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Jubiläum

04.11.2019

Eine Mahnung für die Bewahrung des Friedens

Der Großteil des Vorstands des Krieger- und Soldatenvereins Mödsihofen vor dem Kriegerdenkmal: (v.l.) Richard Wagner, Jürgen Kast, Peter Zimmermann, Michael Holl, Alfons Mairhörmann, Leo Schropp und Gerhard Hillenbrand.Foto: Alexandra Kast
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Der Großteil des Vorstands des Krieger- und Soldatenvereins Mödsihofen vor dem Kriegerdenkmal: (v.l.) Richard Wagner, Jürgen Kast, Peter Zimmermann, Michael Holl, Alfons Mairhörmann, Leo Schropp und Gerhard Hillenbrand.Foto: Alexandra Kast

Der Krieger- und Soldatenverein Ustersbach-Mödishofen feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einer vielfältigen Veranstaltungsreihe. Sie steht unter dem Motto „Erinnern, mahnen und lernen für den Frieden“

Viel vorgenommen hat sich der Krieger- und Soldatenverein Ustersbach-Mödishofen. Zu seinem 100. Gründungsjubiläum wartet er nicht nur mit einem Festakt auf. Der Verein bietet auch eine Veranstaltungsreihe mit Ausstellung, Dialogabend und Filmtag.

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„Wir setzen bewusst auf ein breites Rahmenprogramm, um sowohl auf unser Jubiläum als auch auf die Schrecken der Kriege aufmerksam zu machen“, sagt Vorsitzender Holl. Dabei spricht er die Präsentation „14/18 – mitten in Europa“ an. Die Ausstellung, die „die Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs und ihre Folgen für das 21. Jahrhundert“ (so der Untertitel) aufarbeitet, richtet sich an Bürger und Schulklassen. Bei der Ausstellungseröffnung kommen unter anderem die Kriegserlebnisse der Ustersbacher Josef Völk und Franz Xaver Wagner zu Gehör. Die Lesung basiert auf dem Werk „Wer weiß, ob wir uns wiedersehen“ von Johannes Schaffner.

Um die Ursachen des Ersten Weltkriegs und die Kriegsschuldfrage geht es beim Dialogabend mit Referent Sebastian Weilbach vom Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge unter dem Motto „Wie entsteht Krieg?“.

Eine Mahnung für die Bewahrung des Friedens

Abgeschlossen wird die Veranstaltungsreihe mit einem Filmtag in der Grundschule. Dort werden ausgewählte Antikriegsfilme gezeigt. Nach der Veranstaltungsreihe feiern die Mitglieder offiziell ihr Gründungsfest im Forum. Den Festgottesdienst zelebriert Dominik Loy.

Gegründet wurde der Krieger- und Soldatenverein Ustersbach-Mödishofen 1919 von Veteranen. Grundgedanke war, gefallene, vermisste und gestorbene Soldaten mit einem Denkmal zu ehren. Hauptinitiator war Gemeinderat Josef Müller. Im Frühjahr 1920 wurde mit dem Bau des Kriegerdenkmals auf dem Kirchberg begonnen. Die Nischen der Rückwand erhielten drei Marmorplatten mit den Namen der Soldaten der Jahre 1866 und 1870/71, der Gefallenen der Kriegsjahre 1914 bis 1918 sowie der Vermissten und Heimkehrer. Parallel dazu schafften die Mitglieder eine Fahne an.

Nach dem Tod von Josef Müller übernahm Anton Zott 1940 das Amt des Vorsitzenden. Doch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ruhte das Vereinsleben. Nach Kriegsende verboten die Alliierten die Kriegervereine. Erst 1951 konnte der Zusammenschluss wiederbelebt werden. Nun führte Georg Schweinberger die Geschicke des Vereins. Heute steht Michael Holl an der Spitze. Er übernahm 2018 von Karlheinz Böck den Führungsauftrag. Als Vize fungiert Peter Zimmermann. „Die unheimlich bitteren Erfahrungen der Kriegsjahre, Leib und Leben einzusetzen und zusammen die Schrecken und das Elend langer Kämpfe durch zu stehen, hielten die überlebenden Kameraden auch im Frieden zusammen“, fasst Bürgermeister Willi Reiter zusammen. Neue Mitglieder kamen hinzu, bewahrten das Andenken an die Gefallenen, forderten aber auch eindringlich einen Beitrag für den Erhalt des Friedens. Gerade die Gefallenen und die Opfer von Terroranschlägen dienen den Lebenden als ernste Mahnung zur Bewahrung des Friedens und der Freiheit, bilanziert Reiter. Insofern habe der Krieger- und Soldatenverein Ustersbach-Mödishofen auch heute noch seine Berechtigung und zudem eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

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