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Landkreis Augsburg

22.10.2019

Fußball-Nachlese: In Emersacker geht`s hoch her

Ziemlich zur Sache ging es im Spiel zwischen dem FC Emersacker und der SpVgg Auerbach. 
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Ziemlich zur Sache ging es im Spiel zwischen dem FC Emersacker und der SpVgg Auerbach. 
Bild: Andreas Lode

Plus Der SV Cosmos Aystetten freut sich über die Herbstmeisterschaft, der TSV Gersthofen muss sich den Titel teilen. Und Auerbach ärgert sich über zwei Rote Karten.

Kaum zu glauben, aber in den Bezirksligen und im Kreis Donau ist die Vorrunde bereits abgeschlossen. Als Herbstmeister kann sich der SV Cosmos Aystetten feiern lassen. Drei Punkte beträgt in der Bezirksliga Süd der Vorsprung auf den Verfolger TV Erkheim. „Wir freuen uns natürlich“, sagt Trainer Marco Löring, betrachtet diesen Titel ohne Mittel aber lediglich als Momentaufnahme. „Drei Punkte sind schnell weg. Das geht ratzfatz!“ Ratzfatz gings auch im Spiel gegen den TSV Ottobeuren, als Aystetter zunächst ihre Chancen nicht verwerten konnten und die Gäste unmittelbar nach dem Führungstreffer zum Ausgleich kamen. „Die ersten 20 Minuten waren wir gut im Spiel. Da hätten wir ein Tor machen müssen“, sagt Löring. Nach dem schnellen Ausgleich sei es nicht so einfach gewesen, gegen zwei Viererketten durchzukommen. Schließlich knackte Marcel Burda die Allgäuer Abwehr mit einem direkten Freistoß, der das 2:1 bedeutete. „Jetzt dürfen wir uns nicht ausruhen“, sagt Marco Löring vor dem anstehenden Derby gegen den TSV Neusäß. „Ich hatte übrigens schon vor dem Spiel das Gefühl, dass die in Königsbrunn gewinnen“, lacht der Cosmos-Coach.

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Den Herbstmeistertitel teilen darf sich der TSV Gersthofen mit dem SC Bubesheim, der überraschend beim TSV Hollenbach mit 0:5 verloren hat. „Da kann jeder unter die Räder kommen“, konstatiert Florian Fischer. Der Trainer des TSV Gersthofen hat von dem Ergebnis in Affing erfahren, wo er den kommenden Gegner beim 0:0 gegen den SC Altenmünster beobachtet hat. „Gegen uns werden die anders auftreten“, ist Fischer überzeugt, dass am kommenden Freitag zum Rückrundenauftakt ein hochmotiviertes Affinger Team auf dem Platz stehen wird. Mit seiner Truppe war er beim 2:0-Sieg gegen den TSV Rain II zufrieden. „Wir haben seriös gespielt, kein Feuerwerk abgebrannt“, blickte er auf die 90 Minuten zurück, in denen man den tief stehenden Gegner jederzeit im Griff hatte. Für Rain sei das frühe Gegentor durch ein Geschenk natürlich ein Genickschlag gewesen. „Nicht so positiv war, dass wir in der zweiten Halbzeit die Chancen nicht genutzt haben“, so Fischer.

Abteilungsleiter Klaus Assum ist mega stolz auf Mannschaft und Coaches

„Der Sieg hätte auch höher ausfallen, aber die Null steht“, zeigte sich Abteilungsleiter Klaus Assum mega stolz auf Mannschaft und Coaches. „Die Serie und der Wille und Teamgeist sind ausschlaggebend in unserer Situation. Wir haben einige Verletzte zu beklagen. Aber die Jungs machen das richtig gut, auch wenn sie auf die Socken bekommen“, blickt er auf den vergangene Freitag zurück. „Und man macht auch Tore, wenn man den Gegner unter Druck setzt und zu Fehlern zwingt“, so Assum: „Wenn es auch nicht „Highway to Hell“ war, so war es meines Erachtens auf jeden Fall „Again and Again“ (Anm. d. Red: wird beim Torjubel immer gespielt) von Status Quo“, freut er sich schon auf den nächsten Tanz gegen den FC Affing. Bolero?

Fußball-Nachlese: In Emersacker geht`s hoch her

Während der TSV Gersthofen jetzt sechs Spiele in Folge nicht verloren hat, folgt in diesem Ranking der SC Altenmünster, der die letzten fünf Spiele unbeschadet überstanden hat. Diese Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Nach dem Weggang von Fahad Barakzaie und dem Fehlen von Sergej Scheifel (pausiert) hatten die Experten dem SCA eine schwere Saison prophezeit. Beim 0:0 in Affing überzeugte das letzte Häuflein der Aufrechten von Trainer Peter Ferme einmal mehr in kämpferischer Hinsicht. Aus akuter Personalnot kamen mit Fabian Herdin und Teammanager Florian Seizmeier sogar zwei 37-Jährige zum Einsatz, die eigentlich ihre Schuhe längst an den berühmten Nagel gehängt haben.

„Wir wollen nicht als böse Buben dastehen“

Hoch her ging es auf dem Stutzenberg in Emersacker, wo Tabellenführer FC Emersacker die SpVgg Auerbach-Streitheim mit 2:0 besiegte. Acht gelbe Karten – vier auf jeder Seite – verteilte Schiedsrichter Jannis David Fischer vom Polizei SV Augsburg. Dazu zweimal den roten Karton gegen die Auerbacher Julian Demharter und Christian Herr, was Ludwig Furnier auf die Palme brachte. „Unglaublich! Unterirdisch!“, wetterte der Vorsitzende der SpVgg. Die erste Rote sei ein Allerweltsfoul an der Außenlinie gewesen, die zweite habe es gegeben, nachdem zwei Spieler miteinander geredet hatten, so Furnier. „Ich bin zwar aus dem Alter raus, dass ich auf den Schiedsrichter schimpfe, aber er sollte sich mal Gedanken machen, was er mit den zwei Karten vorhat, Er hatte keine Messlatte“, ärgerte sich Ludwig Furnier über die Kartenflut: „Wir wollen nicht als böse Buben dastehen.“

Ganz anders sieht es Rainer Förg: „Die erste Rote Karte war hart, aber äußerst vertretbar. Bei der zweiten war es eine verbale Entgleisung, die der halbe Platz gehört hat“, schildert der sportliche Leiter des FC Emersacker das Geschehen. „Das Spiel war insgesamt sehr intensiv aber auch sehr fair. Der Schiedsrichter hat eine gute Leistung gezeigt.“

In der A-Klasse Nordwest hinken der VfL Westendorf und der SC Biberbach den Ansprüchen hinterher. Im Derby musste der letztjährige Vizemeister eine 0:2-Heimniederlage hinnehmen. Deshalb ließ man sich aber die Stimmung auf der Hochzeit von Sebastian Schnell, zu der viele Fußballer kamen, nicht vermiesen.

Die Tops & Flops des Spieltages

  • Spieler des Tages Seit vielen Jahren zählt Marco Spengler zu den Toptorjägern im Landkreis Augsburg. Und trotz einiger Angebote von höherklassigen Vereinen ist er bisher immer der SpVgg Westheim treu geblieben. Was der 27-Jährige für seinen Heimatverein wert ist, zeigte sich zu Beginn der Saison, als er verletzt war. Das krebsten die Westheimer am Südpol der Kreisliga Augsburg herum. Seit Spengler wieder spielt, haben die Rot-Weißen nicht mehr verloren. Zuletzt war der schnelle Stürmer wieder einmal maßgeblich am 4:2-Sieg gegen Tabellenführer SpVgg Langerringen beteiligt. Drei Treffer erzielte er selbst, den vierten legte er mustergültig für Benjamin Walter auf. Mit insgesamt elf Einschüssen in nur sieben Spielen führt Marco Spengler die Torschützenliste der Kreisliga Augsburg an.
  • Beste Torschützen Mit vier Treffern war Christoph Werner vom FC Langweid der beste Torschütze an diesem Wochenende. Je drei Tore erzielten Marco Spengler (SpVgg Westheim), Manuel Hemm (FC Horgau II), Leon Schuster (CSC Batzenhofen), Giuseppe Carangelo (Hainhofener SV) und Alexander Knotek (TSV Lützelburg II). Doppelt trafen Luca Jaskolka (TSV Zusmarshausen), Daniel Hafner (SSV Margertshausen), Felix Simon (TSV Steppach), Martin Schnierle (TSV Lützelburg), Gabriel Streil, Jonas Fritz (SV Grün-Weiß Baiershofen), Andreas Schobel (SpVgg Deuringen), Andras Thoma (FC Langweid), Julian Kraus (TSV Dinkelscherben II), Lukas Winkler (SV Bonstetten) und Martin Wyzgala (SpVgg Deuringen II).
  • Torreichste Spiele Mit 22:0 siegte der SV Gold-Blau Augsburg bei der TG Viktoria II. Was soll man von einem A-Klassen-Ergebnis wie diesem halten? Acht Treffer fielen bei der 1:7-Pleite des SSV Neumünster beim FC Lauingen (Kreisliga West) und beim 7:1-Sieg des Hainhofener SV gegen den TSV Welden II (B-Klasse Nordwest). Jeweils sieben Tore gab es in den Spielen Grün-Weiß Baiershofen – SpVgg Kleinkötz (6:1), FC Langweid – SV Erlingen (6:1) und DJK Lechhausen II – SpVgg Deuringen (2:5).
  • Größte Zuschauerkulissen 230 Besucher sahen das Bezirksliga-Duell TSV Meitingen – BC Adelzhausen (1:1), 220 Zuschauer erlebten auf dem Kaiserberg den vierten Sieg in Folge des TSV Dinkelscherben gegen den TSV Göggingen (2:1). Jeweils 150 Besucher wurden bei den Spielen FC Affing – SC Altenmünster (0:0), FC Emersacker – SpVgg Auerbach-Streitheim (2:0) und Grün-Weiß Baiershofen – SpVgg Kleinkötz (6:1) gezählt.
  • Pechvogel des Tages Es war nicht die Woche der SpVgg Auerbach-Streitheim. Erst der Trainerwechsel, dann eine Verletzung und zwei Rote Karten. Bei der 0:2-Niederlage beim FC Emersacker musste Alex Scheurer verletzt ausscheiden, Julian Demharter und Christian Herr vorzeitig zum Duschen.
  • Top des Tages Nach fünf sieglosen Spielen hat der TSV Neusäß wieder ein Erfolgserlebnis zu verzeichnen. Mit dem 1:0-Sieg beim Aufstiegsanwärter SV Türkgücü Königsbrunn setzte die von großem Verletzungspech gebeutelte Pecher-Truppe mit dem allerletzten Aufgebot ein Ausrufezeichen. Sehenswert auch der Siegtreffer: Akif Dogan zog nur wenige Meter nach der Mittellinie ab und das Spielgerät segelt über den zu weit aufgerücktem Keeper der Gastgeber ins Netz.
  • Flop des Tages Wer in den 14 Spielen der Vorrunde zwölfmal sehr deutlich verliert – zuletzt 1:7 beim FC Lauingen – und lediglich zwei Punkte einfährt, der hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Diese Kritik müssen sich die Verantwortlichen des SSV Neumünster gefallen lassen. Nur ein Wunder kann wohl den Abstieg aus der Kreisliga West noch verhindern. (oli)
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