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Neusäß/Gersthofen

11.10.2017

Frauen mit einem großen Herz

Hildegard Kurzmann-Schiller erhält von Ministerin Melanie Huml die Auszeichnung Weißer Engel für ihren Einsatz für die Interessen Hörgeschädigte.
Bild: Staatsministerium für Gesundheit

Der Weiße Engel geht an zwei Ehrenamtliche. Warum ihr Einsatz für andere ungewöhnlich ist

Die Region hat zwei neue „Weiße Engel“: Hildegunde Kurzmann-Schiller aus Gersthofen und Renate Flach aus Neusäß haben für ihr Engagement diese Auszeichnung vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erhalten.

Dabei handelt es sich um eine Ehrung für Bürger, die eine besondere Hilfsbereitschaft für benachteiligte Mitmenschen zeigen. Staatsministerin Melanie Huml betonte, wie wichtig dies in der heutigen Zeit sei: „Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie sich ein freundliches Wort an der Supermarktkasse fast schon rot in den Kalender eintragen wollen?“ Damit sprach sie auf eine oft fehlende Mitmenschlichkeit an und spannte den Bogen zu denjenigen, die es besser machen.

Dazu gehört Hildegunde Kurzmann-Schiller aus Gersthofen. Sie engagiere sich bayernweit mit Herz und Verstand für Menschen mit Schwerhörigkeit, heißt es in der Laudatio der Ministerin. So ist die Gersthoferin seit 2004 Mitglied der Selbsthilfegruppe Schwerhörige in Augsburg und war über zehn Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten. Besonders hervorgehoben von der Ministerin wurde der Einsatz der Gersthoferin für fachgerechte Anpassung von Hörgeräten und die Nutzung induktiver Höranlagen. Auch heute unterstützt sie noch die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes und ist außerdem Mitglied der Audit-Gruppe „Barrierefreier Landkreis“. Neben ihrem Engagement für Inklusion und Barrierefreiheit für hörgeschädigte Menschen setzt sich Hildegunde Kurzmann-Schiller auch in der Seniorenarbeit ein. So ist sie Leiterin ihrer selbst gegründeten Seniorengruppe „Bleib fit“ in Gersthofen.

Ein weiterer Weißer Engel ging an Renate Flach aus Neusäß. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Schwester der Hospizgruppe Albatros Augsburg ist sie seit 2000 auch ehrenamtlich als Vorsitzende des Vereins sehr engagiert. Renate Flach setzt sich vor allem für schwerstkranke und sterbende Menschen ein und baute zudem eine Trauerberatung für Angehörige auf. Bei Podiumsdiskussionen mache sie sich für „den Erhalt von Menschenwürde und Lebensqualität bis zum Ende des Lebens stark“, sagte Melanie Huml. Als Vorstand der Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung und bei der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung stärke die Neusässerin die Netzwerkarbeit.

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