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Landkreis Augsburg

08.10.2018

Fußball-Nachlese: Die Tops & Flops des Spieltages

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Nach einem Zusammenprall kümmerte sich Fabian Wolf zusammen mit Meitingens Betreuerin Mercedes Streit noch um den Rainer Robin Spieler, der mit einer Kopfverletzung ausscheiden musste. Unmittelbar danach musste er dann selbst vom Platz, nachdem seine Beule aufgeplatzt war.
Bild: Karin Tautz

Plus Nicht nur der Auftritt des FC Augsburg in Dortmund war spektakulär. Im Derby verteilt der FC Horgau keine Hochzeitsgeschenke für Zusmarshausens Trainer.

Sieht man einmal von der „Bayern-Krise“ nach der 0:3-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach ab, sorgte die 3:4-Niederlage des FC Augsburg bei Borussia Dortmund für den meisten Gesprächsstoff an diesem Fußball-Wochenende. Doch solchen „Irrsinn mit Schlusspointe“ gab es auch in den unteren Klassen. Ein Überblick:

Spieler des Tages: Markus Bauer

Markus Bauer, inzwischen 37 Jahre alt, hat viel erlebt in seiner Fußballer-Laufbahn. Der aus Achsheim stammende Torhüter stand schon beim TSV Aindling, TSV Wertingen, TSV Gersthofen, Türkspor Augsburg oder FC Langweid zwischen den Pfosten. Seit drei Jahren ist er kickender Trainer beim SV Bonstetten, der als eine der wenigen ersten Mannschaften in der B-Klasse West spielt. In den ersten Spielen fehlte der Keeper aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, seit Anfang September ist er wieder da. Am Sonntag war Bauer gegen den TSV Herbertshofen II der beste Spieler auf dem Platz, hielt mit etlichen Glanzparaden das 0:0 fest. Doch dieser Punktgewinn ist wohl zu wenig, um ins Aufstiegsrennen einzugreifen und wieder am besser Zeiten anzuknüpfen.

Pechvogel des Tages

Mit seinen beiden Treffern hätte Adrian Grosjean von der TSG Stadtbergen zum Helden das Tages werden können. Weil er aber Rot sah und sein Mannschaftskamerad Ludwig Strohmayer kurz zuvor Gelb-Rot, kassierten die Walch-Schützlinge noch zwei Treffer und mussten sich beim TJKV Augsburg mit einem 2:2 abfinden.

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Beste Torschützen

Drei Dreifach-Torschützen kommen diesmal aus der Kreisklasse Nordwest. Ein lupenreiner Hattrick gelang Mathias Hajduk von der SpVgg Auerbach-Streitheim beim 4:0-Sieg in Herbertshofen. Gleich zwei Dreierpacks gab es im Spiel TSV Täfertingen – SV Ehingen/Ortlfingen (3:5). Gregor Weis erzielte drei Buden für die Heimmannschaft, André Perfetto drei für die Gäste. Auch Leonhard Neumann vom CSC Batzenhofen traf dreimal.

Torreichste Begegnungen

Jeweils neun Tore sahen die Zuschauer bei den 8:1-Siegen des TSV Dinkelscherben II gegen den TSV Lützelburg II sowie des CSC Batzenhofen gegen den SV Ehingen II. Acht gab es beim 5:3-Auswärtssieg des SV Ehingen beim TSV Täfertingen zu bewundern.

Größte Zuschauerzahlen

Die besten Zuschauerzahlen wurden einmal mehr in der (Land-)Kreisliga Augsburg verzeichnet. 260 zahlten ihren Obolus beim Spiel TSV Dinkelscherben – SSV Margertshausen, 150 beim Derby FC Horgau – TSV Zusmarshausen. Über 200 Besucher lockte bei herrlichem Spätsommerwetter aber auch das Staudenderby zwischen dem TSV Fischach und dem TSV Walkertshofen in der A-Klasse Süd an. 200 waren es beim Bezirksliga-Duell BC Adelzhausen gegen SC Altenmünster.

Top des Tages

Nach zehn Spielen ohne Sieg hat es beim SV Adelsried endlich geklappt. Nach dem 2:1-Erfolg über die SpVgg Auerbach II gab man die Rote Laterne an den TSV Lützelburg II ab.

Flop des Tages

Nachdem es Routinier Cosmin Uilacan am Tag der Deutschen Einheit mit einer Roten Karte erwischte, musste am Sonntag mit Elias Maierhörmann ein weiterer Spieler des TSV Ustersbach vorzeitig zum Duschen gehen. Er sah beim 1:0-Sieg in Hiltenfingen aber nur die Ampelkarte.

So verlief der Spieltag im Einzelnen

Beim SSV Anhausen durfte man nur wenige Minuten nach dem FCA-Drama einen weiteren Thriller mit Happy End bejubeln. Ein ähnliches Spektakel gab es beim sensationellen 3:5 zwischen dem TSV Täfertingen und den SV Ehingen/Ortlfingen. Nach dem Fehlstart läuft es beim SVE/O in der Kreisklasse Nordwest wie geschmiert. „Ich glaube wir haben zum richtigen Zeitpunkt reagiert“, sagt Vorsitzender Rainer Engelhart und meint damit den Trainerwechsel. Für den glücklosen Hermann Duschl wurden Urgestein Holger Bosch zum Trainer und Florian Pfitzner zum Sportlichen Leiter befördert. Der 34-Jährige Bosch, der vergangene Woche Vaterfreuden entgegensah, hat der Mannschaft neues Selbstvertrauen eingeimpft. Nur an einem Punkt hadert er noch. Nach elf Spieltagen warten die Ehinger weiter auf den ersten Heimsieg. Die drei Zähler vom Heimauftakt gegen Herbertshofen (2:2) wurden nämlich am „grünen Tisch“ zugesprochen. Über die ungewöhnliche Heimschwäche ist auch der SV-Vorsitzende ratlos: „Wenn wir wüssten, woran es liegt, würden wir es abstellen.“ Engelhart glaubt fest daran, dass der Heimfluch kommenden Sonntag endet: „Die Moral ist bestens und wenn wir so Auftreten wie zuletzt, dann können wir uns auch gegen den TSV Diedorf durchsetzen.“

Den Frust von der Seele geschossen

In der Krise steckten zuletzt auch der TSV Meitingen (drei Niederlagen in Folge) und der TSV Gersthofen (zwei Niederlagen am Stück). Mit einem 5:0 gegen den Tabellenletzten TSG Thannhausen schossen sich die Ballonstädter Frust von der Seele. „Anfangs waren wir schon etwas verunsichert“, so Spielertrainer Florian Fischer, der diesmal für Stefan Smolka in der Dreierkette Platz gemacht hatte. „Thannhausen hat in der Defensive seine Probleme, war nicht der Maßstab. Aber es war wichtig, dass wir uns verlorenes Selbstvertrauen zurückgeholt haben und wieder zu Null gespielt haben“, so Fischer. Auch die Laufwege von Torjäger Ferkan Secgin hätten wieder gepasst. Fischer: „Deshalb hat er sich mit zwei Treffern belohnt.“

Für klare Verhältnisse hat der TSV Meitingen beim 4:1 gegen den TSV Rain II gesorgt. Auf so ein Spiel hatten die Anhänger des Bezirksligisten längere Zeit gewartet. Nach zuletzt drei Pleiten in Folge gab es endlich mal ein Ergebnis, das die klaren Verhältnisse auf dem Platz widerspiegelte. Für die endgültige Entscheidung sorgte wieder einmal ein „Joker“. Diesmal war es Abdu Ayanda, der das 3:1 besorgte. Entsprechend erleichtert war auch Abteilungsleiter Torsten Vrazic, der sich vor allen Dingen über die geschlossene Mannschaftsleistung freute. Fabian Wolf erinnerte am nächsten tag nach einem Zusammenprall ein Brummschädel an den Sieg.

Mit der Gesamtsituation unzufrieden war Karlheinz Pecher. „Das war eine Zumutung“, schimpfte der Trainer des Kreisliga-Spitzenreiters TSV Neusäß nach der zweiten Saisonniederlage mit 0:2 bei Suryoye Augsburg – und meinte damit nicht nur das holprigen Terrain auf dem Stadtwerke-Platz. „Das 1:0 war ein Platzfehler. Das Kullerchen aufs Tor ist vor Tobias Kastenhuber aufgehüpft, so dass er ins Leere gegriffen hat“, berichtet der Coach. „Das 1:0 hat Suryoe natürlich in die Karten gespielt. Mit diesen Kickern mit sportlicher höherer Vergangenheit können meine Buben individuell nicht mithalten.“ Es sei ja auch nicht zu erwarten gewesen, dass der TSV Neusäß von zu Sieg eilt. Bis zum Gipfeltreffen gegen den TSV Dinkelscherben am Samstag sollen die Wunden geleckt sein. „Da freu ich mich schon drauf“,so Pecher. Vor allem deshalb, „weil die letzten drei Gegentore aus 30 Metern, durch ein Eignetor und einen Platzfehler nie mehr so fallen.“

Für Zusmarshausen gab es keine Hochzeitsgeschenke

Am vergangenen Wochenende wurde auch fleißig geheiratet. Während der SV Cosmos Aystetten sein Spiel aufgrund der Vermählung seines Torwarttrainers Aleksandar Canovic auf den Tag der Deutschen Einheit vorverlegt hatte, sah man die anderen Hochzeiter auf den Fußballplatz. Dominik Bröll konnte sich Dank zweier Tore seines Bruders und Trauzeugen Markus Bröll über einen 4:0-Siege seines TSV Fischach gegen den TSV Walkertshofen freuen. Für Christian Ludl, den Trainer des TSV Zusmarshausen, gab es kein Hochzeitsgeschenke. Der FC Horgau gewann das Derby mit 1:0, so dass die Zusser jetzt am kommenden Wochenende gegen den SSV Anhausen das nächste Schicksalsspiel vor der Brust haben.

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