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Gessertshausen.
01.09.2021

Seniorin aus Gessertshausen will 30.000 Euro für Betrüger abheben

Die "Schockanrufe" im Augsburger Land häufen sich.
Foto: Roland Weihrauch, dpa (Symbolbild)

Eine 80-Jährige erhält einen Schockanruf und fällt auf die erfundene Geschichte herein. Glücklicherweise kann die Bank eine Abhebung des Geldes für die angebliche Kaution verhindern.

Die "Schockanrufe" im Augsburger Land häufen sich. Erst am Dienstag wurde wieder ein Telefonat bei einer 80-jährigen Frau aus Gessertshausen angezeigt, mit dem Unbekannte versuchten, durch frei erfundene Geschichten an Bargeld zu bekommen. Erst im letzten Moment konnte die Übergabe von 30.000 Euro verhindert werden.

Die Seniorin erhielt laut Polizei den Anruf bereits am vergangenen Freitag. Ein verheult klingender Mann teilte der 80-Jährigen um 12.30 Uhr mit, er habe an einem Zebrastreifen in Augsburg eine Frau totgefahren und sitze nun in Haft. Für seine Freilassung müsse er eine Kaution in Höhe von 36.000 Euro bezahlen. Da die 80-Jährige tatsächlich einen Enkel im entsprechenden Alter hat, ließ sie sich durch die verweinte Stimme zu der irrigen Annahme verleiten, dass es sich beim Anrufer wirklich um ihren Enkel handelte. Sie ging zu einer regionalen Bank, um 30.000 Euro abzuheben. Glücklicherweise wurden dort aber die Abhebung abgelehnt und stattdessen die Angehörigen informiert. Die Familie der Seniorin kümmerten sich dann um sie und zeigte den Vorfall am Dienstag bei der Polizei Zusmarshausen an.

Teilweise schaltet sich auch ein falscher Polizist ein

Immer wieder war es in den vergangenen Tagen zu solchen Anrufen gekommen, in denen mit einer weinerlichen oder verheulten Stimme dem Angerufenen vorgegaukelt wird, dass der Sohn, die Tochter, oder das Enkelkind einen Menschen totgefahren hätte und nur mit einer Kaution freikommen würde. Teilweise schaltet sich dann auch noch ein vermeintlicher, falscher Polizist in das Gespräch ein.

Polizeichef Raimund Pauli appelliert in diesem Zusammenhang an alle Bürgerinnen und Bürger, sich bei solch dubiosen Anrufen nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen und unter keinen Umständen eine Geldabhebung oder sonstige Kontobewegung zu veranlassen. "Nach Beenden eines derartigen Gespräches kann sich der Angerufene gerne im Zweifelsfall bei der zuständigen Polizei informieren und beraten lassen", sagt Pauli. Der Anrufer sollte jedoch stets die amtlich bekannte Nummer der Inspektion wählen. Sollten die Unbekannten während des Telefonats den Hörer an einen vermeintlichen Polizeibeamten weiterreichen, ist das Gespräch sofort zu beenden. (thia)

Die Polizei in Zusmarshausen ist telefonisch erreichbar unter der Nummer 08291/1890-0.

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