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23.01.2020

Immer neue Standorte am Stadtmarkt

Der Gersthofer Stadtmarkt findet regelmäßig am Samstagvormittag statt. Verkauften die Händler in den letzten Jahren auf dem Kleinen Rathausplatz, ist das Angebot inzwischen so groß, dass der große Platz benötigt wird.
Foto: Marcus Merk

Ein Händler, der samstags seine Waren in Gersthofen anbietet, hat sich beschwert. Seine Kollegen sehen es anders und freuen sich, dass wieder mehr Beschicker mitmachen

Samstagvormittag auf dem Stadtmarkt einkaufen – dieses Angebot nutzen immer mehr Gersthofer jedes Wochenende auf dem Rathausplatz. Doch nicht immer stehen die Verkaufsstände an ihrem angestammten Platz. Das sorgte jüngst für großen Unmut. Doch bei der Stadt und unter den Beschickern sieht man dafür wenig Anlass.

Jeden Samstag räumt die Stadt Gersthofen Händlern ein, auf dem Rathausplatz Gemüse, Fleischwaren, Milchprodukte oder Geflügel zu verkaufen. Da allerdings immer mehr Veranstaltungen auf dem Platz stattfinden, müssen die Händler immer wieder ausweichen, beispielsweise während der Kulturina, wenn der Rathausplatz für eine große Bühne und Gastronomie genutzt wird oder während der Wintermonate, wo Groß und Klein dort auf einer Schlittschuhfläche ihre Runden drehen können. Bei der Kulturina muss der Markt sogar ausfallen.

Einer der regelmäßigen Standbetreiber beschwerte sich darüber, dass nun wieder ein neuer Aufstellungsplan für die Stände erstellt wurde. Sein Argument: Die Kundschaft habe schon wiederholt seinen Stand nicht gefunden. Früher seien die Stände auf dem kleinen Rathausplatz aufgestellt gewesen, was sehr zum guten Ambiente beigetragen habe. Jetzt, nachdem die Händler von der Stadtverwaltung auf den großen Rathausplatz geschoben worden seien, habe diese Marktatmosphäre gelitten, so die Kritik.

„Wir wissen von dem Unmut dieses Händlers“, erklärt Bürgermeister Michael Wörle. „Aber er hat noch nicht mit uns gesprochen.“ Dass die Standorte der Verkaufswagen in den letzten Monaten wiederholt verlagert werden mussten, habe mehrere Ursachen: „Zum einen gab es ja Absperrungen wegen der Umbauarbeiten am Rathaus sowie dem Einbau des neuen Bürgerservicezentrums mit dem neuen Haupteingang des Rathauses“, so Wörle. Da sei einfach nicht mehr genügend Platz auf dem kleinen Rathausplatz zur Verfügung gewesen.

Außerdem müsse der neue Haupteingang des Rathauses frei bleiben – das neue Bürgerzentrum sei künftig mitunter auch an Samstagen geöffnet, so Wörle. Die Folge: Ein Händler muss mit seinem Stand auf einen anderen Platz ausweichen. Grundsätzlich reiche inzwischen der kleine Rathausplatz nicht mehr aus. „Denn es werden immer mehr Händler, welche ihre Waren hier anbieten wollen.“ Außerdem seien die Wagen, in denen die Waren angeboten werden, in den vergangenen Jahren ebenfalls immer größer geworden. „Unser Ziel ist es, eine attraktive Fläche zu bieten, ohne Händler abweisen zu müssen.“

Die Stadt verlangt übrigens kein Geld von den Händlern, wenn diese auf dem Stadtmarkt ihre Waren anpreisen. Selbst der Strom wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Lediglich eine freiwillige Spende für den Margeritenball sei erwünscht.

Das bestätigt auch Anton Krieger, mit seinem Geflügelstand ebenfalls einer der Marktbeschicker. Er fungiert ehrenamtlich als Ansprechpartner zwischen Händlern und Stadtverwaltung. „Als wir vor 30 Jahren angefangen haben, fand der Wochenmarkt bereits auf dem großen Rathausplatz statt“, erinnert sich Krieger. „Erst mit dem Beschickersterben wichen wir auf den kleinen Platz aus.“

Die Stadt habe angesichts der immer wieder erforderlichen Umstellungen angeboten, mit den Ständen auf den Festplatz an der Daimlerstraße umzuziehen. „Das will die Mehrheit von uns Händlern nicht, denn dann sind wir viel zu weit weg vom Schuss“, betont Krieger.

Dass man sich darauf geeinigt hat, den Markt während der Kulturina ausfallen zu lassen, fänden die Händler gut. „Dann können wir auch mal einen Urlaub planen“, so Krieger.

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