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Fußball

15.04.2015

Ein heißer Tanz

Sebastian Müller vom TSV Zusmarshausen (rechts) muss sich im Nachholspiel mit Cosmin Uilacan vom TSV Dinkelscherben auseinandersetzen.
Bild: Foto: Marcus Merk

Vor dem Nachholspiel zwischen Zusmarshausen und Dinkelscherben bemühen beide Trainer eine alte Fußballweisheit. 

Ein in mehrfacher Hinsicht brisantes Derby steigt heute Abend (Anpfiff 18.15 Uhr) auf der Zusmarshausener Sportanlage, wenn sich der TSV Zusmarshausen und der TSV Dinkelscherben zum Nachbarschaftsduell gegenüberstehen. Für beide Teams geht es darum, wichtige Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. In einem weiteren Nachholspiel kämpft zur gleichen Zeit der SV Cosmos Aystetten beim TSV Ziemetshausen um den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bezirksliga Nord.

TSV Zusmarshausen – TSV Dinkelscherben.Da lacht das Phrasenschwein! „Derbys haben eigene Gesetze“, sagt Michael Finkel. Und dabei ist dem Trainer des TSV Dinkelscherben egal, dass bei einem populären Fernseh-Fußballmagazin hierfür drei Euro fällig sind. Und auch sein Kollege Reinhard Brachert könnte sich mit dieser alten Fußballweisheit anfreunden. Er hat zwar die drei Niederlagen der Lila-Weißen zur Kenntnis genommen, „doch egal, wer spielt, der TSV Dinkelscherben ist immer in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen“. Sein TSV Zusmarshausen schwebt trotz zuletzt vier Punkten in Folge weiter in höchster Abstiegsgefahr. Mit 28 Punkten hat der Aufsteiger nur einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, deren drei sind es auf den ersten direkten Abstiegsrang. „Wir sind nicht weit weg von einander“, sagt Brachert und meint damit nicht nur die Entfernung, sondern auch die Qualität. Zuletzt hat er einen Aufwärtstrend festgestellt, den man nun weiter steigern will. „Egal, wie das Spiel ausgeht, wir wollen den hoffentlich vielen Zuschauern ein gutes Spiel zeigen.“

Zum Duell der Nachwuchs-Torjäger wird es nicht kommen. Dinkelscherbens Thomas Kubina, der ja in der kommenden Saison für den SC Ichenhausen aufläuft, hat sich im letzten Spiel gegen Bubesheim verletzt, Zusmarshausens Manuel Rosam hat nach einem Kurzurlaub Trainingsrückstand. Er wird aber zumindest auf der Bank sitzen. Somit hat Reinhard Brachert seinen Kader komplett.

Die Gäste aus dem knapp sieben Kilometer entfernten Dinkelscherben sind derzeit alles andere als vom Glück geküsst. Drei Niederlagen in Serie stehen zu Buche, darunter zuletzt eine bittere 1:2-Heimpleite gegen den SC Bubesheim. Immerhin präsentierten sich die Lila-Weißen am vergangenen Sonntag wieder von ihrer besseren Seite, auch Trainer Michael Finkel attestierte seiner Mannschaft eine „gute Leistung“, ehe die Bubesheimer kurz vor Schluss nach einer Notbremse von Fabian Röller noch zum Siegtreffer kamen. Der nach der Roten Karte gesperrte Abwehrmann ist jedoch nicht der Einzige, der den Kaiserberg-Kickern beim heutigen Schlagerspiel fehlen wird. Daniel Wiener wird auf seiner schon vor der Bekanntgabe des Nachholspiels geplanten Reise nach Porto weilen. Neben Kubina können auch Kapitän Michael Leutenmayr und Alexander Berchtenbreiter nicht mitwirken. „Ich bin dennoch kein Freund vom Jammern“, so Finkel, der vor allem Nachwuchsstürmer Dominik Mayrock gute Aussichten auf einen Einsatz bescheinigt.

Über die Wichtigkeit und Brisanz des Duells sind sich die Lila-Weißen derweil mehr als bewusst. Finkel: „Bei einer Niederlage sind wir so richtig im Abstiegskampf angekommen, bei einem Sieg könnten wir dagegen einen wichtigen Schritt machen.“ Über den Gegner und Rivalen aus Zusmarshausen spricht der 37-Jährige mit größtem Respekt: „Nicht nur in den Relegationsspielen, sondern auch letzte Woche beim Sieg in Untermaxfeld haben sie gezeigt, dass sie in wichtigen Spielen immer auf den Punkt da sind.“

TSV Ziemetshausen – SV Cosmos Aystetten. „Wir haben noch sieben Endspiele“, sagt Trainer Paolo Mavros, „da lauern noch jede Menge Fallstricke.“ Wie das aussehen kann, erlebten die Cosmonauten zuletzt gegen den Tabellenletzten Möttingen, der in letzter Minute noch zum 2:2-Ausgleich kam und dem SV zwei Punkte mopste. „Ärgerlich“, grollt Mavros, der bis heute nicht weiß, wie dieser „dumme Freistoß“ im Tor gelandet ist. Trotzdem hat der Aufsteiger die Bezirksliga im Sturm erobert. Seit sieben Spielen haben die Cosmonauten nicht mehr verloren. Mit einem Sieg in Ziemetshausen könnte man jetzt sogar zum Tabellenzweiten TSV Neusäß aufschließen. „Mund abwischen und weitermachen!“, hat Mavros von den Seinen gefordert. „Auswärts tun wir uns momentan etwas leichter“, will er die Aufgabe in Ziemetshausen jedoch keinesfalls unterschätzen.

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