Newsticker
Bundes-Notbremse in Kraft – Inzidenz steigt
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Eine Mischung aus Schlitzohrigkeit und Turbulenz

Komödie

06.11.2019

Eine Mischung aus Schlitzohrigkeit und Turbulenz

Neuling Felix Glockner (links) spielt ein Schlitzohr, Florian Lehner den Bauern Paul. Beatrix Schmidt hat die meisten Texteinsätze zu absolvieren.
Foto: Siegfried P. Rupprecht

Endspurt bei den Proben der Theatergruppe der Fischacher Kolpingsfamilie: Am 16. November hebt sich der Vorhang zur Premiere von „Opa, es reicht!“ – einem spitzbübischen und turbulenten Schwank

Opa Karl ist gewieft, schlagfertig und immer für einen Streich aufgelegt. In die Rolle dieses Schlitzohrs schlüpft Adolf Geiger. Er ist nur einer der Mimen, die sich akribisch auf die Premiere des neuen Stücks der Theatergruppe der Fischacher Kolpingsfamilie im Pfarrheim vorbereitet. Auch die anderen acht Akteure sowie die vielen Helfer vor und hinter den Kulissen fiebern mittlerweile den insgesamt sechs Aufführungen der Komödie „Opa, es reicht!“ von Bernd Gumbold entgegen. Der Vorhang fällt am Samstag, 16. November.

Spielleiterin Martina Graßl ist optimistisch. „Alle ziehen an einem Strang“, sagt sie. „Wir haben für diesen Schwank die optimale Besetzung.“ Und so ist sie auch sicher, dass das Ensemble die komischen Szenen der Komödie kraftvoll und aussagestark zum Ausdruck bringt. Das Stück sei ein bunter Cocktail aus Schlitzohrigkeit und Turbulenz. Ein Kracher, der dem Publikum gefallen werde, ist sich Graßl sicher. „Im Mittelpunkt stehen Generationsprobleme, bei denen es mehr als nur menschelt.“

Dabei hat die Titelfigur nicht mal die meisten Bühneneinsätze. Die absolviert die Schwiegertocher und Bäuerin Magda, verkörpert von Beatrix Schmidt. Sie muss 139 Texteinsätze bewältigen, 53 mehr als ihr Gegenpart Opa Karl. „Ich spiele eine böse, gemeine und geldgierige Person mit energischen und zugleich derben Auftreten“, erzählt Schmidt über ihre Rolle. Diese Typisierung mache unheimlich Spaß. Seit rund vier Jahrzehnten steht sie auf den Bühnenbrettern. „Wir sind ein aufeinander eingespieltes Team.“

Die Rolle des „Opas“ ist Adolf Geiger auf den Leib geschneidert. „Ich identifiziere mich sehr mit dieser Rolle“, gesteht er. Der Typ stehe mitten im Leben, sei selbstbewusst und stelle seine Familie etwas auf die Probe. Schwierig sei für Geiger weniger der Text als Laufwege und Gestik. Doch wenn er vorbehaltlos in seine Rolle eintauche, komme alles automatisch, sagt er.

Neu auf der Bühne der Kolping-Theatergruppe ist Felix Glockner. Wie Opa Karl mimt er ein Schlitzohr, cool, aber sympathisch. Als Herausforderung nennt er den italienischen Akzent, den er zu artikulieren hat. Überhaupt sei für ihn ein besonderer Reiz, die in seiner Rolle steckenden Leidenschaft erfolgreich vor Publikum abzurufen.

Die Theateraufführungen, zu denen die Kolpingsfamilie alljährlich einlädt, haben eine lange Tradition und sind zugleich immer Garant für beste Unterhaltung. So wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Theaterbühne instandgesetzt und 1947 unter der damaligen Regie von Michael Piller „Der Meineidbauer“ präsentiert. Seitdem heißt es beim Ensemble freie Fahrt dem Humor. Seit 2006 leitet Martina Graßl die Geschicke der engagierten Theatertruppe.

Kurz zum Inhalt des Stücks: Während seine Angehörigen denken, dass Opa Karl im Krankenhaus liegt, versteckt er sich im Schuppen. Dabei jagt er spitzbübisch der ungeliebten Schwiegertochter einen Schrecken nach dem anderen ein. Schließlich erkennt die junge Generation, dass die Alten nicht eine Belastung darstellen. Im Gegenteil.

im Pfarrheim Adolph Kolping in Fischach, Hauptstraße 4 sind: Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, Mittwoch, 20. November, sowie Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. November.

ist jeweils um 19.30 Uhr, außer sonntags um 16 Uhr. An den Sonntagen gibt es ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen.

kostet sieben Euro, für Kinder bis zwölf Jahre zwei Euro.

sind im Vorverkauf erhältlich bei Firma Hörtensteiner, Poststraße10 in Fischach, Telefon 08236/1200.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren