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Ersthelfer auf der A8: „Echte Helden bezeugen selten“

Ersthelfer auf der A8: „Echte Helden bezeugen selten“
Kommentar Von Matthias Schalla
29.01.2020

Bei einem Unfall hinzuschauen, ist eine natürliche Reaktion. Gaffen nicht. Die Ersthelfer auf der A8, die keine Sekunde zögerten, sind deshalb echte Helden.

Es mag viele Gründe geben, warum man bei einem Unfall unwillkürlich hinschauen muss. In den meisten Fällen ist es wohl eine natürliche Reaktion. Immer öfters jedoch handelt es sich um reine Sensationsgier. Gaffer fühlen sich wie in einem Abenteuerfilm, wenn um sie herum das Blaulicht flimmert, Sanitäter sich um Verletzte kümmern und die ersten Flammen über dem Boden züngeln.

Dann wird das Handy gezückt und ohne Rücksicht auf Verletzte gefilmt und fotografiert. „Seht her, ich war dabei“, soll die Botschaft lauten, und der Gaffer fühlt sich wie ein Held und postet seine peinliche Leistung meist auch noch in die ganze Welt. Doch schon der holländische Liedermacher Herman van Veen wusste: „Echte Helden bezeugen selten.“

Keinen Augenblick gezögert

Respekt also vor der Frau und den drei Männern, die jetzt von der Polizei ausgezeichnet wurden. Sie haben bei dem schlimmen Unfall auf der A8 keine Sekunde gezögert, ob sie ihr Handy zücken oder den Verletzten helfen sollen. Und genau diese Sekunden sind es, die letztendlich über Tod und Leben entscheiden können. Wer weiß, ob ein leichtes Zögern nicht bereits zu viel gewesen wäre. Die echten Helden – das sind auf alle Fälle diese vier Ersthelfer.

Welch dramatische Szenen sich Anfang Dezember auf der A8 bei Edenbergen abspielten, lesen Sie hier:

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