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Gersthofen

07.12.2019

Gersthofen: Mit Tempo 20 durch die Bahnhofstraße

Staus im Umfeld der zentralen Gersthofer Strasserkreuzung wird es nach dem Umbau weiter geben. In der Bahnhofstraße soll künftig Tempo 20 gelten. 
Bild: Florian Eisele (Archiv)

Radfahrer sollen in Nord-Süd-Richtung durchs Gersthofer Zentrum fahren können. Rückstaus werden sich nach Berechnungen der Verkehrsplaner weiter bilden.

Einen Tempo-20 Bereich zwischen der Strasserkreuzung und der Brahmsstraße will die Stadt Gersthofen möglichst bald als Provisorium einrichten. Dafür muss die zentrale Kreuzung in der Stadtmitte, wie berichtet, umgebaut werden. Dabei sollen nicht zuletzt auch die Radfahrer besser berücksichtigt werden.

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Ziel ist es, die Bahnhofstraße für den Durchgangsverkehr möglichst unattraktiv zu machen. Bei der Gestaltung der Fahrspuren an der Strasserkreuzung hat sich im Vergleich zur in unserer Freitagsausgabe veröffentlichten Grafik noch eine Änderung ergeben, erklärt Isolde Mair von der Gersthofer Bauverwaltung: Die Bauernstraße hat nach den aktuellen Umbauplanungen eine Geradeaus-/Rechtsabbiege- plus eine Linksabbiegespur. Autos, die geradeaus in die Bahnhofstraße einfahren wollen, müssen wie bisher mit den Rechtsabbiegern in einer Schlange warten.

Eine Linksabbiegespur in die Bauernstraße.

In der Donauwörther Straße ergibt sich eine Änderung: „Es wird von Norden kommend keine eigene Rechtsabbiegespur mehr geben“, sagt Isolde Mair. Geradeausfahrer und Rechtsabbieger müssen eine Spur benutzen. Der Radweg an der Donauwörther Straße wird geradeaus bis zur Kreuzung weitergeführt. Dazu gibt es noch eine Linksabbiegespur in die Bauernstraße.

Gersthofen: Mit Tempo 20 durch die Bahnhofstraße

Diese Linksabbiegespur hatte die Stadt vor gut eineinhalb Jahren als einen provisorischen Versuch angelegt, um zu testen, ob die Kreuzung das verkraftet. Schließlich wurde die Bahnhofstraße ja zur Ortsstraße herabgestuft. Die Donauwörther Straße wurde stattdessen zur Staatsstraße aufgestuft und dient jetzt – statt früher die Bahnhofstraße – als Umleitungsstrecke bei Problemen auf der Autobahn. Eingerichtet wurde damals auch ein provisorisches Gerüst, auf dem eine Linksabbiege-Ampel installiert wurde.

Ampelmasten an der Strasserkreuzung sind Sonderanfertigungen

Isolde Mair drängte in der Planungsausschusssitzung nun darauf, dass dieses Gerüst durch einen Ampelmasten ersetzt wird. „Denn es ist bei Unfällen nicht verkehrssicher und müsste, wollen wir es beibehalten, mindestens mit einem Betonsockel geschützt werden“, betonte sie. Und nach eineinhalb Jahren könne man nicht mehr wirklich von einem Provisorium sprechen, gab sie zu bedenken. Allerdings sind die Ampelmasten an der Strasserkreuzung alles Sonderanfertigungen. Eine Sonderanfertigung für das neue Provisorium sei allerdings zu teuer, so die einhellige Tendenz bei den Räten. Stattdessen soll zunächst ein wesentlich kostengünstigerer Standard-Ampelmast aufgestellt werden.

Erforderlich sein wird künftig auch eine neue Taktung der Ampelschaltung. Dies hatten Experten der Firma Siemens berechnet. Sie betonten aber, dass die Situation an der Kreuzung in Zukunft sogar schlechter werden und sich längere Rückstaus an der Ampel bilden könnten. Mit unter 70 Sekunden errechneter Wartezeit, sei dies aber immer noch hinnehmbar, so die Experten.

Im Endausbau geplant ist derzeit noch ein Kreisverkehr rund 100 Meter nördlich der Strasserkreuzung auf der Donauwörther Straße. Hier sollen Autos von einer Stichstraße von der Schulstraße her einmünden. In Stoßzeiten könnte der Rückstau von der Strasserkreuzung bis in diesen Kreisel reichen.

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