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Jahresversammlung

11.02.2017

Feuerwehr Biberbach ist 30 Mal zur Stelle

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Applaus und Urkunden gab es für die langjährigen Mitglieder der Biberbacher Wehr (von links): Bernhard Kraus, Xaver Sinninger, Bürgermeister Wolfgang Jarasch, Richard Würz, Sebastian Miller, Melissa Magg, Tanja Sinninger, Jakob Wegner, Anton Hörmann, Johannes Vogt, Kreisbrandmeister Bernd Schreiter und Rainer Würz.

In 2016 vielfältige Hilfe geleistet. Jetzt macht sich die Wehr mit ihrem neuen Fahrzeug vertraut

Längst nicht nur, wenn es brennt, ist die Feuerwehr rettender Helfer. Auch wenn es darum geht Fußgängern und Autofahrern den Weg zu weisen, bei Unfällen zur Seite zu stehen oder bedrohliche Insekten in Schach zu halten, erfolgt auf Notruf zuverlässige Hilfe. Insgesamt waren die 78 Aktiven der freiwilligen Feuerwehr Biberbach 2016 dreißig Mal zur Stelle, wenn Mitbürger nicht mehr weiter wussten, berichtete Kommandant Rainer Würz bei der Jahreshauptversammlung. Dass der Erste und der Zweite Bürgermeister mit zahlreichen Gemeinderäten vertreten waren, „freut uns sehr“, betonte Würz. Den Kreisfeuerwehrverband vertrat Kreisbrandmeister Bernd Schreiter. Ein Einblick in die Einsätze zeigte, dass es neben nicht ungefährlichen Rettungsaktionen auch witzige und skurrile Episoden im Feuerwehralltag gibt. Starken Wind hatte eine aufgeregte Hausbesitzerin im Verdacht, ihr das Dach abzudecken. Dabei handelte es sich bei den im Garten gesichteten Dachplatten nur um einen übrigen Stapel Material, den der Dachdecker noch nicht entsorgt hatte. Die nicht ganz sachgemäße Verbrennung von Heckenschnitt im Garten löste ebenso Alarm aus wie baufreudige Wespen, die mit ihren kräftigen Kiefern Verschalungen knackten und sich als ungebetene Gäste in Räume fraßen. Heikel war das Hornissennest im Rollladenkasten eines Hauses. Die geschützten Tiere mussten trickreich davon abgehalten werden, ins Schlafzimmer zu kommen.

Neben den Einsätzen muss regelmäßig geübt werden, damit im Ernstfall alles sitzt. Vierzehn Übungen wurden 2016 abgehalten, zwei Maschinisten, ein Gruppenführer und eine Atemschutzträgerin schlossen ihre Ausbildung ab, ebenso eine ganze Jugendgruppe mit 13 Feuerwehrleuten. 18 Atemschutzträger wurden in der Atemschutzstrecke geprüft. Insgesamt sind 23 Aktive als Atemschutzträger qualifiziert.

Zusätzlich machen sich die Biberbacher Feuerwehrleute intensiv mit ihrem neuen Fahrzeug vertraut, das sie nach langer Vorbereitungs- und Wartezeit vor wenigen Wochen abholen konnten. Bei der Fahrzeugweihe und -Vorstellung am 28. Mai sind alle Interessierten eingeladen, einen genauen Blick auf das HLF 10 zu werfen, ein „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“. Damit es künftig noch schneller geht bei den Einsätzen, wird in absehbarer Zeit die Alarmierung über Handy oder eine App erfolgen, so Kommandant Rainer Würz.

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Einen soliden Verein mit guter Kassenlage und ohne Personalnöte konnte Vorstand Xaver Sinninger präsentieren. Bei den anstehenden Neuwahlen stellten sich zwar Kassenwartin Simone Miller und Schriftführerin Marion Langkait aus familiären Gründen nicht mehr zur Wahl, doch konnten die vakanten Stellen mit Lisa Schuster und Julia Hafner wieder besetzt werden.

Ehrenurkunden erhielten für zehn Jahre aktiven Dienst: Martin Hörmann, Melissa Magg, Sebastian Miller, Thomas Schilberz, Tanja Sinninger, Johannes Vogt. Zwei Feuerwehrleute sind schon 20 Jahre im Ehrenamt: Josef Dirr und Markus Baumann. Für 40 Jahre bekam Anton Hörmann einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim spendiert. Nicht mehr aktiv, aber immer noch Feuerwehrmänner mit Leib und Seele sind Jakob Wegner, der sein 50-jähriges Jubiläum feierte, und Otto Knöpfle, der seit 1947 und damit 70 Jahre der Biberbacher Wehr die Treue hält. Einen besonderen Dank richtete Sinninger an den Zweiten Kommandanten Richard Würz, der den Verein als zuverlässiger Fahnenträger repräsentiere.

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Xaver Sinninger und seinem Stellvertreter Bernhard Kraus, Kassiererin Lisa Schuster, Schriftführerin Julia Hafner sowie den Beisitzern Josef Dirr, Stefan Hörmann, Marion Langkait, Michael Miller und Rainer Mareth. Als Kassenprüfer wurden Roland Stöbrich und Daniel Ziernhöld bestätigt. (sdk)

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