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Abschied

21.07.2020

Ihre Gedanken bleiben bei der Schule

Die Schulleiterin der Grundschule Steppach, Britta Mahler, wurde vom Neusässer Bürgermeister Richard Greiner verabschiedet.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Britta Mahler verlässt Steppach. Jetzt möchte sie wieder unabhängig sein

Pädagogin zu sein und insbesondere eine Schule zu leiten, war für Britta Mahler nicht nur Beruf, sondern Berufung. Dies ließ sich aus ihrer intensiven Rückschau, insbesondere auf die letzten sieben Jahre als Schulleiterin in Steppach, entnehmen. Jetzt geht sie zunächst in die Freistellung, der dann der Ruhestand folgt. Schule werde aber nie aus ihrem Denken verschwinden, ist sie sich sicher. Schon bei ihrem Antritt in Steppach sagte sie: „Schule ist einfach mein Ding.“

Dass Bildung zukunftsorientierter werde mit einem entsprechenden medial-digitalem Unterricht, das sagte sie jetzt bei der Feier anlässlich ihres Abschieds. Für die Zukunft der Grundschule Steppach hatte sie noch drei Wünsche. So solle das Bildungsprofil erhalten, weitergeführt und ausgebaut werden, das vertrauensvolle Miteinander erhalten, gepflegt und bei aller Arbeit der Teamgedanke nicht verloren gehen und eine innovative Entwicklung neuer Ideen für Unterricht und Schule in der Zukunft erfolgen.

Bestätigt wurde ihre spürbare Begeisterung für Schule, ihre Energie und Empathie auch von Schulamtsdirektor Thomas Adleff und Bürgermeister Richard Greiner in ihren Grußworten. Sie habe nie aufgehört, sich für dieses Amt zu begeistern, besser könne man den Schulauftrag nicht zusammenfassen, erklärte Adleff. Er hätte sich gewünscht, dass die Verabschiedung ein Riesenfest geworden wäre und Britta Mahler von ihrer Schulfamilie geherzt und gedrückt hätte werden können, die Umstände der Zeit ließen dies aber nicht zu, bedauerte Bürgermeister Greiner.

Dennoch freute er sich mit den zahlreichen Gästen, die sich im Pausenhof zu dem kleinen Festakt versammelt hatten, welcher von der Klasse 4a, dem Duo Blue, dem Bläserensemble der Schule sowie dem Lehrerchor mit dem Lied „Wir werden dich vermissen“ musikalisch umrahmt wurde. Mahler habe mit vielerlei Angeboten die Schule zu einem bodenständigen Ort in Steppach werden lassen, sei es mit der Bücherinsel oder einer Zusammenarbeit mit dem Ortsgeschichtlichen Arbeitskreis.

Sie habe Schule entwickelt, flexibel auf Veränderungen reagiert, die Schüler an die Hand genommen und dazu beigetragen, dass aus „jungen Pflänzchen der ein oder andere starke Stamm“ geworden ist. Um dies zu unterstreichen und nicht zuletzt, um einen Bogen zu ihrer Geburtsstadt Gießen zu machen, überreichte der Bürgermeister der scheidenden Schulleiterin eine bepflanzte rote Gießkanne. Sie blicke durchaus mit einem weinenden Auge auf eine schöne und interessante Schulzeit zurück, erklärte Mahler. Dennoch verabschiedete sie sich mit einem resoluten „Ich bin dann mal weg“ in eine neue Zukunft. Abstand gewinnen, herausfinden aus dem immer verantwortlich sein und kümmern werde das Erste sein, das sie in ihren letzten, ganz normalen Ferien machen wolle.

Freilich steht Reisen jetzt auf dem Programm, erst einmal zur Tochter, dann aber möchte Britta Mahler auch mal wieder nach Italien, am besten verbunden mit einem Sprachkurs. Weiter stehen Lesen, Theater, Konzerte sowie Laufen, Fitness, Yoga und das Verbessern ihres Golfspiels auf der To-do-Liste der kultur- und sportbegeisterten Pädagogin. Am meisten aber freue sie sich auf das Unabhängigsein von Zeiten und den Rhythmen des Schulalltags.

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