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Gersthofen

16.05.2019

In Gersthofen entstehen für 65 Millionen Euro neue Wohnungen

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Wo jetzt noch eine riesige Baugrube liegt, entsteht bis Ende 2021 das Wohnquartier Römertor im Süden Gersthofens. Geschaffen werden insgesamt 210 Wohnungen in gehobenem Standard.
Bild: Marcus Merk

Plus Beim ehemaligen Praktiker entsteht das Quartier Römertor. Es umfasst 210 Appartements vom Penthouse bis zum betreuten Wohnungen. Was ein Quadratmeter kostet.

Es ist das mit Abstand größte private Wohnbauprojekt der letzten Jahre in Gersthofen: Auf dem Gelände des ehemaligen Praktiker-Baumarkts am südlichen Stadtrand Gersthofen entsteht das Wohnquartier „Römertor“. Am Donnerstag war Spatenstich.

„Diesen Termin habe ich mir nicht nehmen lassen“, sagte Bürgermeister Michael Wörle. „Denn in Gersthofen ist man froh, wenn man in einem Loch einen Spatenstich machen kann“, spielte er launig auf die seit Jahren klaffende Baulücke, das „Gersthofer Loch“ im Stadtzentrum an.

Investor ist die Zima Immobilienentwicklung GmbH

Bis voraussichtlich November Ende 2021 sollen im Quartier Römertor acht Baukörper mit insgesamt 210 Eigentumswohnungen, davon 91 betreute Wohnungen, entstehen. Investor des Bauprojekts mit einem Gesamtvolumen von circa 65 Millionen Euro ist Alexander Nußbaumer mit seiner Firma Zima Immobilienentwicklung GmbH. Diese hat ihren Hauptsitz in Dornbirn in Vorarlberg sowie mehrere Niederlassungen im deutschsprachigen Alpenraum, darunter auch in München.

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Das Projekt an der Römerstraße erhielt den Namen im Hinblick auf die Römerstraße Via Claudia. Das dem betreuten Wohnen gewidmete Segment des Quartiers wurde bereits an die Hamburger HanseMerkur Grundvermögen AG verkauft. Mieter und Betreiber des Betreuten Wohnens sind die Johanniter.

Exklusive Penthouse-Wohnungen mit einer gehobenen Grundausstattung

Es entstehen Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sowie exklusive Penthouse-Wohnungen mit einer gehobenen Grundausstattung. Jeweils ein Wohnriegel im Westen zur Augsburger Straße und im Norden zur angrenzenden Gewerbebebauung grenzen die Eigentumswohnungen in den zwischen vier- und fünfgeschossigen Punkthäusern im Zentrum und im Osten des Grundstücks ab. Ein siebengeschossiger „Turm“ im Südwesten ist das höchste Gebäude, danach werden die Häuser stufenweise der bestehenden Bebauung in der Umgehung angeglichen.

So soll die Bebauung des Gebiets Römertor aussehen.
Bild: Zima Immobilienentwicklung Gmbh

Die Wohnfläche beträgt insgesamt 14200 Quadratmeter, davon entfallen 5200 auf das betreute Wohnen, das von den Johannitern gemanagt werden soll. Abgerundet wird das ganze Angebot mit einem kleinflächigen Service- und Gewerbeanteil von 1200 Quadratmetern Fläche.

Gastherme und Solarthermie

Unter den Häusern entsteht eine Tiefgarage mit circa 291 Stellplätzen und 21 Besucherstellplätzen. Von letzteren werden 15 vom betreuten Wohnen benutzt, das im westlichen Riegel entstehen soll. Für Wärme sorgen eine Gastherme sowie Solarthermie auf den Gebäudedächern.

Alexander Nußbaumer betonte, dass über das Quartier junge Menschen und die ältere Generation zusammenkommen können. Er dankte dafür, dass „die Stadt in der kurzen Zeit von nur vier Monaten Baurecht hergestellt hat“. Derzeit stehen auf dem Areal vier Baukräne, im Endausbau werden es sechs oder sieben sein, sagte der Technische Projektleiter Dieter Stähele. Der Rohbau soll Mitte 2020 stehen, spätestens im November 2021 soll das Quartier fertig sein.

Es soll einen offenen Mittagstisch geben

Marion Maisa, die Projektleiterin des Johanniter-Quartiers, betonte, dass hier – anders als in klassischen Pflegeheimen, die nur Menschen ab 60 aufnehmen, auch jüngere mit ihren Ehe- und Lebenspartnern als Mieter aufgenommen werden, sofern sie einen Pflegegrad haben. Die geplante Tagespflege soll auch Menschen von außerhalb des Wohnquartiers zur Verfügung stehen. Ein offener Mittagstisch soll dazu beitragen, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Der Verkauf der Apartments in den privaten Wohngebäuden hat schon begonnen, circa 15 seien bereits verkauft, so ein Zima-Marketingleiter Markus Hämmerle.

Quadratmeterpreis ab 4700 Euro

Trotz eines stolzen Quadratmeterpreises ab 4700 Euro hofft Bürgermeister Michael Wörle, dass möglichst viele Wohnungen nicht von Münchnern, sondern von Gersthofern erworben werden: „Denn dann wird in Gersthofen dringend benötigter günstigerer Wohnraum frei.“ Denn obwohl derzeit zahlreiche Baukräne und Wohnhausbaustellen das Stadtbild prägen, herrscht immer noch immenser Wohndruck: „Jede Wohnung, die auf den Markt kommt, ist sofort wieder weg“, so Wörle. Konstant fehlten überdies nach wie vor rund 200 bezahlbare Wohnungen in Gersthofen.

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