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Neusäß

22.07.2010

Fachleute geben Schülern Tipps für den Brandfall

Die Schüler konnten sofort die Inhalte des Theorieunterrichtes über das Feuerlöschen ganz praktisch und ungefährlich am Firetrainer selbst erproben. Foto: Jörg Roehring
Bild: Jörg Roehring

Einige Neusässer Feuerwehrleute besuchten Klassen der Realschule und der Grundschule am Eichenwald. Sie gaben den Kleinen Tipps, wie sie sich beim Brandfall richtig verhalten.

Arbeitsintensive Tage haben die Mitglieder der Neusässer Feuerwehr hinter sich. Diesmal waren es nicht nur die Einsätze, welche die Feuerwehrleute in Atem hielten. Vielmehr war das Wissen bei zahlreichen Fragen der Kinder aus der Realschule Neusäß und der Grundschule am Eichenwald gefragt.

Auf Initiative von Klassenlehrerin Beate Weishaupt-Nawrath machten die Drittklässler aus der Eichenwaldschule einen Ausflug ins Feuerwehrhaus. Stellvertretender Kommandant Jörg Roehring und Oberfeuerwehrmann Stefan Pelzel zeigten den rund 60 Kindern die technischen Möglichkeiten an den Löschfahrzeugen. "Die Kinder sind immer sehr wissbegierig", weiß Roehring. "So bauen wir unseren Erlebnistag im Gerätehaus auch immer auf einen Theorieunterricht im Lehrsaal auf."

Neben dem korrekten Notruf und dem richtigen Umgang mit Feuer sollen die Kinder lernen, wie sie sich in Sicherheit bringen können. Das Wichtigste sei, dass sie sich nicht verstecken, sondern im Ernstfall an die Eltern oder einen Erwachsenen in der Nachbarschaft wenden. Richtig überrascht waren die Kinder auch, als sie hörten, wie oft die Stützpunktwehr und die Stadtteilfeuerwehren zur Hilfe gerufen werden. Insgesamt kommen die acht Feuerwehren im Neusässer Stadtgebiet schnell mal auf 450 Einsätze pro Jahr.

Fachleute geben Schülern Tipps für den Brandfall

Zwei Schüler der Realschule Neusäß arrangierte überdies in Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Herbert Woerlein zwei Brandschutztage für die 5. Klassen. Unterstützung fanden sie bei der örtlichen Feuerwehr. Die Feuerwehr Neusäß baute mit den Organisatoren der Schule, Christoph Zillner und Patrick Spott, an zwei Vormittagen ein Programm mit einzelnen Übungsstationen auf und war täglich mit jeweils 14 Feuerwehrleuten am Schulzentrum Neusäß.

Das richtige Verhalten

Oberlöschmeister Dr. Erik Gommert leitet in Neusäß den Katastrophenschutz-Zug und brachte den Schülern in einem Vortrag vieles über das Verhalten im Schulgebäude während eines Brandes bei. Im Anschluss ging es raus auf den Schulhof, wo ein Firetrainer wartete. Mit diesem Brandsimulator kann man sogar Kinder einen Brand löschen lassen. Per Knopfdruck wurde hier ein brennender Papierkorb simuliert, und jeder durfte unter Anleitung selbst löschen.

Ein Orientierungslauf mit abgedunkelten Brillen sollte den Kindern demonstrieren, wie schwierig man sich in einem möblierten Klassenzimmer zurechtfindet, wenn man nichts sieht. Jeweils in Fünfergruppen ging's in Teamarbeit zum Ausgang. Jeder passte auf seinen Hintermann auf, damit er gegen kein Hindernis kracht.

Kommandant Stefan Briechle ist sehr stolz, dass sich für diese Aufklärungsarbeit für rund 220 Kinder an den Neusässer Schulen rund 30 Feuerwehrleute die Zeit nahmen, um Kindern etwas über Sicherheit näherbringen zu können. Übrigens gibt es in jeder der acht Neusässer Feuerwehren eine Jugendgruppe. Interessierte Jugendliche können sich gerne über E-Mail jugendwart@feuerwehr-neusaess.de bei der Feuerwehr melden. (AL)

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