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30.04.2019

In der Familie daheim, in der Kirche zu Hause

Vor dem Gottesdienst nahmen ehemalige und noch aktive Ministranten Mesnerin Maria Wörle in die Mitte.
Bild: Fritz Wiblishauser

Seit 16 Jahren hat Maria Wörle in Affaltern mit größter Umsicht das Mesneramt in der Pfarrei St. Sebastian ausgeübt. Und mit vorausschauender Fürsorge hat sie für ihre Nachfolger ein in den Jahren entstandenes „Übergabeprotokoll“ erstellt. Die Notizen könnten allerdings fast schon ein Handbuch für den Mesnerberuf in einer Dorfkirche sein.

Fein säuberlich hat Wörle alle Eventualitäten, die das Kirchenjahr mit den entsprechenden liturgischen Feiern an Beachtenswertem für einen Mesner mit sich bringt, verzeichnet, sodass es für Vertretungen und Nachfolger leicht sein muss, das Amt auszuüben. „Frau Wörle arbeitete teamorientiert für die Pfarrei und mit der Pfarrei“, lobte Pfarrer Dr. Lindl. Schon bis zu ihrem Amtsantritt hatte sie mit der gleichen Sorgfalt die Schriftführung im damaligen Pfarrgemeinderat ausgeführt.

Weiter ließ Lindl bei der Verabschiedung gleich zu Beginn seiner Würdigung keine falschen Rückschlüsse aufkommen: „Frau Wörle wird ein Amt abgegeben, aber sie wird nach wie vor in der Kirche zu Hause sein. Denn selbst wenn sie sich im Kreise ihrer großen Familie daheim fühlt, zu Hause war und ist sie auch in ihrer Kirche.“ Lindl betonte augenzwinkernd, dass nur die umsichtige Art und Weise, wie alles für den Gottesdienst vorbereitet und bedacht wurde, ihm den Luxus erlaubte, sehr knapp zum Gottesdienst kommen zu können. „Denn auf Frau Wörle war immer Verlass!“ Umso mehr freue er sich, dass sie neben Franziska Schuster weiterhin als Aushilfe zur Verfügung steht. Ihre Nachfolger sind Luise und Philipp Stöckli.

Geehrt wurde neben Wörle und Schuster auch der Kirchenpfleger Martin Kraus mit einem Blumenstrauß. Und eine Reihe „ihrer“ ehemaliger Ministrantinnen, zwischenzeitlich junge Frauen und Mütter, schlüpften für Maria Wörle nochmals in die Gewänder, um beim Sonntagsgottesdienst dabeizusein. Darunter waren auch ihre Tochter, inzwischen Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarreiengemeinschaft Biberbach-Affaltern, ihre Schwiegertochter und Enkelkind Justin. Neben Geschenken und Erinnerungsbildern der kirchlichen Gremien und des Pfarrers übergab ihr auch jeder Ministrant eine Rose. Nach dem Gottesdienst fand ein Stehempfang für die ganze Pfarrgemeinde im Pfarrhof statt. Die kulinarischen Köstlichkeiten hatte der Arbeitskreis Affaltern des Pfarrgemeinderats vorbereitet. (user)

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