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Soziales

20.08.2020

Fördergelder: 1,4 Millionen Euro für Dinkelscherber Spital

Die Sanierung des Seniorenheims in Dinkelscherben läuft bereits. Lange war unklar, inwiefern dabei mit Fördergeldern zu rechnen ist. Nun gibt es Klarheit.

Nachdem hunderte für den Erhalt des Seniorenheims auf die Straße gingen, wurde die Einrichtung zum Politikum. Nun gibt es einen Millionenbetrag an Fördergeldern.

Marodes Bauwerk, zu enge Gänge, zu wenig Barrierefreiheit – das Seniorenheim in Dinkelscherben stand vor dem Aus. Im November 2018 erklärte die damalige Heimleitung, das Spital habe keine Zukunft mehr. Eine Sanierung würde sich nicht lohnen, so die Meinung der ehemaligen Betreiber. Was folgte war massiver Widerstand der Dinkelscherber. Hunderte gingen für den Erhalt ihres Heims auf die Straße. Es gründete sich ein Förderverein. Mittlerweile gibt es eine neue Leitung, die Sanierung läuft. Wie die im Detail finanziert werden soll, war jedoch unklar. Nun gibt es gute Nachrichten für das Heim: Der Freistaat unterstützt die Modernisierung der Einrichtung mit 1,4 Millionen Euro.

Carolina Trautner (CSU) und Fabian Mehring (FW) berichten von Durchbruch zur Finanzierung

Dafür setzten sich Sozialministerin Carolina Trautner ( CSU) und der Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler Fraktion im Landtag, Fabian Mehring, ein. In Zusammenarbeit mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sei nun ein Durchbruch bei der Förderung gelungen, teilen Trautner und Mehring in einer gemeinsamen Erklärung mit. Mit dem Zuschuss des Freistaates könnten nun 38 Pflegeplätze modernisiert werden. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beliefen sich auf etwa 4,4 Millionen Euro. Trautner: „Durch die Modernisierungen können für die Bewohnerinnen und Bewohner des Hospitalstifts erhebliche Verbesserungen erzielt werden. So werden Orientierungshilfen in Form von Symbolbildern und Tastwänden eingebaut und breitere Türen und einen zusätzlichen Aufzug die Barrierefreiheit deutlich verbessert.“

Mehring: „Ein verdienter Lohn für den gewaltigen Einsatz der Bürgerschaft“

Abgeordneter Fabian Mehring betont, dass einem Zuschuss von mindestens 40 Prozent der förderfähigen Kosten nichts mehr im Wege stehe. Mehring: „Weil die bisherigen Arbeiten am Gebäude vom Förderverein im Ehrenamt erbracht wurden liegt kein vorzeitiger Baubeginn vor, sodass dies auch für den ersten Bauabschnitt gilt.“ Wie Sozialministerin Trautner ergänzt, würde das Dinkelscherbener Hospitalstift damit zu den landesweit ersten Profiteuren der neuen Investitionskostenförderung durch den Freistaat gehören. Das wäre nach Ansicht von Trautner und Mehring auch „ein verdienter Lohn für den gewaltigen Einsatz der Bürgerschaft.“

Sanierung des Seniorenheims in Dinkelscherben läuft bereits

Die Sanierung der traditionsreichen Einrichtung in Dinkelscherben ist bereits in vollem Gange. Seit Juli 2019 wird nun am Flügel A im Spital gearbeitet. 24 Einzelzimmer sind dort untergebracht. Bereits vor einigen Monaten wurde der Innenhof der Einrichtung von den Freiwilligen hergerichtet. Bis die Sanierung abgeschlossen sein muss, ist noch viel Zeit. Die zuständige Heimaufsicht hat dafür einen Zeitrahmen bis 2030 vorgesehen. Bis 2025 soll der zweite Bauabschnitt mit weiteren 14 Zimmern fertig sein, im dritten Abschnitt sollen noch einmal 32 Zimmer saniert werden.

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