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Stettenhofen

18.05.2015

Jeder bekommt ein Dach über dem Kopf

Schutt- und Müllberge: Das hat der Tornado hinterlassen. Viele Betroffene leben noch in Notquartieren.
Bild: Andreas Lode

Niemand wird im Regen stehen gelassen: Für alle Opfer des Tornados, der in Teilen von Stettenhofen für riesige Schäden gesorgt hat, wird eine Unterkunft gefunden. Das verspricht Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg.

Am Montag werden in der Gemeindeverwaltung alle Wohnangebote gesichtet und dann entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen der Geschädigten vermittelt. Außerdem soll ein Spendenkonto eingerichtet werden. So können auch diejenigen helfen, die bislang nicht mit anpacken konnten.

In den ersten Tagen nach dem Tornado ging es darum, die gröbsten Schäden zu beseitigen. Auf dem Kirchplatz wurde beispielsweise der Ziegelschutt abgelagert. Die rund 34 extrem beschädigten Häuser wurden notdürftig und so gut es ging, regensicher gemacht.

Schwer getroffen hatte es vor allem drei Wohnblocks Am Breitenbach. In ein Haus konnten Bewohner zwischenzeitlich zurückkehren, um weitere Habseligkeiten zu holen. Sie mussten in der Tornado-Nacht mit dem Allernötigsten das Gebäude verlassen. Untergekommen sind sie in der Jugendherberge in Augsburg, im Pfarrheim und im Gasthof Magg in Biberbach. „Wir hatten freie Zimmer. Da war doch klar, dass man da hilft“, sagt Maria Magg. Ein Teil der Tornado-Opfer habe das Notquartier wieder verlassen und konnte zurück in die eigenen vier Wände – ein Wohnblock Am Breitenbach ist wohl teilweise wieder bewohnbar. Vier Geschädigte bleiben noch in Biberbach. Auch für sie solle heute eine Lösung gefunden werden, sagt Bürgermeister Jürgen Gilg. Bei Notfallkoordinator Helmut Gensberger, dem Geschäftsleitenden Beamten der Gemeinde Langweid, waren am Samstag zehn private Wohnungsangebote eingegangen. 

Auch viele Helfer und Fachfirmen, die Baumaschinen oder Container anboten, meldeten sich bei Gensberger. Ein Freiwilliger aus Buchdorf hatte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein Sturmopfer zu sein. Ein anderer hatte 2005 in Garmisch-Partenkirchen ein schweres Hochwasser erlebt und unliebsame Bekanntschaft mit einer Naturkatastrophe geschlossen. Die Hilfe, die er vor zehn Jahren selbst bekommen hatte, wollte er jetzt wieder weitergeben.

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