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Konzert

04.12.2019

Innige Augenblicke zum Advent

Das Nachwuchsorchester Sunny Mood ließ mit viel Spielfreude die Melodien transparent aufleuchten.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Chöre und Ensembles der Musikschule Gersthofen überzeugen in der Marienkirche

Es müssen nicht immer ausschließlich bekannte Lieder wie „White Christmas“, „Winter Wonderland“ oder „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ sein, um ein Weihnachtskonzert stimmungsvoll und besinnlich zu gestalten. Bei der Aufführung der Sing- und Musikschule Gersthofen in der Kirche Maria, Königin des Friedens kamen die Besucher vor allem in den Genuss weniger oft gespielter Werke, verbunden mit einem exzellenten Spiel- und Stimmenklang.

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Traditionell widmeten sich Ensembles und Gesangsgruppen dem Advent. Dabei läutete das Akkordeonorchester unter Leitung von Stefanie Saule das Konzert feinsinnig mit „Arioso“ aus der sinfonischen Suite von Wolfgang Jacobi ein. Auch die Geigen- und Gitarrengruppe entführten facettenreich in die Welt der Musik. Erstere ließ einen Kanon von Johann Pachelbel erklingen, die jungen Gitarrentalente von Roland Jäger boten von Valentin Rathgeber „Air“ und „Menuett“ dar. Die Tastolinos brachten schwungvoll das spanische Weihnachtslied „Sembrar en Navidad“ zu Gehör.

Das Nachwuchsorchester Sunny Mood unter dem Dirigat von Gerhard Schuster servierte einfühlsam Karl Jenkins’ „Palladio“. Mit der punktgenauen Interpretation gelang die vom Komponisten in seinem Stück angestrebte Harmonie und Proportion. Auch im Weihnachtslied „Tochter Zion, freue dich“ ließ Sunny Mood die Vorfreude, die in dieser Melodie erklingt, transparent aufleuchten. Stark vertreten waren diesmal die Stimmen. Die Ensembleklasse Gesang unter Silvia Rauschert-Holzheu intonierte kraftvoll und dennoch sensibel John Menzies Macfarlanes „Weit, weit entfernt, dort im Morgenland“ und William J. Kirkpatricks „Im Stroh in der Krippe“. Viel Beifall heimste der Kinderchor mit seinen frischen Versionen von „Gloria“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ ein.

Als Galionsfigur entpuppte sich der Erwachsenenchor. Die Titel „Carol Of The Bells“ und „When A Child Is Born“ zelebrierten die Mitglieder rhythmisch geschärft und dynamisch abgestuft. Farbig und klangvoll gestalteten die Cloudberries die Songs „A Thousand Years“ (Christina Perri) und „Someone You Loved“ (Lewis Capaldi). So spannend, dynamisch und luftig leicht bekommt man diese Popsongs nicht alle Tage zu hören. Nicole Kalinowski, Alexandra Rehberger und Carmen Kraus zeichneten sich durch ihre ausdrucksstarken Stimmen aus. Innige Augenblicke schaffte schließlich Valentin Rogg. Gefühlvoll und nachdenklich spielte er auf dem Keyboard und sang Johannes Oerdings Lied „Blinde Passagiere“. Sanft, zerbrechlich und immer wieder kraftvoll mit Pathos sinnierte er über das Dasein der Menschen. Auch das gehörte zum Weihnachtskonzert: das Thema Einsamkeit und der Blick auf das eigene Umfeld und unsere Gesellschaft.

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