

Müller erklärte, dass zur Bearbeitung des Bauantrages noch eine klare Beschreibung der angedachten Umbaumaßnahmen für den Denkmalschutz erforderlich sind. Dies werde derzeit bearbeitet. Er gehe davon aus, dass demnächst die Baugenehmigung erteilt werde.

Bei der Abnahme des Saalgebäudes zur Gewährleistung wurde festgestellt, dass bei den Fenstern noch der letzte Anstrich fehlt. Dieser soll im Frühjahr nachgeholt werden. In der Arztpraxis dringt bei starkem Regen Wasser durch die Fenster ein. Hier sollen die Beschläge angepasst werden. Ferner fehlt immer noch der Brandschutznachweis. Weil der damalige Gutachter nicht mehr tätig ist, kümmert sich das Architekturbüro derzeit um die Angelegenheit.

Die offene Ganztagsschule besuchen in diesem Schuljahr 36 Kinder. In der freitags zusätzlich angebotenen Mittagsbetreuung sind zwölf Kinder.

Der Treppenaufgang vor dem Musikheim soll noch vor dem Winter fertiggestellt werden.

Es besteht die Möglichkeit, von einer Brauerei gebrauchte Festzeltgarnituren zum Preis von 35 Euro zu kaufen. Bürgermeister Müller erklärte, dass bis zu 30 Garnituren abgenommen werden sollen. (hes)

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