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Neusäss

08.11.2017

Frische Luft für das Haus der Musik

Im Neusässer Haus der Musik finden Vereine und Musiker Platz. 
Bild: Marcus Merk

Musiker und Vereine nutzen das neue Gebäude in Neusäß seit zwei Jahren. An einigen Stellen musste nachgebessert werden

Im Sommer zu heiß, im Winter zu trockene Luft: Das neue Haus der Musik in Neusäß ist optisch ein Hingucker und bietet seit gut zwei Jahren genügend Platz für das Stereoton, Musikschule, Stadtkapelle, Narrneusia und das Kammerorchester. Doch ein paar Kritikpunkte wurden im Laufe der ersten beiden Jahre doch noch von den Nutzern an die Stadt herangetragen. Stadtbaumeister Dietmar Krenz sieht das gelassen: „Es wird vermutlich kaum einen Neubau in dieser Größenordnung geben, wo von Anbeginn alles mängelfrei ist.“

Akustik Um ein paar kleinere Probleme hat sich die Stadt gekümmert und versucht, Abhilfe zu schaffen. Zunächst zeigte sich die Stadtkapelle Neusäß nämlich enttäuscht über die Akustik im Probenraum. Weil die Musiker den starken Hall bemängelten, hat sich die Stadt von einem Fachbüro beraten und an den Decken spezielle Akustikpaneelen anbringen lassen, um den Effekt zu mildern.

Sonne Wie Stadtbaumeister Krenz erklärt, zeigte sich dann im Hochsommer 2016, dass sich der Raum der Narrneusia hinter den großen Panoramafenstern im Westen stark aufheizte. „Es wurde dann eine Sonnenschutzfolie auf den Fenstern angebracht.“ Ob diese Lösung dauerhaft ist, ist jedoch noch unklar, „weil es dadurch jetzt sehr dunkel ist“, so Krenz. Die Nutzer des östlichen Probenraums hätten aber bereits signalisiert, dass sie auf die Folie lieber verzichten würden, da sie im Raum schummriges Licht mache. Die Folie an dem Fenster Richtung Hauptstraße kommt daher wieder weg. „Jammern auf höchstem Niveau“, nennt Musikschulleiter Achim Binanzer scherzhaft seine Klage über zu trockene Luft im Winter – das sei besonders beim Musizieren zu spüren gewesen. Laut Bauamtsleiter Gerald Adolf hat der eine oder andere eine raue Stimme beim Singen oder Sprechen beobachtet.

Eine geringe Luftfeuchtigkeit im Winter ist während der Heizperiode typisch für Gebäude mit großflächigen Lüftungsanlagen, berichtet Krenz im Bauausschuss. Deshalb hat sich die Stadt dafür entschieden, Luftbefeuchter aufzustellen. „Und das funktioniert auch sehr gut“, meint Binanzer. In diesem Winter werde man das noch einmal beobachten können.

Nach diesem Problem und der Lösung hatte sich die SPD-Fraktion im Stadtrat erkundigt und Stadtbaumeister Dietmar Krenz erläuterte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses alle Aspekte. Ein Anspruch zum Schadensersatz gegenüber den Architekten bestehe nicht. Auch den Handwerkern sei nichts vorzuwerfen.

„Insgesamt ist das Haus ein Traum“, so der Musikschulleiter. Es dürfte seiner Meinung nach wenige Einrichtungen dieser Art geben, wo so gute Arbeitsbedingungen herrschen wie in Neusäß. (dav/kar)

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