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Gersthofen

16.10.2020

Generationenwechsel beim Gersthofer Theater

Die neue Vorsitzende Regina Winter (links) und stellvertretende Vorsitzende Ilona Kramer (rechts) verabschieden das bisherige Vorstandsteam Lukas Kiermeier und Melanie Fischer.
Bild: Herbert Lenz

Plus Regina Winter löst den langjährigen Vorsitzenden Lukas Kiermeyr ab. Doch es gibt auch weitere Neuigkeiten.

Die "dem Coronavirus bedingten" Auflagen und Vorschriften machen es vielen Organisationen und Vereinen seit geraumer Zeit nicht gerade leicht, tätig zu werden - und in besonderem Maß gilt dies für alles, was irgendwie mit Darstellungen und Bühnenarbeit zu tun hat. Bereits im März sollte die Jahreshauptversammlung des Theaters Gersthofen stattfinden, sie wurde weiter auf Mai verschoben - und dann war wegen der Pandemie Schluss. Was die angeordneten Vorschriften und Verbote konkret für die Amateurspieler bedeuteten, fasste Spielleiter Peter Eder zusammen.

"Am 16. März fand unsere Hauptprobe zum "Haftlmacher" im Augsburger Augustana-Saal statt, einen Tag später teilte man uns dann mit, es dürften keine Vorstellungen mehr stattfinden. Der gesamte Bühnenaufbau steht seitdem im Saal - und wir alle warten, hoffen."

Hinter den Kulissen viel gearbeitet

Stillstand gab es allerdings nur auf der Bühne - "hinter den Kulissen" gewissermaßen wurde bereits für die Nach-Corona-Zeit gearbeitet und all das mit einbezogen, was bei der ausgefallenen Hauptversammlung hätte mitbehandelt werden müssen. Man wollte neue Ideen entwickeln, versuchte, Kontakte herzustellen, Verbindungen zu knüpfen. Bereits bestehende Gemeinsamkeiten ausbauen, Teamarbeit intensivieren, werben für "Lust auf Theater".

Gersthofer Führungsteam kandidiert nicht mehr

Lukas Kiermeyr wollte nach acht Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidieren, Peter Eder und seine Ehefrau Inge hatten angekündigt, sich sowohl in Gersthofen als auch in Augsburg zurückzuziehen - nach über 40 Jahren sehr erfolgreicher Arbeit für das Amateurtheater. Peter Eder war Spielleiter, er suchte die jeweiligen Stücke aus, Inszenierung und Regie lagen in seiner Hand. Inge Eders Aufgabe war die Sorge für das gesamte Bühnenbild - Idee, Entwurf, Planung, bis hin zur Umsetzung. Unterstützt wurde sie dabei von Charly Drummer, der sich ebenso um die Bühnentechnik kümmerte - auch er wollte altersbedingt seine Arbeit nicht mehr weiterführen. Für Aufführungen des "Haftlmacher"-Stücks - sollte es dazu i noch kommen - wollten sie aber noch einmal bereitstehen...

Was aber konnte dieses alles für die weitere Theaterarbeit bedeuten? Rasch war man sich einig, die bereits bestehenden Kontakte zur Kol-La auszubauen, die angebotene Zusammenarbeit, wo immer möglich, gerne anzunehmen. Gemeinsames Wirken von Kol-La und "Theater Gersthofen" - dafür stehen bereits Namen wie beispielsweise Herbert Lenz und Manfred Lamprecht, jeder Mitglied in beiden Vereinigungen.

Dank für Mitarbeit am "Brandner Kaspar"

Lenz bedankte sich im Namen der Kol-La nochmals für die Mitarbeit vom "Theater Gersthofen" bei den "Brandner-Kaspar"- Aufführungen auf dem Rathausplatz im vergangenen Jahr.

Zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde Regina Winter, bislang schon zuständig für das Kassenwesen. Stellvertreterin ist Ilona Kramer, ehemals Schriftführerin. Kassenwart wurde Christian Zirngibl, neue Schriftführerin Melanie Fischer. "Öffentlichkeitsarbeit und Marketing" übernimmt Herbert Lenz. Für die Technik zuständig ist Dominik Winter. Zum Spielleiter wählte man Michael Fischer.

Einige Positionen bleiben noch offen

Vereinbart wurde auch, dass einige Positionen - wie etwa jene für Maske und Kostüme, Bühnenbild und Bühnenaufbau - zunächst nicht unbedingt streng personell festgelegt werden müssten. Gewisse Einarbeitungszeiten sollen gewährt werden, auch für den Spielleitungsbereich möchte man nach diesem Muster verfahren.

In ihrer Antrittsrede bedankte sich Regina Winter bei Lukas Kiermeyr für seine "achtjährige hervorragende Arbeit beim "Theater Gersthofen" - sie wolle versuchen, "wie er souverän weiterzuarbeiten, so, wie er es den Amateurtheater-Freunden vorgelebt hat." Als Dankeschön überreichte sie Kiermeyr ein Paket mit Lieblingsweinen. Einen Dankeschön-Blumenstrauß bekam Melanie Fischer als ehemalige stellvertretende Leiterin.

Neue Interessenten gewinnen

Die neue Vorsitzende bat darum, "unsere starke Gemeinschaft" zu erhalten, und empfahl, immer wieder zu versuchen, neue Interessenten für die Amateurtheater-Arbeit zu gewinnen. "

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