Jubiläum

24.10.2018

Einsatz für die Heimat

Die Mitglieder des Heimatvereins Dinkelscherben. Seit 40 Jahren setzt sich der Verein für den Erhalt von Tradition und Brauchtum ein.
Bild: Manfred Miller

Seit 40 Jahren gibt es den Dinkelscherber Heimatverein Reischenau. Nicht nur ein Mammutzahn erregt Aufsehen

Alles begann mit einem Vortrag von Walter Pötzl über die Ortsgeschichte in Dinkelscherben im Dezember 1977. Noch am selben Abend wurde die Gründung eines örtlichen Heimatvereins angeregt, und im Januar 1978 trafen sich 40 Männer und Frauen zur Gründungsversammlung des Vereins. Das ist nun 40 Jahre her.

Ziel des Vereins sollte es sein, das kulturelle Leben im Ort zu fördern, Traditionen zu erhalten und das Interesse am heimischen Kulturgut zu stärken. In seiner Rede unternahm Vorsitzender Christoph Lang einen kurzen historischen Rückblick in die 1970er-Jahre, in denen unter anderem die Gebietsreform durchgeführt wurde. Es sei kein Zufall, dass gerade in dieser Zeit viele Bürgerbewegungen entstanden, da bei vielen Menschen der Wunsch bestand, „das, was verloren zu gehen drohte, zu erhalten und zu retten“. Bei dem damaligen Bürgermeister Herbert Eser fanden die Vereinsgründer sofort ein offenes Ohr.

Zielsetzung war die Einrichtung eines Heimatmuseums, der Erhalt von Baudenkmälern, Verfassung einer Ortsgeschichte mit Inhalten wie dem Schäfflertanz oder der Malerfamilie Scherer. Zur Erreichung dieser Ziele wurden entsprechende Arbeitskreise gegründet. Seither ist viel passiert. Das Heimatmuseum wurde vor dem Abbruch gerettet, ein Mammutzahn erregte großes Aufsehen. Weit über die Grenzen von Dinkelscherben hinaus ist die umfangreiche Scherer-Sammlung bekannt, für die 2014 eine eigene Galerie eingerichtet wurde. Bekannt ist auch der „Reischenauer Markstoi“, der seit 1982 mit maßgeblicher Beteiligung des Heimatvereins stattfindet. Sehr beliebt und auch von vielen auswärtigen Gästen gut besucht sind die nun schon seit fast 30 Jahren stattfindenden Rathauskonzerte.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Matthias Jannetti (Klavier), Bernadette Lang (Sopran), Maria Bestle (Sopran), Marco Schick (Bass). Sehr humorvoll und engagiert trugen sie die Kantate „Der Augsburger Markt“ von Matthäus Fischer (1763-1840) aus dem Ortsteil Ried vor, die visuell durch historische Druckgrafiken ergänzt wurde. Thema waren Marktszenen und Ausrufe, wie sie Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Augsburger Markt üblich waren. (mima)

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