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Entwicklung
13.03.2020

Dorferneuerung braucht noch Details

Eine Reihe von Hirblinger Bürger machten sich Gedanken über die Zukunft ihres Dorfs

Wie soll das Dorf Hirblingen in Zukunft aufgewertet, die Lebensqualität dort höher werden? Um dies zu klären, hat die Stadt Gersthofen ein Dorferneuerungsverfahren eingeleitet.

Seit mehreren Jahren plant die Stadt Gersthofen schon eine Dorferneuerung im Stadtteil Hirblingen. Die Stadt Gersthofen arbeitet dabei mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach zusammen. Derzeit können die Bürger selbst mit Vorschlägen an der Vorplanung mitwirken. Das Gute daran: Werden Maßnahmen umgesetzt, werden die Anwohner nicht mehr finanziell daran beteiligt. Dies ist eine Folge der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge durch die bayerische Staatsregierung. Der aktuelle Stand der Dorfentwicklung wurde im Gersthofer Stadtrat erläutert.

Mehrmals beschäftigte sich ein Arbeitskreis aus Bürgern, Vertretern der Stadt Gersthofen, des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben sowie des Planungsbüros Steidle & Felgentreu Landschaftsarchitekten mit der Frage, wie Hirblingen künftig weiterentwickelt werden soll, welche Potenziale oder auch Mängel vor Ort zu finden sind.

Anfang 2018 wurde der Gersthofer Stadtteil Hirblingen in das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. Als Start des Projekts diente ein gemeinsames Anlegen einer Blumenwiese am östlichen Ortseingang. Sie soll dem Schild mit dem Projektlogo einen passenden Rahmen bieten. Unter anderem wurde im Laufe des Verfahrens jedem Haushalt ein Bürgerbefragungsbogen zugestellt, um die Bedürfnisse, Wünsche, Probleme und Anregungen zu identifizieren.

Stadtbaumeister Roland Schmidt betonte: „Eine Anzahl sehr rühriger Bürger beteiligten sich an den Arbeitskreissitzungen.“ Das Ergebnis: Die Teilnehmer bewerteten Hirblingen als vielfältig, ländlich mit einer gewachsenen Ortsstruktur und liebenswert. Das Zusammenleben sei von einem miteinander aller Altersgruppen geprägt. Eine Besonderheit ist der Vereinsstadel als Ort für größere Veranstaltungen. Eines der Ziele der Teilnehmer war, dass als unabhängiges Selbstversorgerdorf in die Zukunft starten kann.

Das Planungsbüro betont in seiner bisherigen Bilanz, dass noch mehrere Punkte detailliert ausgearbeitet werden müssen. Ungeklärt sind zum Beispiel die künftige Energieversorgung, die Nutzung des alten Sportheims sowie die Zukunft des alten Feuerwehrhauses.

Im Zuge des weiteren Verfahrens soll der „Vertiefungsplan für die Gestaltung der Ortsmitte und die Lieblingsorte“ noch besser ausgearbeitet werden. Um später Projekte umsetzen zu können, ist nicht zuletzt bei der künftigen Ortsmitte der Grunderwerb noch zu klären. Wichtig: Es braucht einen „Kümmerer vor Ort“, der sich zum Beispiel auch in sozialen Angelegenheiten einsetzt.

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