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Landkreis

08.05.2017

Florian Kubsch ist neuer Chef der SPD

Stark verjüngt ist der Vorstand der SPD Im Landkreis: In der Mitte der neue Kreisvorsitzende Florian Kubsch aus Königsbrunn mit seinen Stellvertretern Armin Bergmann, Annette Luckner, Herbert Woerlein und Fabian Wamser (von links).

Der 31-jährige Königsbrunner Stadtrat setzt sich in der Stichwahl gegen Annette Luckner aus Dinkelscherben durch. Warum es für Herbert Woerlein nicht schlimm ist, dass er nun wenige Stimmen erhielt.

Groß waren die Unterschiede nicht, als sich am Samstag die drei Kandidaten für den Posten des Kreis-Chefs der SPD den 45 Delegierten in Meitingen vorstellten. Sowohl Annette Luckner (Dinkelscherben) als auch Herbert Woerlein (Stadtbergen) und Florian Kubsch (Königsbrunn) wiesen auf die Gefahr hin, in der Fläche Mitglieder und Ortsvereine zu verlieren. Die Topthemen seien soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum und Bildung.

Die SPD im Kreis war in der komfortablen Lage, diesmal gleich drei Bewerber für den Vorsitz zu haben, nachdem Roland Mair seinen Rückzug angekündigt hatte. Und am Ende fiel die Entscheidung knapp aus: Mit nur vier Stimmen Vorsprung gewann der 31–jährige Florian Kubsch in der Stichwahl gegen die 50-jährige Annette Luckner.

Und der Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein? Der zog seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurück und überließ den Jüngeren das Feld, nachdem er nur acht von 45 Delegiertenstimmen erhalten hatte. „Der hat ja eh schon so viel zu tun“, war eine der Meinungen und drückte damit eine Marschrichtung aus, die die Kreis-SPD offenbar einschlagen will. „Wir möchten die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen und setzen auf Teamarbeit“, erläuterte der Landtagsabgeordnete Harald Güller das Abstimmungsverhalten nach der Wahl.

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Herbert Woerlein war über sein schlechtes Abschneiden nicht traurig: „Ich habe weiß Gott genug zu tun und freue mich sehr über den Generationswechsel und auch über eine Stärkung des Landkreis-Südens“, sagte der 58-Jährige gegenüber unserer Zeitung. Immerhin seien die Vorsitzenden der vergangenen Jahre alle aus dem Landkreis Westen (Güller: Neusäß, Mair: Stadtbergen) gekommen.

Auch bei Annette Luckner hielt sich die Enttäuschung augenscheinlich in Grenzen, sie störe einzig, „dass es wieder keine Frau geworden ist“. Sie plädierte aber auch für mehr jungen Nachwuchs in der Führungsebene. Sie und Woerlein rückten dann also in die zweite Reihe und bilden gemeinsam mit Armin Bergmann aus Wehringen und Fabian Wamser von den Jusos (Schwabmünchen) die Stellvertreter-Riege. Als Beisitzer wurden gewählt: Robert Alt, Andrea Collisi, Petra Fischer, Janine Hendriks, Helmut Jesske, Sabrina Joder, Markus Wiesmeier und Michael Zambelli-Gat.

Der Wahlsieger Florian Kubsch konnte letztlich 24 Delegierte für sich gewinnen – das sind zehn mehr als aus dem Landkreis-Süden da waren. „Ich glaube auch nicht, dass die Geografie die entscheidende Rolle gespielt hat“, so Kubsch. Vielmehr hätte er mit seiner klaren Links-Ausrichtung, zum Beispiel gegen die Agenda 2010 und die Große Koalition punkten können. „Ich denke, es hat meine Glaubwürdigkeit erhöht, dass ich in vielen Bereichen ganz klare Kante zeige“, so der 31-jährige Jurist. Er findet, dass die Kooperation im Landkreis Augsburg mit der CSU, die die SPD vor einigen Jahren eingegangen ist, zwar sinnvoll und notwendig gewesen sei, „Schwarze und Rote aber grundsätzlich nicht miteinander regieren sollten“ – vor allem nicht auf Bundesebene. Der Bundestagswahlkampf mit dem Kandidaten Herbert Woerlein wird übrigens die erste Herausforderung für Kubsch als neuen Vorsitzenden sein: Die erste Vorstandssitzung dazu findet bereits heute statt.

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