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Feuer

10.08.2017

„Eine Aufmunterung nach diesem Schock“

Nachdem ihr Haus in Erlingen gebrannt hat und unbewohnbar wurde, erlebte die Familie Bauer eine Welle der Hilfsbereitschaft.
Bild: Peter Heider

Erlinger Familie erlebt nach Wohnhausbrand eine Welle der Hilfsbereitschaft

Eine Hilfsbereitschaft ohnegleichen hat Herbert Bauer aus Erlingen nach dem Brand seines Wohnhauses erlebt. Freunde, Nachbarn, sogar der Markt Meitingen haben ihre Hilfe angeboten. Der 60-Jährige ist ganz überwältigt von den vielen freundlichen Gesten und der Unterstützung. Dank der Helfer hat es auch nicht lange gedauert, bis er eine neue Wohnung fand und diese eingerichtet war.

Das Wohnhaus von Bauer war am Sonntag vor zwei Wochen in Flammen aufgegangen (wir berichteten). Seine 85-jährige Mutter hatte beim Essenmachen die Küche verlassen und als sie zurückkehrte, war schon alles voller Rauch. Herbert Bauer hat noch versucht das Feuer mit einer Decke zu löschen. Doch sein Einsatz kam zu spät, weil die Flammen bereits auf Gegenstände und die Raumverkleidung übergegriffen hatten. Kurze Zeit später stand auch der Dachstuhl in Flammen. Der 85-Jährigen, die mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gekommen war, geht es inzwischen wieder gut. „Es war doch keine Rauchvergiftung“, freut sich Herbert Bauer, der seine Mutter in kurzer Hose ins Krankenhaus begleiten musste, weil ihm nichts mehr zum Anziehen geblieben war. Dann ergoss sich eine so große Welle der Hilfsbereitschaft über die Familie Bauer, dass sein Freund Rudi Helfert, Marktgemeinderat und früherer Zweiter Bürgermeister von Meitingen, die Koordination übernahm. „So was habe ich noch nicht erlebt“, sagt auch Helfert, „eine Frau hat sogar ihre Wohnung angeboten und wollte derweil zu ihrer Mutter ziehen“.

Herbert Bauer, dessen Frau mit den beiden Töchtern zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise in Urlaub war, konnte dann mit seiner Familie in eine Wohnung ziehen, die sein Cousin kurzfristig zur Verfügung stellte. Viele Nachbarn aus der Sommerstraße, Freunde und Helfer griffen beherzt zu, um die Wohnung herzurichten, zu streichen und einzurichten. Ein Raumausstatter reinigte kostenlos den Teppich, eine Elektrofirma stellte ein Fahrzeug zur Verfügung, Leute boten ihre Wohnzimmereinrichtung an. „Die Hilfsbereitschaft war einfach toll und für mich eine Aufmunterung nach diesem Schock“, dankt Herbert Bauer allen Helfern. Im Meitinger Bürgerbrief war unterdessen ein Hilfsaufruf erschienen, der auf die Homepage vom Schützenverein Erlingen verwies, wo Bauer Mitglied ist. Der Schützenverein und der Markt Meitingen haben auch ein Verwahrgeldkonto für die Familie Bauer eingerichtet, wo Spenden eingingen. Auch im Meitinger Bauhof, wo Herbert Bauer arbeitet, wurde eine Spendenbox aufgestellt.

Wie es nun weitergeht, weiß Herbert Bauer noch nicht genau. Sein Haus wird gerade abgerissen und er selbst ist auch gerade erst dabei, das Geschehen zu verarbeiten.

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