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Kultur

27.09.2016

In Dinkelscherben sind die Piraten los

Auf dem Piratenschiff, das vom Dinkelfestival noch im Rathausgarten stand, spielten die Tramödians die Geschichte von Lille Holzbein.
Bild: Lena Huber

Die Theatergruppe Tramödians spielte im Rathausgarten ein Kinderstück. Als Kulisse diente ein echtes Schiff

Ein Mädchen mit Holzbein, ein verliebter Schiffskoch und ein Pirat, der keiner sein mag. Was nach einer merkwürdigen Personenkonstellation klingt, begeisterte am Wochenende zahlreiche Kinder in Dinkelscherben. Die Theatergruppe Tramödians lud zum wahrscheinlich letzten Open Air in diesem Jahr und zeigte das Stück „Lille Holzbein und das mit den Knöpfen – Ein Piratenmärchenstück für Klein und Groß“ von Homer Berndl. Als Kulisse diente das Piratenschiff des Kinderlandes vom Dinkelfestival.

Bei den Tramödians spielen Kathrin Ammann, Boffi Freundlinger, Andi Kalb, Michael Kalb, Elisa Spatz, Willibald Spatz, Christine Völk und Lorenz Wiedemann. Das Stück handelt von Lille, einem ganz normalen Mädchen, das gerne tanzt. Als Lille im Park unter einem Baum einschläft, erscheint ihr im Traum eine böse Hexe, die ihr ein Holzbein zaubert. Beim Aufwachen stellt Lille erschüttert fest, dass ihr Bein tatsächlich hölzern ist und sie es nicht mehr bewegen kann. Da kommt eine verzauberte Haidame vorbei und hilft ihr. Als diese droht, an Land zu ersticken, rettet Lille ihr mit ihrer Limonade das Leben. Dafür wird sie Lille einen Wunsch erfüllen, wenn diese dreimal ihren Namen ruft.

Kurz darauf trifft Lille den angehenden Piraten Robert, der ihr auch gleich erklärt, sie dürfe das mit dem Holzbein nicht so laut erwähnen. Das Problem: „Gongoh, der Kapitän des Schiffs, hätte selbst gerne ein Holzbein, doch sein Wunsch ist bisher nicht in Erfüllung gegangen“. Als Lille das erfährt, gibt sie vor zu wissen, wo die Mondscheininsel liegt, auf der der Schatz der unerfüllten Wünsche vergraben ist. Es beginnt eine spannende Fahrt auf dem Schiff von Kapitän Gongoh und seiner Crew, bestehend aus dem heimlich verliebten Schiffskoch, dem Schiffsmusikanten, der seine Seele an den Teufel verkauft hat, und Robert, der eigentlich gar kein Pirat sein möchte.

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Ihre Reise führt die fünf über die Osterinsel, wo sie den verrückten Erfinder Herr Lampe treffen, hin zur Affeninsel, wo sie nach einem Sturm landen. Dort begegnet ihnen die böse Hexe wieder, die Gongoh, den Koch und den Musiker vergiftet und sie somit zu Affen macht. Lille und Robert segeln daraufhin alleine weiter. Als sie Schiffbruch erleiden, erinnert sich Lille im letzten Moment an die Haidame und ruft ihren Namen: „Melosine, Melosine, Melosine“. Robert und Lille werden von Melosine, die sich durch das Nennen ihres Namens wieder in einen Menschen verwandelt, gerettet. Endlich auf der Mondscheininsel angekommen, finden sie den Schatz, der Lilles Bein wieder normal werden lässt. Nun tauchen auch der Schiffsmusiker, der Melosines Vater ist, und der Koch, der Melosines Geliebter ist, auf. Lille ist von alldem so müde, dass sie sich kurz schlafen legt. Als sie wieder aufwacht, sind alle weg. Und ihr wird klar: Die ganze Geschichte war ein Traum.

Kein Traum für die Kinder in Dinkelscherben war ein besonderes Highlight: Kapitän Gongoh segelte zum Schluss noch einmal im Pappschiff vorbei und verteilte seinen Schatz an die Kinder – Schokotaler und Bonbons.

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