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Gemeinderat

06.06.2019

Grundstücke in Biberbach sind heiß begehrt

Für 20 Grundstücke gibt es 100 Bewerber. Der Quadratmeterpreis steht ungefähr fest

Vom 1. bis zum 31. Juli können sich Bauwillige um eines der 20 Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften im neuen Baugebiet „Südlich der Peter-Dörfler-Straße II“ im Zentrum von Biberbach bewerben. Bis spätestens Oktober soll feststehen, wer seinen Traum vom Eigenheim mit Aussicht auf die Wallfahrtskirche verwirklichen kann. Zeitgleich mit dem Abschluss der Erschließung im November könnten die Kaufverträge unter Dach und Fach gebracht werden, stellte Bürgermeister Wolfgang Jarasch den zeitlichen Ablauf in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor.

Die Bauplätze sind heiß begehrt. Über 100 Bewerber haben sich bereits bei der Gemeinde gemeldet und werden per E-Mail über den Stand der Dinge informiert. Einen Vorsprung für die Vergabe hätten sie sich damit allerdings nicht sichern können, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch. „Unsere Zielgruppe sind junge Familien aus Biberbach, die sozial engagiert sind.“ So entscheidet nicht die Schnelligkeit der Bewerbung, sondern Faktoren wie ehrenamtliches Engagement, Familienstand und regionale Verbundenheit darüber, ob ein Bewerber zum Zug kommt. Dafür wurde ein spezieller Fragebogen entwickelt, bei dem eine Höchstzahl von 30 Punkten erreicht werden kann. Bei Gleichstand entscheidet schließlich das Los. Innerhalb von fünf Jahren muss ein Wohnhaus auf dem erworbenen Grundstück stehen, ansonsten kann die Gemeinde von einer im Kaufvertrag enthaltenen Rückkaufsoption Gebrauch machen.

Die bereits bei der Gemeinde registrierten Interessenten bekommen den Bewerbungsbogen zugeschickt, alle anderen können die Unterlagen bei der Gemeinde abholen oder sich online unter biberbach.de informieren. Der Quadratmeter Bauland wird rund 200 Euro kosten. Der genaue Verkaufspreis wird festgelegt, sobald die Kosten der Erschließung abschließend berechnet sind. Auf „plus/minus zehn Prozent“ der 200 Euro werde es hinauslaufen, so der Bürgermeister.

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Ordentlich Geld muss die Gemeinde in den nächsten Jahren in die Wasserversorgung investieren. Bei einer Schöpfprobe im Rahmen der regelmäßigen Trinkwassseruntersuchung wurden Keime festgestellt. Doch nicht das Wasser selbst, sondern die Art der Probennahme habe dazu geführt, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch. Die Proben werden nun anders entnommen und es gebe keinen Grund zur Besorgnis, denn „unser Wasser ist gut“. Doch der Hochbehälter stammt aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts und entspricht nicht mehr den geltenden Richtlinien. Ein Neubau kostet rund 1,7 Millionen Euro, eine Sanierung würde mit rund einer halben Million Euro zu Buche schlagen. Wenn sie denn überhaupt möglich sei, erklärte Tobias Kostenzer vom beauftragten Fachbüro Sweco die Probleme.

Mit Sofortmaßnahmen können akute Defizite wie die fehlende Filterung der Außenluft, die durch die Belüftung des Hochbehälters ans Trinkwasser kommt, behoben werden. Hier wurde bereits nachgerüstet. Doch grundlegende Mängel wie das zu kleine Volumen des Hochbehälters sind durch eine Sanierung nicht zu beheben.

Aktuell steht ein Volumen von 350 Kubikmetern Speicherleistung zur Verfügung. Eigentlich sollten es passend zur Gemeindegröße 800 Kubikmeter sein. Anhand eines Sanierungskonzepts sollten nun die Möglichkeiten und Kosten ausgelotet werden, beschloss der Gemeinderat. Viel Spielraum habe man ohnehin nicht bei der Entscheidung über Investitionen in die Wasserversorgung, so der Bürgermeister. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen seien klar gesteckt, und das ganz unabhängig davon, ob man das Geld dafür habe oder nicht.

Es müsse nicht gleich morgen mit dem Bau begonnen werden, beruhigte Kostenzer das Gremium. In Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises werde der sichere Betrieb der Wasserversorgung gewährleistet. Doch in den nächsten zehn Jahren wird investiert werden müssen. Das werden dann auch die Bürger an den steigenden Gebühren für ihr Wasser spüren.

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