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Feuer

26.02.2013

Haus brennt zweimal ab

In diesem Haus entfachte sich am Freitag ein Brand, den die Feuerwehr zunächst löschte. Als das Feuer Samstag früh aus bisher unbekannten Gründen wieder ausbrach, rückten die Einsatzkräfte erneut aus.
Bild: Marcus Merk

In Neusäß steht ein Gebäude in Flammen, die Feuerwehr löscht. Einen Tag später entfacht der Brand erneut

Neusäß Als Anwohner der Oskar-Miller-Straße Sirenen hörten und die Rauchschwaden bemerkten, die aus einem Wohnhaus zogen, ahnten sie Schlimmes. Vor zwei Jahren war nur wenige hundert Meter weiter in der Gartenstraße ein Einfamilienhaus in Flammen aufgegangen und komplett abgebrannt. Die Bewohnerin des Hauses, eine 76-jährige Frau, hatte das Feuer damals nicht überlebt.

Dieses Mal konnten Feuerwehr und Polizei jedoch schnell Entwarnung geben: Das Haus in der Oskar-Miller-Straße, das am Freitag aus bisher unbekannten Gründen in Flammen aufging, stand leer. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung. „Als wir angekommen sind, war das Untergeschoss bereits im Vollbrand“, sagte Christian Kannler, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Neusäß, der am Freitag Einsatzleiter war. Die Feuerwehr war mit neun Löschfahrzeugen vor Ort.

Bis 3.30 Uhr hatte die Brandwache auch die letzten Glutreste erstickt. Doch am nächsten Morgen wurde die Feuerwehr erneut in die Oskar-Miller-Straße gerufen. Das Untergeschoss stand wieder in Flammen.

Zugführer Andreas Golling, der spät in der Nacht das Kommando von Kannler übernahm, sieht keine Fehler bei den Einsatzkräften. „Wir haben die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera überwacht. Der Brand war absolut kalt“, sagte Golling. Seine Mannschaft habe die Feuerstelle noch mit einem Netzmittel eingedeckt, das tiefer liegende Glutbrände erreicht.

Vor dem Haus riecht es noch nach verbranntem Plastik

Seit mehr als zwölf Jahren wohnt niemand mehr in dem Gebäude, dennoch standen etliche Möbel in der Ruine herum. „Das Haus war noch voller Gerümpel, und überall lag Kleidung“, sagte Golling. Das Feuer hat die Innenverkleidung fast vollständig zerstört, im Dach klaffen mehrere große Löcher, die der Brand hineingefressen hat. Auf der Straße vor dem Haus stinkt es auch vier Tage später noch nach verbranntem Plastik. Das Feuer griff nicht auf umliegende Häuser über, auch die Geschäfte in der Straße blieben verschont. „Die Situation sah für uns nie gefährlich aus“, sagte eine Anwohnerin, die in unmittelbarer Nähe zu dem Einfamilienhaus wohnt.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Die Polizei gab sich zugeknöpft und gab zunächst keine Meldung an die Medien raus. Keiner der Einsatzkräfte möchte darüber spekulieren, wie das Feuer erneut ausbrechen konnte. „Das ist nicht unsere Aufgabe“, sagte Golling. Auch Martin Binder, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord, kann keine genaueren Angaben machen. „Wir können derzeit noch nicht sagen, warum das Haus zu brennen anfing“, sagte er. Die Kripo hat Ermittlungen aufgenommen.

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