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Diedorf/Steppach

21.03.2018

„Florifanten“ bekommen Lust auf Feuerwehr

Jochen Kögel ist einer der „Helfer vor Ort“ des Bayerischen Roten Kreuzes. Er erklärte den „Florifanten“ seine Arbeit bei Hilfseinsätzen. Die Kinder waren aufmerksam bei der Sache. Im Hintergrund ist Feuerwehrfrau und Gruppenleiterin Antje Wagner dabei.
Bild: Siegrid Wagner

In Diedorf und Steppach gibt es Feuerwehr-Kindergruppen. Schon Sechsjährige können spielerisch die Aufgaben der Wehr lernen. Worauf es ankommt und wie die Kinder an anspruchsvolle Themen herangeführt werden.

In Diedorf sind es die „Florifanten“, in Steppach die „Feuerfüchse“: So heißen die beiden Kinderfeuerwehrgruppen der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Augsburg. Bisher war der Eintritt in die Jugendfeuerwehr erst mit zwölf Jahren möglich. Seit der Änderung des bayerischen Feuerwehrgesetzes zum 1. Juli 2017 können auch Kinder ab sechs Jahren bei der Feuerwehr Mitglied werden. Damit sollen die Kinder frühzeitig an das Thema Brandschutz herangeführt werden, natürlich spielerisch und auf kindgerechtem Niveau.

„Es ist der erste Schritt, um mit der freiwilligen Feuerwehr bekannt zu werden“, erklärt Antje Wagner, Gruppenleiterin der Diedorfer „Florifanten“. Sie selbst kam mit 14 Jahren zur Feuerwehr, hat zwischenzeitlich alle Ausbildungen absolviert und den Lastwagenführerschein gemacht. Als Leiterin des Jugend-Rot-Kreuzes Neusäß hat sie beste Voraussetzungen für diese Aufgabe. Sie weiß, dass Spiel und Spaß bei Kindern nicht zu kurz kommen dürfen. Es sei aber ab diesem Alter schon gut möglich, in spielerischer Form Grundlagen für die Erste Hilfe zu vermitteln.

Auch in der Ortsfeuerwehr Steppach gibt es eine Kinderfeuerwehrgruppe. „Wir haben derzeit knapp 15 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, sowohl Jungen als auch Mädels. Die Übungsstunden finden freitags in der Regel alle drei Wochen zwischen 16.30 und 18 Uhr statt. Wir haben den Plan aber so gemacht, dass die Feuerfüchse auch mal bei Jugendübungen oder Aktivenübungen zusehen können“, erklärt Kommandant Markus Wiesner. Die Erfahrungen seien sehr positiv, berichten sowohl Antje Wagner als auch Markus Wiesner. „Die Kinder sind so begeisterungsfähig und wissbegierig. Man spürt richtig, dass die noch näher in dem Alter sind, in dem sie einmal Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau werden wollen“, weiß Wiesner. „Wir besichtigen in der nächsten Gruppenstunde daher die Hauptfeuerwache in Augsburg.“

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Die Themen werden möglichst anschaulich und aktiv gestaltet. „Eine Übung, die den Kindern sehr viel Spaß macht, ist die Bedienung des Funkgerätes“, erklärt Antje Wagner. Jeder wolle einmal einen Funkspruch absetzen. Am liebsten würden die Kinder gleich am schweren Gerät mitarbeiten.

In Diedorf und in Steppach hätten auch die Eltern großes Interesse gezeigt und würden sich gemeinsam mit ihren Kindern für das Thema Brandschutz stark machen. „Wir hoffen natürlich, dass diese Begeisterung bei den Kindern anhält, bis sie alt genug sind, um in den aktiven Feuerwehrdienst einzusteigen.“

„Ein ganz wichtiger Baustein bei der Kinderfeuerwehr ist, dass die Zusammenarbeit und der Teamgeist gestärkt werden“, erklärt Antje Wagner. „Im Einsatz muss man sich auf die anderen verlassen können, das ist lebenswichtig.“ Mit spielerischen Übungen könne man diesen Zusammenhalt schon früh fördern.

Unter Beweis stellen können die Kinder das dann bei einer „Lösch-Olympiade“, die im Sommer geplant ist. Damit der Spaß nicht zu kurz komme, werde auch gemeinsam gebastelt.

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