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11.10.2013

Er legt Wert auf die Seelsorge

Pater Stephen Kuttiamkonath ist der neue Pfarrer von Emersacker.
Bild: Simone Kuchenbaur

Pater Stephen Kuttiakonath ist der neue Pfarrer

Emersacker Pater Stephen Kuttiamkonath hat in der Pfarreiengemeinschaft Emersacker-Heretsried-Lauterbrunn die Nachfolge von Pfarrer Albert Wolf angetreten. Herzerfrischend ging der Geistliche in seinem ersten Gottesdienst in Emersacker auf sein Herkunft aus Indien ein, indem er einen Witz erzählte und sich am Ende als der neue Seelenkehrer vorstellte.

Die Sorge, das man den neuen Pfarrer nicht versteht, dürfte inzwischen vom Tisch sein, denn Pater Stephen spricht nach 14 Jahren in Deutschland recht gut Deutsch. Mit der Leitung der Pfarreiengemeinschaft wird auch viel Bürokratisches auf Pater Stephen zukommen. „Ich will kein Verwalter sein, sondern ein Seelsorger“, erklärt er jedoch bestimmt.

Begeistert ist er von der großen Ministrantenschar. Die erfolgreiche Jugendarbeit will Pater Stephen auf jeden Fall weiterführen. Auch der Jugendtreff Don Bosco über der Garage soll in Zukunft geöffnet bleiben.

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Noch kann der 47-Jährige nicht sagen, was ihm im Holzwinkel am besten gefällt. Auf die Berge im Allgäu, die ihn stets an seine Heimat erinnerten – allerdings dort ohne Schnee – muss er jedenfalls verzichten. Dafür gebe es jede Menge Bäume, hat er bereits festgestellt.

Der geistliche Beruf „liegt in der Familie“. Unzählige Cousinen und Cousins, Tanten und Onkel seien auch Priester oder Ordensschwestern. „Auch meine Schwester ist eine Ordensschwester“, erzählt Pater Stephen. Bevor er nach Deutschland kam, hatte er in Südindien in Chickmagalur in der Missionsstation seiner Ordensgemeinschaft gearbeitet, die sich um Straßenkinder kümmert. „Wir holen die Kinder von der Straße oder aus den Gefängnissen zu uns. In der Mission bekommen sie eine Schul- und Berufsausbildung“, berichtet der Pater.

Mit seinem Gehalt unterstützt er, wie 13 weitere Priester seiner Ordensgemeinschaft, die in Deutschland tätig sind, das heimatliche Missionsprojekt.

Indische Gerichte, aber auch Pizza oder Weißwürste

In seiner Freizeit beschäftigt sich Pater Stephen gern in der Küche. Indische Gerichte, die meistens viel Reis und Fisch, Gemüse und Fleisch enthalten, kommen dabei auf den Tisch. Die Gewürze bringt er aus der Heimat mit. „Die werden von meiner Familie selbst angebaut“, so Pater Stephen. Im Notfall gibt es bei ihm aber auch mal Pizza oder Weißwürste, gesteht er schmunzelnd.

Pater Stephen freut sich, den Glaubensweg mit den Menschen in Emersacker, Heretsried und Lauterbrunn gemeinsam zu gehen.

Die offizielle Einführung des neues Seelsorgers ist am Sonntag, 20. Oktober, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin Emersacker.

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